Habe einen 1 1/2 jährigen Kater - zweite Katze oder nicht?

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5 Antworten

Eigentlich sind Katzen ja Einzelgänger

Entschuldige vielmals, aber bei dieser Aussage geht mir jedesmal wieder der Hut hoch. Das ist für mich ein deutliches Zeichen, dass sich jemand nicht über die Haltungsbedingungen eines Tieres informiert hat, bevor er es sich angeschaft hat!

Katzen sind KEINE Einzelgänger, das ist schlichtweg nicht wahr. Katzen sind im Gegenteil sehr soziale Tiere, die darunter LEIDEN, wenn sie einzeln gehalten werden. Katzen in Einzelhaltung in reiner Wohnungshaltung werden über kurz oder lang verhaltensgestört!

Dein Kater ist niemals vom Tierschutz, sonst hättest du ihn gar nicht einzeln bekommen. Kein Tierheim oder keine Katzenhilfe gibt Katzenkinder in Einzelhaltung. Die werden grundsätzlich paarweise vermittelt oder zu einer vorhandenen jüngeren Katze dazu.

Katzen müssen miteinander toben und spielen können, sich gegenseitig das Fell putzen, zusammen gekuschelt schlafen... . Dafür eignest du dich nicht. - Und 8 Stunden Alleinsein ist für jede Katze heftig, egal wie alt. Das geht überhaupt nicht. Du MUSST dir eine zweite Katze anschaffen, das bist du deinem Kater schuldig.

Lies dich mal durchs Internet, da findest du genügend Seiten von Tierheimen, etc. dass Einzelkatzenhaltung an Tierquälerei grenzt.

Nur mal ein paar zur Auswahl, die du bitte kopieren und oben eingeben mußt:

  • feline-senses.de/keine-einzelhaltung.html

  • tierheim-hilden-ev.de/2010/10/wohnungskatzen-in-einzelhaltung/

  • cat-care.de/cms/index.php/einzelhaltung-ohne-freilauf

  • katzennetzwerk.de/katzeninfos/rund-um-die-katze/113-einzelhaltung-von-wohnungskatzen

  • haustierwir.blogspot.de/search/label/Einzelkatzen

Daher solltest du dich schnellstmöglich auf die Suche nach einem passenden Partner für deinen Kleinen machen. Unter tierheimlinks.de findest du die nächstgelegenen Anlaufstellen.

Ob Kater oder Katze ist eher unwichtig. Wichtiger ist, dass der Charakter passt. Also nicht ein Duckmäuschen zu einem Draufgängerkater. Wenn du 8 Stunden abwesend bist, ist auch ein Katzenkind nicht drin, da das mehrmals täglich gefüttert werden muß. Der Neuzugang sollte am besten mindestens 7-9 Monate alt sein, dann kann er mit dem felinen Partner auch mal eine Zeit allein sein.

Das bedeutet für dich aber auch, dass, wenn du dann da bist, dich INTENSIV mir den Tieren beschäftigen mußt. Denn 8 Stunden ohne Ansprache ist auch für Tiere der Horror.

Denke auch dran, dass du dann weitere Katzenklos benötigst (bei 2 Katzen mindestens drei Klos), und mehrere Näpfe, eine weitere Transportbox... . Das andere (deckenhoher Kratzbaum, Versteckmöglichkeiten..., solltest du ja bereits haben... . Habt ihr denn einen Balkon, den ihr den Katzen (vernetzt natürlich!) zur Verfügung stellen könnt? Das wäre für die Katzen wenigstens ein bisschen frische Luft. Manche Tierheime setzen voraus, dass man das den Katzen anbieten kann... .

Nachdem du nicht sonderlich katzenkenntlich zu sein scheinst, schicke ich dir noch einen Katzen-Anfänger-Link ;o) :

http://www.sandrabrand.de/downloads/katzen_tipps.pdf

So, und nach dem Lesen bitte umschalten auf tierheimlinks.de :o) !

