Hab ich einen anspruch auf abfindung nach 22 jahren in einer firma?

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11 Antworten

Es gibt kein Rechtsanspruch auf eine Abfindung. Bei Kündigungen, besonders bei betriebsbedingten Kündigungen oder aus gesundheitlichen Gründen kann vom Arbeitgeber in Absprache mit dem Betriebsrat ein "Sozialplan" erarbeitet werden, der eine Abfindung vorsieht. Auch hättest du das Recht, bei Stellung eines Aufhebungsvertrages oder Kündigung eine Abfindung zu formulieren, worauf aber der Arbeitgeber nicht eingehen muss. Hast du ohne weiterbestehende Ansprüche oder eine Abfindung die Kündigung schon unterschrieben, kannst du keine nachträgliche Reglung einfordern. 

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Ich habe die kündigung unterschrieben.

Ich hoffe, du hast nur den Erhalt der Kündigung bestätigt und nicht einen Aufhebungsvertrag unterschrieben.

Zwar ist eine Kündigung wegen Krankheit grundsätzlich möglich, ist aber durch den Gesetzgeber an hohe Hürden gebunden. "Öfter mal krank" ist dafür bei weitem nicht ausreichend. Wie oft und wie lange warst du krank?

Ist es tatsächlich "nur" eine Kündigung, solltest du dich umgehend anwaltlich beraten lassen und Kündigungsschutzklage einreichen.

Und generell kann man die Frage, ob dir eine Abfindung zusteht oder nicht, nicht ohne weitere Infos beantworten.

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Das hättest du klären sollen BEVOR du unterschreibst.

Oft bekommt man eine Abfindung eben um ohne Probleme zu gehen und im Besten Falle selber zu kündigen.

Jetzt heißt es schnell zum Anwalt und mit der Forma reden, sonst gehst du leer aus.

Einen Anspruch hast du rechtlich in dem Falle, soweit ich weiß, nämlich nicht.

Guck mal in deinen Tarifvertrag ob da was steht.

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Allein aufgrund Deiner Betriebzugehörigkeit hast Du keinen Anspruch auf eine Abfindung - siehe auch http://www.abfindunginfo.de/abfindungsanspruch-und-betriebszugehorigkeit

Stand im Kündigungsschreiben als Grund "wegen andauernder Krankheit" oder war das nur eine mündliche Begründung - hoffentlich unter Zeugen. Denn einfach "wegen andauernder Krankheit" kündigen ist nicht zulässig. In dem Fall solltest Du gegen die Kündigung klagen. Dazu brauchst Du nicht unbedingt einen Anwalt; kannst die Klage auch bei Gericht zu Protokoll geben. Da wird Dir geholfen.

Sollte die Kündigung unwirksam sein und in Deinem Betrieb das Kündigungsschutzgesetz wirken, könntest Du entweder den Arbeitsplatz erhalten oder eine Abfindung aushandeln.

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Denke nicht... wegen Krankheit gekündigt zu werden ist allerdings auch eigentlich nicht so einfach so das die meisten Firmen einen Aufhebungsvertrag anbieten und darin dann eine Abfindung drin ist...
Da du unterschrieben hast wird dir wohl nix zustehen

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§ 1a Kündigungsschutzgesetz ist der Abfindungsanspruch bei

betriebsbedingter Kündigung geregelt. Wenn Du wegen der
Langzeiterkrankung gekündigt wirst, ist die Kündigung personenbedingt.

Abfindungen werden vom AG i.d.R. dann angeboten wenn der zu
kündigende AN nur sehr schwer/gar nicht zu kündigen wäre, um lange
Kündigungsfristen (in Verbindung mit einem Aufhebungsvertrag) oder eine
Kündigungsschutzklage zu vermeiden. Dann gibt es Abfindungen wenn
betriebsbedingt mehrere AN gekündigt werden müssen und der AG mit dem
Betriebsrat einen Sozialplan abschließt.

Du kannst versuchen bei einer Kündigungsschutzklage beim
Arbeitsgericht eine Abfindung zu bekommen. Üblich ist hier ein halber
Bruttomonatslohn je Beschäftigungsjahr.

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Hoffentlich hast Du nur den Erhalt unterschrieben und keine Einverständniserklärung! Wenn vertraglich kein Anspruch auf Abfindung besteht, solltest Du über einen Anwalt trotzdem versuchen, eine Abfindung aufgrund der Umstände zu erstreiten - das aber dalli. 3 Wochen nach Kündigungsdatum ist nämlich alles zu spät

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Es gibt keinen generellen gesetzlichen Anspruch auf eine Abfindung bei Kündigung. Es gibt zwar Ausnahmen wo man rechtlich einen Anspruch hat, diese sind aber normalerweise schon im Arbeits oder Tarifvertrag festgehalten.

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Warum um alles in der Welt unterschreibt man eine Kündigung, ohne sich vorher von einem Fachanwalt für Arbeitsrecht beraten zu lassen?

Auch Deine Frage nach einer evtl. Abfindung kann man so pauschal nicht beantworten!

Lass Dich schnellstens anwaltlich beraten!

Alles Gute

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Ich würde auch dringend ein anwaltliches Beratungsgespräch empfehlen.

Mit 22 Jahren Zugehörigkeit ist man nicht so einfach zu kündigen. Inwieweit Deine Unterschrift jetzt eine Rolle spielt und was zu machen wäre sollte doch eher ein Fachmann beantworten.

Halt oft krank ist kein Kündigungsgrund. Seit 5 Jahren immer mit der gleichen Krankheit 3 Monate im Jahr ausgefallen und keine Besserung in Sicht wäre schon eher eine Kündigungsmöglichkeit für den Betrieb.

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Wenn es keine betriebliche oder tarifliche Grunglage gibt wird kein Anspruch bestehen.

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