Habe ich das mit den Frequenzen und Hertz richtig verstanden?

6 Antworten

Was die Trägerfrequenz angeht habe ich das so verstanden, dass die Trägerfrequenz eine Höherwertige Frequenz darstellt und das Nutzsignal, zum Beispiel 100 Bit pro Sekunde = 100 Hertz, dass das Nutzsignal auf der Trägerfrequenz transportiert wird, also die Trägerfrequenz als Transportmittel vom Absender zum Empfänger dient und damit das Signal auch transportiert werden kann es zuvor moduliert werden muss, in dem die Schwingungen der Trägerfrequenz verändert werden.

Das ist - von einer etwas unorthodoxen Ausdrucksweise abgesehen - fast richtig. Nur ist die Trägerfrequenz nicht höherwertig, sondern lediglich höherfrequent. Und das mit den 100 Bit pro Sekunde = 100 Hz stimmt so nicht.

Dazu gibt es zum Beispiel bei ISDN die PCM Modulation, die dafür sorgt dass die Schwingungen auf dem Trägersignal sich verändern und zwar von analogen Schwingungen zu digitalen Schwingungen, damit das Analoge Signal als digitales Signal übertragen werden kann. Diese Modulation kommt durch einen AD Wandler zustande.

Du sprichst hier von serieller Datenübertragung. PCM (Pulse Code Modulation) ist ein Modulationsverfahren, bei dem einer konstanten Trägerfrequenz das Nutzsignal so überlagert wird, dass sich die Impuls-/Pause-Verhältnisse des Gesamtsignals verändern. Ein Bit besteht somit zumindest aus einem Impus und einer Pause.

Das Hertz, also die Anzahl der Signale (Befehle), (Bits) die pro Sekunde abgearbeitet werden bezeichnet man dann als Frequenz.

Das ist so nicht richtig, weil, wenn von Frequenz die Rede ist, die Taktfruequenz bzw. die Trägerfrequenz und nicht die Frequenz der digitalen Nutzsignale gemeint ist.

Das gleiche ist auch bei der Bitübertragung über Kabel der Fall, wenn Daten übertragen werden. Ein Kabel 100 Mhz Bandbreite, definiert die Bandbreite, also die Anzahl von Bit pro Sekunde. Das heißt das bei einem Kabel mit einer Frequenz von 100 Mhz insgesamt 100000000, also 100 Millionen Hertz, Signale, Bits pro Sekunde die durch das Kabel laufen können.

Die Trägerfrequenz ist nicht gleich der Datenübertragungsrate. Bei der Datenübertragung. Gleichgültig ob Datenübertragung über Kabel oder Funk - die Datensignale werden einer Trägerfrequenz aufmoduliert, die ein Vielfaches der DAtenübertragungsrate beträgt.

Natürlich geht das nicht nur in Form von Elektromagnetischen Wellen so, sondern auch im Bezug auf den Schall.

Schallwellen sind auch Wellen, ihre Frequenz wird daher ebenfalls in Hertz gemessen. Alle Wellen und Schwingungen werden in Hertz gemessen. Hertz (Hz) ist aber keine Frequenz, sonder die physiklaische Einheit der Frequenz, so wie auch Liter, Gramm, Volt, Ampere, Watt usw. physikalische Einheiten für andere physikalische Größen sind.

Ein Schall ist gleich ein Signal und ein Hertz.

Was soll das den heißen? Schall besteht aus mehreren Wellen, nicht nur aus einer einzigen. Und ob es ein Signal ist, hängt von den Umständen ab. Der Netzbrumm mit z.B. 50 Hz ist z.B. kein Signal, weil er keine Botschaft überträgt. Signale übertragen grundsätzlich irgendwelche Botschaften, sie "signalisieren" etwas, darum heißen sie ja auch so. Die Rauchzeichen der Indianer stellen ein Signal dar, die Indianer signalisieren damit etwas, teilen etwas mit. Der Rauch, der bei einer Grillparty aufsteigt, ist kein Signal, weil er keine Botschaft enthält. Er ist einfach nur Rauch.

Also ich habe die Thematik so verstanden das sich die Frequenz aus der Anzahl der Schwingungen pro Sekunde bildet.

Sie bildet sich nicht daraus, sondern sie ist es: Die Frequenz ist die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde.

bei der internen Übertragung von Daten im Computer wird ja auch immer von einer Hertzzahl gesprochen 50 Hz oder 100 Hz.

Wenn ein Computer nur mit 50Hz oder 100Hz Taktfrequenz arbeiten würde, wäre er unbrauchbar langsam. Hier geht es um Mega- und Gigahertz, also um Millionen bzw. Millarden Schwingungen pro Sekunde.

Das zum Beispiel ein Signal das ja ein Computerbefehl darstellt, nichts anderes ist als eine Schwingung welches auf dem Ozilloskop als Sinuswelle dargestellt wird und ein Hertz und somit auch ein Bit darstellt.

Ein digitales Signal ist im Idealfall ein Rechtecksignal und kein Sinussignal.

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