Vielen Dank für die Antwort. Mein Kater ist aus dem Tierheim (auch wenn hier immer wieder behauptet wird, Katzen würden nicht einzeln abgegeben werden: Doch werden sie und das in allen Tierheimen, mit denen ich bisher Kontakt hatte). Meine Eltern hatten auch des öfteren Katzen aus einem Tierheim, die wurden ebenfalls einzeln abgegeben. Außerdem kenne ich mich aus mit Katzen, wir haben seit ca. 12 Jahren Katzen. Ich muss auch nicht darauf hingewiesen werden, mich mit meiner Katze beschäftigen zu müssen, denn durchaus: Das mache ich, zwar sicherlich nicht jede einzelne Minute des Tages, aber dennoch sooft es geht, sei es kuscheln, spielen etc. Denn schließlich halte ich mir ja nicht einfach so eine Katze, sondern durchaus, weil ich es liebe, mich mit meinem Tier zu beschäftigen und Zeit mit ihm zu verbringen.

So und nun generell zu dem Thema: Einzelgänger oder nicht. Darüber zu diskutieren lohnt nicht, denn es wird auf jeder Seite, die man aufruft, noch immer darüber diskutiert. Gewisse Seiten sagen, Katzen sind Einzelgänger, andere, sie wären Rudeltiere. Weder das eine noch das andere kann jedoch feststehend gesagt werden, da jedes Tier individuell ist und das von verschiedenen Faktoren abhängt. Nachzulesen etwa hier:

http://katzenberatung.blogspot.de/2011/12/sind-katzen-einzelganger.html

Ob meine Katze nun ein Einzelgänger ist oder nicht - mit dem jüngsten Kater meiner Eltern versteht er sich sehr gut, mit den anderen hat er eher nichts am Hut. Man sieht also, es lässt sich nun mal nicht verallgemeinernd sagen, auch wenn vermeintlicher Tierschützer sich immer maßlos aufregen und aufspielen. Dass die meisten Tierheime nicht so "hart" vorgehen, wie von diesen Menschen beschrieben, beweist ja eigentlich schon einiges.

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@honny24

Naja, wenn man zwischen den Zeilen liest. steht da auch, dass manche Katzen nicht mit anderen Katzen klar kommen, weil sie desozialisiert wurden. Klar, wenn ich ein Katzenkind mit 6 Wochen viel zu früh der Mutter wegnehme, und dann mit 6 Jahren zu anderen Katzen geselle, dann gibt´s Zoff, weil diese Katze das gar nicht kennt. So wird man dann als Katze als Einzelgänger abgestempelt. Wobei selbst so eine Katze noch die Chance hat, "kätzisch" zu lernen, und einen Artgenossen zu akzeptieren. Das erfordert eben Geduld.

In unserem Kreis wird in Wohnungshaltung KEINE Katze einzeln abgegeben, und Katzenkinder generell überhaupt nicht, wie du hier im Link unter: "Weshalb Katzenkinder nicht ohne Artgenossen aufwachsen dürfen" lesen kannst.

http://www.tierschutzverein-schorndorf.de/

So oder ähnlich findest du das auf fast allen Tierheim-Homepages. Bei euch anscheinend nicht, das ist traurig.

Und natürlich versteht sich nicht jede Katze mit jeder blendend, jedoch lernen sie, sich zu akzeptieren. Das ist nun im wirklichen Leben so. Du kannst auch nicht weglaufen, wenn du dich mit deiner künftigen Kollegin nicht verstehst, sondern mußt lernen, dich mit ihr zu arrangieren. Manchmal kommt es sogar, dass man sich später gut versteht. Nicht anders ist das bei Katzen. Und immer noch besser, ein Partner, mit dem ich mich nicht 100%ig verstehe, als mein Leben lang auf einer einsamen Insel.

