Habe eine Art Pickel am Steißbein, der extrem beim sitzen und liegen weh tut. Was kann das sein?

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Hallo Enrique89,

es könnte eine Hautreizung sein. Ich habe schon solche gehabt. Kommt vielleicht vom zu häufigen Waschen. Man muß auch diese Gegend ganz gut mit dem Handtuch trocknen, nicht die Feuchtigkeit einfach da lassen. Versuch es mal mit Zinksalbe, wenn keine Blase oder Erhebung zu verspüren ist.

Manchmal kommt es zu einem dünnen langen Riß in der (Haut)Spalte bis zum Steißbein (eine Art Dermatitis), das kann höllisch weh tun. Kommt von wärme, feuchtigkeit. Gründlich waschen mit einer sehr guten Seife (PH-Neutral), ordentlich abtrocknen, Zinksalbe drauf, oder Salbe für Windeldermatitis.

Gute Besserung. Emmi.

Ich würde zum Hautarzt gehen, wenn nichts hilft.

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Vielen Dank. Ich werde morgen mal zum Arzt gehen und mal sehen was er dazu sagt.

Mfg

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Du sagtest es damals selber sehr genau... du riskierst auf diese Weise eine Blutvergiftung. Übrigens man muss nicht immer invasiv alles rausschneiden, manchmal reicht eine drainage, durch Öffnung. Ichtolan vermindert nicht die Entzündung sondern erhöht die Reizung durch den Teeranteil, was aber zu einem Abfluss führen kann.

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Kurz Vorab: Eine Fistel ist eine tiefere Infektion mit Eiterbildung. Sie tritt entweder am Steißbein auf oder beim Anus und sieht aus wie ein sehr großer Pickel. Um die Fistel herum bildet sich deutlich mehr Schweiß.

Ich hatte auch eine Fistel am Steißbein, habe sie nicht operativ entfernen lassen (seit über 2 Jahren nicht wieder erschienen) und möchte gerne meine Erfahrung hier teilen: Hatte die Fistel 1 Jahr bis ich mich dann doch entschlossen hab zum Hautarzt zu gehen. Der Hautarzt sagte mir dass es ne Fistel ist und diese möglichst bald im Krankenhaus operativ entfernt werden sollte. D.h. dass um die Fistel herum alles raus geschnitten wird (ca 8x5cm), 3 Tage Krankenhaus Aufenthalt und anschließendem behandeln der offenen Wunde zu hause mit Salben und Binden über 2 Monate.

Da hab ich mich erst etwas genauer informiert.

  1. Wenn man die Fistel nicht behandelt kann man eine Blutvergiftung bekommen.
  2. Nach so einer Operation kann die Fistel trotzdem wieder erscheinen.So hab ich erstmal versucht die Fistel selber los zu werden.

Und so habe ich es geschafft (Ist zwar ekelig, aber meiner Meinung nach besser als der operative Weg):Die Fistel hatte eine Öffnung wodurch ich diese vorsichtig und mit Gefühl ausgedrückt habe, dabei immer aus verschiedenen Richtungen von innen nach außen den Eiter HERAUSGEDRÜCKT** , also damit man den Eiter nicht tiefer reindrückt, sondern nach außen durch die Öffnung heraus! Das machte ich so ca 5min täglich bis entweder kein Eiter mehr raus kam oder ich keine Lust mehr hatte. Danach desinfiziert und einen gut haftenden Pflaster drauf. Das habe ich über ein paar Tage gemacht bis kein Eiter mehr heraus zu drücken war und/oder damit sich die Haut etwas entspannen konnte.

** Eine Fistel verläuft in Kanälen ähnlich wie bei einer Baumwurzel und nicht wie bei einem Pickel in einem relativ geraden Kanal. Deswegen kann man auch ruhig etwas neben der Fistel rumdrücken und schauen wann Eiter nach außen dringt.

Eins, zwei Tage später, als die Öffnung etwas zugewachsen ist habe ich auf die Pflaster "Ichtholan Salbe" drauf geschmiert bevor ich mir diesen auf die Stelle geklebt hab (Die Salbe wirkt entzündungshemmend und holt tiefere Infektionen an die Oberfläche). Dies habe ich dann auch täglich wiederholt bis sich wieder mehr Eiter an gesammelt hat. In dieser Zeit habe ich nichts Herausgedrückt. Danach habe ich wieder von vorne mit dem ausdrücken angefangen.

Also im Grunde wenn man so will zwei Zyklen:

  1. Ein paar Tage lang ausdrücken
  2. Ein paar Tage lang Ichtholan Salbe

Das habe ich so ungefähr über zwei, drei Monate immer wiederholt, bis die Fistel fast weg war. Es war nur noch eine Streichholz-Kopf große Verhärtung zu spüren. Ich dachte erst dass es sowas wie narben-Gewebe ist und hab weiter nichts gemacht. Nach ca 2 Monat hat sich doch wieder ein bisschen Eiter angesammelt. Das habe ich dann wieder auf die selbe weise behandelt ca 2 Wochen lang. Nun ist es über 2 Jahre her und alles was zurück geblieben ist ist eine kleine narbe wo die Öffnung der Fistel war.

Weiß nicht ob es bei jedem auch so gut klappt. Der gang zum Facharzt ist trotzdem wichtig da es sich auch um etwas anderes handeln könnte! Wahrscheinlich hätte ich die Fistel auch nicht so lange behandeln müssen wenn ich mich früher drum gekümmert hätte. Jedenfalls war das im Gegensatz zum operativen weg angenehmer, weniger aufwendig für mich und hinterließ eine kleinere Narbe(man sieht ja im Netz wie so eine Fistel nach der Operation aussieht). Und falls die Fistel doch wieder auftreten sollte (was ich nicht glaube) dann mach ich es wieder so ;-)

Falls ich jemanden damit weiter helfen konnte, dann schreibt doch bitte hier einen kurzen Kommentar oder Daumen hoch (2min für die Registrierung+komentar kann man auch investieren ;-) ). Man findet im Netz ja kaum alternativen zur Operation. Stattdessen hauptsächlich angst machende Aussagen.

ne freundin von mir hatte das gleich auch schon mal .... war eine steißbeinfistel... sie ist sonntags ins krankenhaus gefahren der artzt meinte am besten am nächsten tag wegoperieren lassen... sie hat es nicht getahn, denn abends ist dieser "pickel" geplatzt.... sie hat gesagt, das er zwar heute noch ein wenig nässt aber sie sonst keine beschwerden mehr mit diesem ding hatte.... einmal hat es wohl geblutet... doch das war so sagte sie nciht so schlimm... sie hat es also nciht wegoperieren lassen, wie es alle ätzte immer sagen;) und hatte bis jetzt nie wieder probleme damit ;)

ich denke aber das war mehr oder wneiger glück....weißt du den mittlerweile was es ist ?"

liebe grüße

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