Habe ich Anspruch auf Mindestlohn?

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2 Antworten

Zu Deiner Frage hat ein Anwalt für Arbeitsrecht das Urteil des BAG so zusammengefasst:

"Arbeitnehmer haben damit auch bei Bereitschaftsdienstzeiten Anspruch auf den Mindestlohn von derzeit 8,50 Euro pro Stunde. Damit hat das BAG klargestellt, dass das MiLoG, nicht zwischen regulärer Arbeitszeit und den Bereitschaftszeitstunden differenziert. Da Bereitschaftsdienstzeiten bereits arbeitszeitschutzrechtlich eins zu eins als Arbeitszeit zu werten sind und der Arbeitnehmer sich an einem vom Arbeitgeber vorgegebenen Ort – unter Einschränkung seiner Verfügungsfreiheit – aufhalten muss, sind Bereitschaftsdienstzeiten auch vergütungsrechtlich eins zu eins als Arbeitszeit zu bewerten."

So, wie ich das interpretiere, steht Dir der Mindestlohn von derzeit 8,50€ pro Stunde zu, da Du ja, wie Du schreibst, in der DRK-Zentrale zur Verfügung stehst.

https://www.haufe.de/personal/arbeitsrecht/mindestlohn-rufbereitschaft-und-bereitschaftsdienst-abgrenzen_76_365508.html

(Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 29. Juni 2016, Az. 5 AZR 716/15; Vorinstanz: Landesarbeitsgericht Köln, Urteil vom 15. Oktober 2015, Az. 8 Sa 540/15)

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Kommentar von Hafenpapst
29.08.2016, 08:04

Danke erstmal. Ja, ich bin während meiner Schicht durchgehend in der Zentrale. Geht auch nicht anders, da ich die Notrufe entgegen nehmen muss um unverzüglich handeln zu können. Sollte ich dann am besten selber ein Schreiben aufsetzen oder das juristisch verfassen lassen? Ich möchte da jetzt auch keine förmlichen Fehler rein bringen...

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Es kommt auf die Relation zwischen der Gesamtvergütung und der tatsächlich geleisteten Arbeitszeit an.

Hier Erläuterung:

https://www.haufe.de/personal/arbeitsrecht/mindestlohn-rufbereitschaft-und-bereitschaftsdienst-abgrenzen_76_365508.html

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