Ich habe meine Aussage bei der Polizei nicht unterschrieben, was passiert jetzt?

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7 Antworten

Nach der Vorladung bei der Polizei passiert erst mal gar nichts, wobei natürlich interessant wäre, wie der Polizist darauf kommt, du würdest Lügen erzählen. Das sagt der doch nicht einfach nur so. Könnte es sein, dass es Differenzen zwischen anderen Aussagen bzw. erhobenen Beweisen und deiner Aussage gibt?

Interessant wird die Sache dann, wenn der Fall vor Gericht verhandelt wird und du vorgeladen wirst. Dann bist du verpflichtet, wahrheitsgemäß auszusagen.

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Deine Aussage hast du gemacht, ob du sie unterschrieben hast ist ne andere Sache. Der Polizist schreibt unter die Vernehmung "Unterschrift verweigert, Aussage wurde wie niedergeschrieben gemacht" und lässt einen zweiten auch unterschreiben. Damit steht das was du gesagt hast. Der StA und der Richter werden es verwerten.

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Schon deiner Schilderung merkt man an, dass du dir nicht klar bist, warum du eine ordentliche Aussage machen solltest.

Denk darüber nach, einige haben hier bereits Tipps gegeben.

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Deine Aussage ist der Wahrheitspflicht unterworfen. Wenn der Polizist Dir Lügen unterstellt hat, dann war es richtig, dass Du das Polizei- Protokoll nicht unterschriebst.

Polizei und Staatsanwaltschaft sind keine Stellen, die eine eidliche Vernehmung vornehmen dürfen. Es besteht daher die Gefahr, dass Du eine uneidlich falsche Aussage machst, und die ist strafbar..

Abwarten, was jetzt folgt. Nimm Dir doch einen Rechtsanwalt.

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Havenari 11.08.2016, 15:23

"Polizei und Staatsanwaltschaft sind keine Stellen, die eine eidliche Vernehmung vornehmen dürfen."

So weit, so gut...

"Es besteht daher die Gefahr, dass Du eine uneidlich falsche Aussage machst"

Wie kommst du darauf?

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Nunuhueper 11.08.2016, 15:41
@Havenari

Der Polizist sieht das so. Und dem wird meist recht gegeben. 

In meiner Verwandtschaft konnte ich das mal erleben. Der Zeuge wurde als nicht glaubwürdig angesehen und deshalb wegen seiner uneidlichen Aussage  verurteilt (30 Tagessätze zu 25 Euro).

Eigentlich war es eine Bagatelle, es ging um die Anschnallpflicht, der Polizist sah nicht den Gurt.

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Nichts passiert. Allerdings frage ich mich, was dich daran hindert, eine ordentliche Zeugenaussage zu machen. Vor Gericht wirst du das auch müssen, warum dann nicht gleich?

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Autonomia 11.08.2016, 12:18

weil man sich von der Polizei nicht herumschicken lassen muss, zum Beispiel. Wenn man keine Lust hat, hat man keine Lust und wie du schon sagst, kann er ja dann bei Gericht machen. Er wird seine Gründe haben.

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Bitterkraut 11.08.2016, 13:55
@Autonomia

Vor Gericht ist es keine Kann-Sache. Da ist es ein Muss. Eine Zeugenaussage ist Bürgerpflicht. Nix, was man nsich aussuchen kann. Und mit rumschicken lassen hat das gar nichts zu tun.

Stell dir vor, dur wirst überfallen, es gibt einen Zeugen, der deine Glaubwürdigkeit bestätigen kann und der hat keine Lust und deshalb wird dir nicht geglaubt... Oder du wirst einer Straftat beschuldigt, es gibt einen Alibizeugen, aber der will sich nicht rumschicken lassen und du wirst deshalb unschldig verurteilt. Oder jemadn fahrt dir ins Auto, aber der Zeuge hat keine Lust und will sich nicht rumschicken lassen und du bleibst deshalb auf deinen Kosten sitzen.

eine Zeugenaussage ist nix, was man nach Belieben machen kann. Und lügen sollte man besser auch nicht.

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Gar nichts. Solche "Vorladungen" bei den Bullen sind nicht verpflichtend. Auch Unterschreiben musst du nicht.

ps: Und wenn sie dir noch ein bisschen blöd kommen, sag ihnen das du dich inzwischen nicht mehr erinnerst. Was sollten sie dagegen tun können.

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Jetzt geht der Fall vor Gericht - oder auch nicht.

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