Hab ich das mit der Dolchstoßlegende richtig verstanden?

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7 Antworten

Das hast du richtig verstanden.

Die Oberste Heeresleitung unter Ludendorff hat selber Friedensfühler ausgestreckt, weil das deutsche Heer am Ende war und der Krieg nicht zu gewinnen war. Man wollte den Krieg auch nicht nach Deutschland tragen.

Derselbe Ludendorf tat sich dann als Chauvinist in der "Völkischen Bewegung" hervor und vertrat vehement die Dolchstoßlegende.

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Doch, so ist es richtig. Ihr Argument war praktisch, dass bis zum Kriegsende noch kein feindlicher Soldat seinen Fuß auf deutschen Boden gesetzt hatte. Natürlich war der Krieg längst entschieden und die Entscheidung absolut richtig.

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Die deutschen Truppen sind damals kurz nach Beginn des 1. WK fast bis nach Paris vorgestoßen. Aber wegen vieler taktischer und strategischer Fehler, mussten die sich wieder zurück ziehen. Das haben damals viele Soldaten nicht verstanden.

Deshalb hatten es konservative Kräfte auch leicht, solche Gerüchte in die Welt zu setzen und Stimmung zu machen. Man hat so getan, als hätte man mit Absicht die Soldaten zurück gezogen, dabei war das notwendig.

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Stimmt doch ungefähr , was du in der Frage formuliert hast.

Hier nochmal die Zusammenfassung, frei nach Wikipedia:

Die Dolchstoßlegende (auch: Dolchstoßlüge) war eine von führenden Vertretern der deutschen Obersten Heeresleitung (OHL) initiierte Verschwörungstheorie, die die Schuld an der militärischen Niederlage des Deutschen Reiches im Ersten Weltkrieg vor allem auf die Sozialdemokratie abwälzen sollte. Sie besagte, das deutsche Heer sei im Weltkrieg „im Felde unbesiegt“ geblieben und habe erst durch oppositionelle „vaterlandslose“ Zivilisten aus der Heimat einen „Dolchstoß von hinten“ erhalten. Antisemiten verknüpften „innere“ und „äußere Reichsfeinde“ dabei zusätzlich mit der Chimäre vom „internationalen Judentum“.

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Naja, einen kleinen Fehler hast Du drin. Die OHL hat selbst die Reichsregierung zur Kapitulation gedrängt. Wohlgemerkt war die Regierung, die den Versailler Vertrag unterzeichnete eine völlig andere, nämlich eine sozialdemokratische. Und obwohl auch schon im Oktober 1918 extra das Kabinett umgebildet worden war, auf Wunsch des Kaisers, um Friedensverhandlungen einzuleiten, war die Unterzeichnung des VV für die konservativen und nationalistischen Kräfte im Reich eine Steilvorlage. Und Ludendorff, der noch auf die Kapitulation gedrängt hatte, schrie mit am lautesten "Dolchstoß, Dolchstoß..."

Für alle Freunde des gepflegten Kabaretts hier noch ein schönes Video:

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Kommentar von Nietzsche81
12.10.2010, 20:13

Okay, ich geb zu, es ist erstens Kritik von der anderen Seite und die ist vielleicht im Gegensatz zur Dolchstoßlegende gar nicht so unberechtigt. Es fiel mir nur in dem Zusammenhang eben ein.

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Kommentar von Albrecht
12.10.2010, 20:24

Den Versailler Vertrag unterzeichneten für die deutsche Reichsregierung Außenminister Hermann Müller (SPD) und Kolonial- und Verkehrsminster Johannes Bell (Zentrumspartei).

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Nach diesen Kommentaren habe ich mir auch mal WIKIPEDIA angeschaut und da steht ganz klar, daß die Schilderung EINES DOLCHSTOSSES IN DEN RÜCKEN zuerst verwendet wurde von dem BRITISCHEN General NEILL MALCOLM im Juli 1919 und dies erstmals öffentlich in der Presse gemeldet wurde von der NEUEN ZÜRICHER ZEITUNG am 17. Dezember 1918, die schon damals wie heute aus der SCHWEIZ = CHIASSO kam.

Klar, daß sich dann auch noch ANDERE fanden, die Spaß an dieser Ausrede hatten.

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Aus Wikipedia

"Die Dolchstoßlegende war eine von führenden Vertretern der deutschen Obersten Heeresleitung (OHL) initiierte Verschwörungstheorie, die die Schuld an der militärischen Niederlage des Deutschen Reiches im Ersten Weltkrieg vor allem auf die Sozialdemokratie abwälzen sollte. Sie besagte, das deutsche Heer sei im Weltkrieg „im Felde unbesiegt“ geblieben und habe erst durch oppositionelle „vaterlandslose“ Zivilisten aus der Heimat einen „Dolchstoß von hinten“ erhalten."

Was ist daran kompliziert?

Besser kann man es nicht ausdrücken!!

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