Hab nie einen Vertrag bei meiner Krankenkasse unterschrieben!

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8 Antworten

Du hast eine Versichertenkarte deiner Krankenkasse. Damit hast du deinen Krankenversicherungsvertrag durch kongruentes Handeln bestätigt. Ob du Leistungen in Anspruch nimmst, spielt keine Rolle

Hallo,

jeder Bezieher von Arbeitslosengeld II ist auch krankenversichert. Wenn keine Familienversicherung über Eltern oder Ehegatten möglich ist, wird man pflichtversichert. Wenn man sich nicht innerhalb von 14 Tagen eine Krankenkase aussucht (§ 175 SGB V), wird man vom Jobcenter automatisch bei der letzten Krankenkasse angemeldet.

Es gibt keinen, der mit seiner gesetzlichen Krankenkasse einen Versicherungsvertrag (Stück Papier mit zwei Unterschriften!) abgeschlossen hat. Man stellt bei der Krankenkasse einen Antrag. Wenn alle gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind, erhält der Antragsteller eine Versicherungsbestätigung. Bei einer Pflichtversicherung ist der Antrag in bestimmten Fällen entbehrlich (s.o.). Sonst gäbe es sehr viele, die nicht krankenversichert wären.

Bei Bezug von Arbeitslosengeld II zahlt das Jobcenter die Beiträge direkt an die Krankenkasse. Da man als Versicherter nicht an der Beitragzahlung beteiligt ist, erhält man auch keine Abrechnung. Auf dem Bescheid über das Arbeitslosengeld II ist aber eine Aussage zur Krankenkasse enthalten.

Jeder Versicherter kann eine Übersicht über die beanspruchten Leistungen beantragen. Die Beitragszahlung ist aber unabhängig davon. Bei der Privathaftpflicht oder Kfz-Haftpflicht entfällt auch nicht die Beitragszahlung, wenn keine Leistungen anfallen.

Wegen der Zusatzbeiträge wird sich die Krankenkasse bestimmt noch melden (wenn keine kostenlose Familienversicherung besteht).

Gruß

RHW

Wenn es sich (vermutlich ist es so) um die gesetzliche Krankenkasse handelt,bedarf es keines schriftlichen Vertrages.

Als du deinen Antrag beim Amt abgegeben hast, musstest du auch deine bisherige Krankenkasse angeben. So bist du da angemeldet worden. Wen DU SELBER NICHT DEINE BEITRÄGE zahlst als freiwillig Versicherter, unterschreibst du auch nichts bei der Krankenkasse, denn deine Beiträge lässt du dir vom Amt zahlen.

wie gültig soll ein Vertrag sein, wenn man nie einen Vertrag bei der Krankenkasse unterschreiben hat?

Zunächst einmal, wenn du meinst keinen Vertrag mit der Krankenkasse zuhaben, wo bist du denn versichert. Denn seit dem 01.01.2009 gilt die Krankenversicherungspflicht in Deutschland. Verstöße könnten mit einem Bußgeldverfahren geahndet werden.

Mit angrenzender Sicherheit bist du Mitglied der GKV, von der auch seitens der ARGE die lfd. Beiträge übernommen wurden. Weil du es nicht einsiehst, die erhobenen Zusatzbeiträge zu zahlen, wird du wohl irgendwann einsehen das der Gerichtvollzieher oder der Zoll bei dir dich dazu auffordert.

Deine Forderung nach einer Übersicht der in Anspruch genommenen Leistungen bzw. Abrechnung geleisteter Zahlung gibt es nicht.

du warst familienversichert und bleibst natürlich automatisch in der letzten KV, über die du versichert warst.

wenn du einen Kassenwechsel vornehmen willst, kannst du das gern tun.

Aber es besteht grundsätzlich eine Krankenversicherungspflicht, Zuwiderhandlung ist strafbar.

Wenn du Zahlungsverpflichtungen einstellst oder nicht wahrnimmst, machst du dich ebenso strafbar und brauchst dich tatsächlich nicht wundern, wenn irgendwann der Gerichtsvollzieher vor deiner Tür steht.

Ich würde sagen die Versicherung wurde stillschweigend fortgeführt...

Vertragsverhältnis in einer Pflichtversicherung? Soll das jetzt eine Scherzfrage sein^^

meine ich auch - lediglich eine Scherzfrage

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