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katzen sind keine einzelgänger. nie gewesen. sie sind einzeljäger, deswegen sieht man sie viel allein. aber sie leben eig in gruppen zusammen

ich würd nen zweiten kater im gleichen alter nehmen, ebenfalls kastriert. und duie zusammenführung langsam (sprich beide erstmal in verschiedenen zimmern separieren) da dein kater leider mittlerweile viel vergessen haben wird was den umgang mit anderen katzen angeht

das erste zusammentreffen zweier katzen geht meist mit fauchen einher. nicht verunsichern lassen

Nein er hat nicht viel vergessen, was den Umgang mit anderen Katzen angeht. Er hat regelmäßig Kontakt mit den Katern meiner Eltern. Die drei sind übrigens Einzelgänger ;) Ich habe mich auch schlau gemacht, Katzen sind dann Rudeltiere, wenn sie gemeinsam mit anderen Katzen aufwachsen (in diesem Fall gewöhnen sie sich aneinander). Das Leben als Einzelgänger schadet den Katzen jedoch nicht, Dazu gibt es mehrere Beiträge.

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@honny24

Diese Beiträge würde ich gerne mal lesen. Wenn eine Katze in Einzelhaltung in Freigang darf, dann schadet das der Katze nicht, nachdem sie im Freien Kontakte mit anderen Katzen knüpfen kann. Aber Einzelhaltung in Wohnungshaltung schadet sehr wohl! So eine Katze wird über kurz oder lang verhaltensauffällig. Manche werden aggressiv und zerstörungswütig, andere dagegen apathisch. Sie liegen nur noch und schlafen, und das meinen dann die Leute, wäre ein Zeichen, dass es der Katze gut ginge. Ist es aber nicht, denn diese Katze hat sich aufgegeben! Wenn man besonders viel "Glück" hat, werden diese Katzen dann unsauber, und pinkeln dir überall hin.

Katzen sind übrigens keine Rudeltiere. Sie sind Gesellschaftstiere. Rudel ziehen gemeinsam um die Häuser (wie Wölfe). Aber Katzen treffen sich, um soziale Kontakte zu haben. Sie jagen einzeln (daher EinzelJÄGER, aber nicht EinzelGÄNGER), aber sie pflegen ihre sozialen Kontakte, die sie dringend brauchen. Und die Kater deiner Eltern haben diese sozialen Kontakte. Sie sind KEINE Einzelgänger. - Im Übrigen nützt es nichts, wenn man Katzen nur ab und zu mal zusammensteckt. So entsteht kein soziales Gefüge. Katzen brauchen einen konstanten Partner. Alles andere ist nur Stress.

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@polarbaer64

Schließe mich palusa und polarbaer64 an.

Die Beiträge werden wohl von jemand verfasst worden sein, der ein Interesse daran hat Geld zu verdienen.

Verantwortungsvolle Katzenhalter wissen aber, dass NIEMAND - weder Mensch noch Tier - ein Leben lang irgendwo eingesperrt, völlig ohne soziale Kontakte leben kann, ohne krank zu werden.

@honny24

Hol dem Kater einen Spielkamerad, der auch mit fremden Krallen umgehen kann - die Haut eines Menschen ist für wirklich artgerechte Spiele ungeeignet.

Und gerade wenn Katzen miteinander aufwachsen, lernen sie, dass man in der Gruppe stärker ist als allein.

Wie würdest du dich denn fühlen, wenn du jetzt nach deinem Studium in eine Gegend (ein anderes Land) ziehen würdest, wo außer dir niemand lebt, vorbei kommt, telefoniert (deine Sprache spricht) und du nicht mal PC zum schreiben/kommunizieren hättest???

Wär´ doch recht einsam oder???

Warum mutest du es dann dem armen Kater zu??? Hat er nicht auch einen Freund verdient, der mit ihm in seiner "Sprache" redet, seine Duftmarke trägt, mit ihm spielt oder das Futter teilt???

Ich habe 4 Tiger unterschiedlichen Alters daheim - Stubenkatzen.

Es gibt nix Schöneres als ihnen beim Spielen und Toben zuzuschauen. Kratzbäume rauf, über Regale und Schränke und an anderen Kratzbäumen wieder herunter.....kreuz und quer durch die Räume.

