Habe eine Frage zu Beerdigungskosten!?

8 Antworten

DieBbeerdigungskosten gehen vom Erbe ab, danach wird das Erbe aufgeteilt, es sei denn, es ist ein Testament da. Aber Pflichtteil steht euch zu.

Beerdigungskosten sind Verbindlichkeiten, ihr habt das Recht das Erbe auszuschlagen, was sich dann empfiehlt, wenn kein Vermögen da ist - und im Falle der Beerdigungskosten nur Schulden. Euer Bruder kann nichts dagegen machen, wenn ihr das Erbe nicht antreten wollt. Wenn er das Erbe auch nicht antreten will, muss er die Beerdigungskosten zahlen, denn er hat das in Auftrag gegeben.

Über das wie er die Beerdigung ausgeführt hat, hat er schon das Recht, das alleine zu bestimmen. Allerdings nur dann, wenn er sich vorher wirklich auch um Vater gekümmert hat. Das ist jetzt nix juristisches, dieser Absatz, sondern hat einfach damit zu tun, dass ich der Meinung bin, dass diejenigen, die sich nie gekümmert haben und keine Ahnung haben, wie schwierig das ist, und was man dafür an Freizeit opfert, nachher nicht lamentieren dürfen.  Macht euch das klar, wenn ihr anfangt, mit eurem Bruder zu händeln.

Allerdigns kenne ich natürlich euren gesamten Hintergrund nichtcund erst recht nicht, wie sich dieser Bruder gekümmert hat.

Seit wann hat Erbe asusschlagen etwas mit den Beerdingunskosten zu tun?

Ist mir neu.  Ein Mensch muss beerdigt werden u wenn keine kohle da ist bei den Hinterblieben zahlt das amt. Aber es zahlen die Hinterbliebenen u hat nix mit Erben zu tun.

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@Maleficent666

Die Rechnungen müssen immer vom Auftraggeber bezahlt werden und wie oben geschildert, ein geringer Teil kann nach Vorlage der Rechnung eingereicht bei der Bank. Die zahlen sofort und zwar vom konto der Verstorbenen. ich bin nicht sicher, ich glaube das waren irgendwelche nicht unbilligen Beerdigungskosten an sich, also Friedhof oder sowas. Ich habe es echt vergessen.

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Danke für die rasche Antwort,

ich weiß von einem Bekannten, daß das alles wirklich eine Heidenarbeit ist!

Aber das wir über alles, auch das finanzielles KEIN Mitspracherecht hatten und  auch so keines, wie die Beerdigung aussehen sollte, und NICHTS in Auftrag genommen haben, dafür müssen wir ganz schön seelisch und finanziell bluten.

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@Roxana9

seelisch bluten - und dann sich nie um Vater geklümmert vorher? Ich weiss nicht recht. Und wieso finanziell? Wartet erst mal ab. Ihr schiebt nur Panik, nachdem ihr euch jahrelang um nichts gekümmert habt. Ich gehe aber immer noch davon aus, dass euer Bruder der einzige war, der sich gekümmert hat. Ich weiss es aber nicht. Tatsache: jahrelang habt ihr euch - sicher aus gutem Grund - nicht gerührt - da passiert sowas dann auch.

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Im BGB § 1968 wird die Kostentragungspflicht einer Bestattung geregelt. Hier heißt es: „Der Erbe trägt die Kosten der Beerdigung
des Erblassers.“ Das bedeutet, dass der oder die Erben die Kosten der
Bestattung tragen müssen. Unabhängig davon, wie das Verhältnis dieser zu
dem Verstorbenen war. Demnach sind Sie als Erbenkostentragungspflichtig. Sofern möglich, können die Kosten der Bestattung durch den Nachlass des Verstorbenen gedeckt werden.

Muss ich zahlen obwohl ich das Erbe ausschlage?

Wenn nicht alle Angehörigen das Erbe ausschlagen, muss der verbliebene Erbe die Kosten tragen. Bedenken Sie hierbei, dass Sie eine Frist zum Ausschlagen des Erbes haben. Diese beträgt 6 Wochen ab Kenntnisnahme des Erbfalles. 
Sollten alle Angehörigen ihr Erbe ausschlagen, bedeutet das nicht, dass die Kosten nicht mehr von diesen getragen werden müssen. Sollte die Gemeinde oder die Stadt die Beisetzung bereits beauftragt und die Kosten getragen haben, können diese von den sogenannten Totenfürsorgeberechtigten zurückverlangt werden.

Quelle: https://www.bestattungen.de/ratgeber/bestattungskosten/kostentragungspflicht-bei-einer-bestattung.html#kostentragungspflicht

Nach diesen Infos muss der Bruder die Kosten alleine tragen, wenn seine Geschwister (Sie und die Schwester) das Erbe ausschlagen.

Mein Beileid zum Tod Ihres Vater und zu den traurigen Familienstreitigkeiten.

Zunächst hat der Verstorbene Anspruch auf eine angemessene Bestattung.

Dass das in euren Augen üppig war, hättet ihr das Geld lieber für euch als für Trauergäste, Blumenschmuck oder Grabredner verwendet, bedeutet nicht, dass er euretwegen billigst verbrannt werden musste.

Dann fällt die Beerdigung dem Erblasser, also dessen Nachlass an; es steht danach nur weniger bis nichts zur Erbverteilung an, wenn euere Bruder die vorgestreckten Nachlasskosten einschl. Beerdigung für sich entnommen hat.

Reicht der Nachlass dafür nicht aus, seit ihr fein raus: Unterhalb eures Selbstbehaltes aus regelmäßigen Einkünften seit ihr nicht zur Kostentragung verpflichtet.

Euer Erbe wäre dann aber gleich Null, was euch ja egal sein dürfte, hat euch euer Vater ja nie interessiert, sein Geld oder Besitz, so es welchen gab, dann eben auch nicht.

Macht euch das nicht nachdenklich, wie es bei eurem Tod mal geregelt wird?

G imager761


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