Hab ich hier ein Recht auf unbezahlten Urlaub?

8 Antworten

In dem Fall bei erkranktem Kind hat man einen gesetzlichen Anspruch auf unbezahlten Urlaub, das ist richtig. Aber die Freistellung wegen Betreuung des Kindes, da bin ich mir echt nicht sicher, man hat sicher einen Anspruch auf Freistellung, aber das waere mit Urlaub auch der Fall. Ich wuerde da einfach noch mal bei der Krankenkasse nachfragen und weiterhin solltet ihr vielleicht ueberlegen, wenn deine Frau auch arbeitet und die Zeit fuer Betreuung kranker Kinder nimmt und ihr Arbeitgeber in diesem Punkt vielleicht kulanter ist und er ihr den unbezahlten Urlaub gewaehren wuerde als Haushaltshilfe fuer das weitere Kind. Dann koenntest Du den gesetzlichen Anspruch fuer das kranke Kind wahrnehmen. Hat ja jeder 10 Tage im Jahr pro Kind. Also quasi einfach tauschen. Wer dann im einzelnen was macht, das wird ja keiner kontrollieren.

Nach dem Sozialgesetzbuch VIII § 20 "Betreuung und Versorgung des Kindes in Notsituationen" und Sozialgesetzbuch V § 38 "Haushaltshilfe" kann durch die Krankenkasse eine Betreuungsperson/Haushaltshilfe für die notwendige Betreuung des Kindes (nicht älter als 12 Jahre) gestellt und bezahlt werden, wenn Du selbst aus zeitlichen (kein Urlaub, bezahlt oder unbezahlt) oder anderen Gründen nicht zur Verfügung stehst.

Da das eigentlich für den Fall vorgesehen ist, dass die Person ausfällt, die hauptsächlich mit der Betreuung des Kindes befasst ist, oder dass beide Betreuungspersonen ausfallen und andere Personen (Familienangehörige) aus zwingenden Gründen nicht zur Verfügung stehen, hast Du eventuell mit Deiner Krankenkasse zu "kämpfen", weil es dann möglicherweise auch auf deren kulantes Eingehen auf Deine Situation ankommt.

Anspruch auf unbezahlter Sonderurlaub mit Anspruch auf die Leistung von Krankengeld als Lohnersatz in einem gewissen Umfang pro Jahr hast Du nach dem Sozialgesetzbuch V § 48 "Krankengeld bei Erkrankung des Kindes" nur dann, wenn das Kind selbst erkrankt ist.

In Deinem Fall bist Du tatsächlich auf den "guten Willen" des Arbeitgebers angewiesen, Dir unbezahlten Urlaub zu gewähren.

Alles kann man im Leben nun mal nicht haben: Beide haben Arbeit, beide Kinder sollen betreut werden, der reguläre Urlaub soll gesichert sein, und statt der Verwandten oder einer Haushaltshilfe soll der Arbeitgeber herhalten...

Nicht böse gemeint, aber das ist m.E. doch etwas zuviel - ich kann den Arbeitgeber verstehen, denn wenn er diesen unbezahlten Urlaub genehmigen würde, hätten auch alle anderen Mitarbeiter in ähnlichen Situationen (zumindest moralisch) in Zukunft den gleichen Anspruch.

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@Nightstick

Einmal abgesehen davon, dass das Problem hier wohl kein "Weltuntergang" ist und sich bewältigen lässt: Wieso und für was überhaupt soll denn der Arbeitgeber "herhalten"?

Er vergibt sich wohl nichts, wenn er dem Arbeitnehmer unbezahlten Urlaub gewährt - wir reden hier von "unbezahlt"!

Eine finanzielle Einbuße hätte in diesem Fall ja nur der Arbeitnehmer - auch wenn die Krankenkasse die fiktiven Kosten einer Haushaltshilfe erstatten würde!

Das hat mit "Alles kann man im Leben nun mal nicht haben" nicht gerade viel zu tun!

Und ja: Warum sollten andere ArbeitnehmerInnen in vergleichbaren Situationen dann nicht auch ein Anrecht auf unbezahlten Urlaub haben?!?

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@Familiengerd

Ich weiß nicht, ob Du jemals Personalplanung in einem Unternehmen betrieben hast, @Familiengerd. Wenn ja, dann wüsstest Du, dass auch ein Mitarbeiter, der unbezahlt abwesend ist, eben abwesend ist! - wenn das jeder machen wollte... mehr sage ich dazu nicht !!!!!!!!!

Und ich bleibe dabei: "Alles kann man im Leben nun mal nicht haben" - siehe meinen obigen Kommentar!

Deine letzte Anmerkung kommentiere ich auch nicht weiter, weil Du meine Argumentation entweder nicht richtig gelesen hast, oder sie einfach nicht verstehen willst.

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@Nightstick

weil Du meine Argumentation entweder nicht richtig gelesen hast, oder sie einfach nicht verstehen willst.

Ich bin schon in der Lage, Deine Argumentation "richtig" zu lesen - und das ist keine Frage des "Nicht-verstehen-wollens", sondern die Frage einer ganz anderen Auffassung und eines ganz anderen Verständnisses von diesem Problem.

Ja, ich habe viele Jahre im Rahmen meiner Betriebsrattätigkeit und der Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber auch reichlich mit Personalplanung zu tun gehabt - und für mich ist das Schlagwort "Personalplanung" für sich aus diesen Erfahrungen heraus darum auch überhaupt kein Argument gegen die Bewilligung eines unbezahlten Urlaubs..

Wenn Arbeitnehmer erkranken, hilft mir der Verzweiflungsschrei "Personalplanung!" auch nicht weiter.

Aber selbstverständlich ist das immer auch eine Frage der konkret gegebenen Situation; und wenn die zeitlich nur relativ kurz begrenzte Abwesenheit eines Arbeitnehmers - wie in diesem Fall - trotzdem zu einem Kollaps des Betriebs führte (einmal übertrieben formuliert), dann würde ich natürlich auch Verständnis (aber gewiss nicht grundsätzlich) für eine Ablehnung haben.

Ohnehin ist das Ganz ja auch keine alltägliches, immer und oft auftretendes Problem in einem Betrieb!!

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Ergänzung:

hast Du eventuell mit Deiner Krankenkasse zu "kämpfen", weil es dann möglicherweise auch auf deren kulantes Eingehen auf Deine Situation ankommt

Aber das mögliche Problem scheint ja nach der Information in Deiner Frage gelöst zu sein, da die Krankkasse wohl grundsätzlich zur Stellung/Bezahlung einer Haushaltshilfe bereit ist - so dass von daher das Grundproblem (Betreuung des 2. Kindes) auch gelöst wäre, wenn Du keinen unbezahlten Urlaub bekommst.

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Hier eine kompetente Auskunft zu geben, ist uns bei GF unmöglich. Da spielen unterschiedliche Gesetze und Tarifverträge eine große Rolle.

Du könntest folgenden Weg gehen:
- bei Kollegen fragen, ob es in der Firma Präzedenzfälle gibt,
- beim Betriebsrat fragen, ob ein Manteltarif vorliegt, der es regelt,
(wenn es einen Betriebsrat gibt, - wenn nicht, sich auch darüber ärgern, dass man nicht längst schon einen gewählt hat)
- zur Gewerkschaft gehen und danach fragen (eventuell endlich entreten)
- eine öffentliche Rechtsauskunft aufsuchen (ist bei Bedürftigkeit umsonst, meist beim Amtsgericht zu finden)

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