Und ich muss kein schlechtes Gewissen haben, wenn wir mal ne Weile außer Haus sind, weil wir arbeiten.

Vor allem kann man nachts auch schlafen, weil alle müde sind und sich auch zur Ruhe legen.

Streng bitte dein studiertes Köpfchen doch noch einmal an und entscheide dich für ein gleichaltriges Kätzchen oder Katerchen aus dem Tierheim. (Das Geschlecht spielt nach einer Kastration keine Rolle mehr)

LG DaRi

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Solange Du noch viel zuhause bist, solltest Du die Zweitkatze holen um gegbenfalls Problemen entgegenwirken zu können. Die sprichwörtliche Liebe auf den ersten Blick wird es nicht geben zwischen den Katzen, aber wenn Du nacher mehr als 8 Stunden außer haus bist ist ein Partner für Deine erstkatze sehr ratsam, gerade bei Wohnungskatzen. Palusa beschreibt es hier schon richtig....

Es ist auf jeden Fall ratsam, dem Tiger einen Partner zu holen.

Ob Mädchen oder Junge ist zweitrangig, das Alter und das Temperament sollten passen. Wenn ich meinem sehr ruhigen BKH-Kater einen Norwegischen Waldkater vor die Nase setzen würde, würden beide wahrscheinlich sehr unglücklich sein: mein Dicker wäre genervt, der Norweger völlig unterfordert.

Schau dich gründlich um und verbring einige Zeit bei deinem potentiellen Neuzugang.

...und dann gib den beiden Zeit, sich aneinander zu gewöhnen.

Vielen Dank für deine Antwort =) Mein Kater ist eine normale Hauskatze (Europäisch Kurzhaar). Wäre es ratsam, ein Jungtier zu holen? Ich denke immer, dann würde sich mein Kleiner vielleicht am ehesten an die neue Katze gewöhnen. Aber vielleicht irre ich mich da auch.

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@honny24

Ein Jungtier ist möglich, wenn DU Zeit für die beiden hast. Da kannst du nicht 8 Stunden arbeiten gehen. So ein kleiner Zwerg braucht noch alle 3 Stunden sein Futter und viel Ansprache. Daher ist es in deiner Situation empfehlenswerter, ein Miezchen zu nehmen, dass "etwas" älter ist, also nicht mehr ganz klein, und selbständiger. Mindestens 7-9 Monate alt. Gleichaltrig oder ein, zwei Jahre älter geht natürlich auch.

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@polarbaer64

Noch arbeite ich ja nicht. Es ist durchaus noch etwas Zeit, ich habe jedenfalls noch keinen festen Job, ich wollte nur bereits vorab Vorkehrungen treffen.

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Ja, ich denke es wäre gut noch eine anzuschaffen. Vorher solltest du aber testen ob sie sich mögen.

Und was mache ich, wenn sie sich nicht mögen? Ich kann ja dann die zweite Katze nicht einfach wieder zurückgeben.

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@honny24

Eine Vergesellschaftung ist natürlich eine Geduldsfrage. Aber zu sagen, Katzen mögen sich nicht, und die eine deswegen wieder abzugeben, wäre Unfug! Ich halte seit 35 Jahren Katzen, und es kommen immer wieder welche dazu. Derzeit habe ich vier der plüschigen Kameraden. Und eine Vergesellschaftung klappt in der Regel immer. Es ist von Tier zu Tier unterschiedlich, wie lange es dauert. Es gibt Katzen, die sind völlig unerschrocken, und nach einer Woche schon aufgetaut gegenüber dem neuen Partner. Andere brauchen Wochen und Monate, bis sie auftauen. Bedenke, dass so eine neue Situation mit Angst verbunden ist. Die Rangordnung muß geklärt werden, das Revier muß aufgeteilt werden... . Daher lass dich von Gefauche und Geknurre nicht abschrecken, das gehört dazu ;o) . Und je weniger DU Angst hast, desto besser klappt die Vergesellschaftung.

http://haustierwir.blogspot.de/2011/03/katzen-zusammenfuhren.html

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