Habe damals das Erbe der Mutter ausgeschlagen, bei mein Vater nicht, dessen Erbe habe ich angenommen

5 Antworten

Sie sollten Nachlassinsolvenz oder Nachlassverwaltung beantragen (beim zusatändigen Amtsgericht-Nachlassgericht). Auf diese Weise können Sie verhindern, dass neben dem Nachlass Ihes Vaters auch Ihr Eigenvermögen für die Schulden der Eltern in Anspruch genommen werden kann von den Gläubigern. Nehem Sie dazu einen Anwalt.

Ich würde hier mal einen Anwalt für Erbrecht fragen. Es gibt in einigen Fällen Möglichkeiten, auch noch nachträglich ein Erbe auszuschlagen - wenn man z.B. nicht Kenntnis davon haben musste, dass der Vater entgegen seiner Zusicherung das Erbe der Mutter nicht ausgeschlagen hatte.

Offen gestanden verstehe ich dein Problem nicht so ganz.

Wenn du nach dir obliegender sorgfältiger Prüfung (!) des Nachlasses deines Vaters dessen auch von seiner Ehefrau noch bestehenden Schulden nicht erkannt hast, geht das zu deinen Lasten. Du trägst du sie dann, sofern du weder Nachlassverwaltung beantragt noch Ausschlagung des vom Vater zugefallenen Erbes innerhalb von 6 Wochen nach Kenntnis des Erbfalls vorgenommen hast.

Eine Anfechtung wegen Irrtums scheidet schon deshalb aus, weil dir die Möglichkeit durchaus bekannt war, dass er Schulden von seiner Frau offenstehen haben konnte. Auf sein "Versprechen" hin oder auf "Ahnungslosigkeit" kannst du dich jedenfalls nicht berufen :-(

Da gilt immer noch der Rechtsgrundsatz ignorantia legis non excusat, etwa: "Unwissenheit schützt nicht vor Strafe" :-(

Und wer als Gläubiger einen Titel hat, erkundigt sich regelmässig auch nach der Möglichkeit der Titelvollstreckung - die hat er schließlich zusätzlich zu seiner Forderung sehr teuer erstritten :-O

G imager761

Das Problem war, das er von mir finanziell unterstützt wurde, da er mit seiner Sozialrente den Unterhalt des Hauses nicht bestreiten konnte. Nach dem Tode musste ich einen grundschuldabgesicherten Kredit aufnehmen um alle Schulden die mir entstanden sind bezahlen zu können. Nach meinem Rechtsempfinden, finde ich es ungerecht, er hatte eine positive Auskunft, stand 20 Jahre im Grundbuch als Besitzer. Jetzt geht jemand in Keller holt Akten raus und fordert Zinsen für 20 Jahre, die die Grundforderung mehr als verdreifacht. Also bliebe mir nur der Weg einer Erbschaftsinsolvenz? Werden die laufenden Kosten berücksichtigt die ich hatte (Istandhaltung, Heizung, Reparatur.... weil nicht bewohnt)Oder habe ich diese Möglichkeit verwirkt?

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