habe eine Psychiatrische Diagnose bekommen (Bindungsstörung, Depression) wie soll ich damit umgehen?

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Eine Diagnose kriegt man nur, wenn man zum Arzt geht. Und die meisten Menschen gehen nur zum Arzt, wenn sie sich krank fühlen.

Also war dir wohl schon irgendwie bewusst, dass du ein Problem hast...

Aber die Diagnose ist nicht "Krebs im Endstadium" oder dergleichen, also stehen deine Chancen ganz gut, weitgehend "normal" weiterleben zu können.

Psychische Erklrankungen entwickeln sich meist ganz langsam, Schritt für Schritt. Deswegen solltest du auch versuchen, sie genauso wieder "abzubauen".

Setz dich mit dir selbst auseinander - die Diagnose kannst du im Hinterkopf behalten, viel wichtiger ist aber, für dich selbst herauszufinden, was in deinem Leben schiefläuft, was du gerne ändern würdest und was du dir wünschst.

Und dann daran zu arbeiten. Egal, ob du es erst mal alleine versuchst, dir Hilfe bei Freunden oder deiner Familie holst, eine Selbsthilfegruppe besuchst oder über eine ambulante oder stationäre Therapie nachdenkst - der erste Schritt ist immer, dich selbst neu wahrzunehmen.

Du musst die Scheuklappen ablegen und aufhören, dir einzureden, dass alles völlig in Ordnung ist oder sich von alleine einrenken wird. Anscheinend trifft das bei dir so nicht zu. Das ist aber kein Grund, zu verzweifeln! Sieh es lieber als Chance, ein paar positive Veränderungen vorzunehmen.

So eine Diagnose klingt unheimlich dramatisch - letztlich entscheidest aber du selbst, wie "furchtbar" sie wirklich ist... Wenn dir das Ärztedeutsch Angst macht - übersetze deine "Krankheit" in eine Sprache, die dir vertrauter ist.

Angst, Unsicherheit, mangelndes Selbstvertrauen oder (momentane) Überforderung usw. klingen nicht nur "weniger schlimm" - du hast sie auch schon früher erlebt und überstanden!

Also kein Grund, durchzudrehen! Lass dich nicht unterkriegen, sondern schau nach vorne! Probleme, die man kennt und akzeptiert, kann man lösen!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Der Arzt der dir das diagnostiziert hat wird dir da erheblich weiterhelfen können. Frag ihn nach einer Überweisung zum Psychologen. Dieser wird mit dir Gespräche darüber führen, wie du am besten im Alltag damit klar kommst. Wichtig ist nur, dass du immer offen bist und die Wahrheit sagst, dann können dir solche Leute echt helfen.

Klar ist es erstmal ein "dicker Fisch", weil sowas ja auch nicht von einem Tag auf den anderen kommt, aber dennoch aktzeptiere die Diagnose, aber mach dich nicht verrückt. Du bist nicht verrückt, gestört oder komisch. Und du wirst mit der Zeit lernen damit umzugehen. 

Wenn es akut Probleme geben sollte kannst du dich an eine psychatrische Hotline wenden: 0800 111 0 111

Ich hoffe ich konnte dir behilflich sein

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo Lucky,so eine Diagnose zu bekommen ist natürlich schwer zu akzeptieren.Anderseits kämpfst du ja bestimmt schon sehr lange mit den Symptomen,ohne sie eingeordnet bekommen zu haben.Jetzt hat der "Feind "aber einen Namen.Und das heißt:Es gibt Therapiemöglichkeiten.Das ist keine Erkrankung,die du Zeit deines Lebens mit dir herumschleppen musst.Hole dir professionelle Hilfe.Gestehe dir zu,dass die Krankheit dich in einigen Bereichen einschränkt,ohne dir Druck zu machen.Weihe Menschen ein,denen du vertrauen kannst und dich unterstützen können.Und beginne mit der Therapie.Alles Gute dir

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?