Ich habe ein Haus geerbt und dieses verkauft. Muss ich meiner Frau bei einer Scheidung davon etwas abtreten?

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2 Antworten

Erbschaften und Schenkungen zählen nicht zu dem Vermögen, welches die Eheleute durch gemeinsames Tun in der Ehe erwirtschaftet haben. Deshalb hat das Gesetz diese Werte "privilegiert", d. h. dem Zugewinnausgleich entzogen. Der andere Ehepartner bekommt davon nichts ab.

Aber:

In den Zugewinnausgleich fällt der Mehrwert, den die Erbschaft oder Schenkung seit dem Erhalt erfahren hat. Hatte z. B. ein geerbtes Haus zum Zeitpunkt der Erbschaft einen Wert von € 200.00,00 und ist bei Scheidung € 250.000,00 wert, so fallen € 50.000,00 in die Zugewinnbilanz.

https://www.scheidungsfix.de/blog/erbschaft-als-zugewinn

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Deine Erbschaft gehört zu Deinem Anfangsvermögen.

Wenn zwischen Erbschaft und Verkauf keine längere Zeit, sondern nur einige Monate liegen, dürfte auch kein Zugewinn angefallen sein.

Aber:

Dann beweise mal, dass Du bei der Einzahlung auf das gemeinsame Sparbuch nciht die Hälfte Deiner Noch-Ehefrau schenken wolltest. Warum solltest Du es sonst auf ein gemeinsames Konto eingezahlt haben? 

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Kommentar von joschi1591
02.05.2016, 19:17

Stimmt auch wieder, allerdings war zum Zeitpunkt der Einzahlung die Ehe noch intakt, und was macht man nicht Alles nur um des Friedens Willen.

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