Hab gerade eben fristlos gekündigt und das bisher zum ersten Mal!

...komplette Frage anzeigen

12 Antworten

Erst mal musst du wissen, dass du "fristlos" nur mit einem besonderen Grund kündigen kannst

Es ist also durchaus möglich, dass du dich einer Vertragsverletzung schuldig gemacht hast. Das könnte dann enen nicht unerheblichen Schadensersatz nach sich ziehen.

Bei einer Eigenkündigung, die nicht ausreichend begründet ist, hast du mit12 Wochen Sperre zu rechnen. Das zieht wederum nach sich, dass du auch nict krankenversichert bis. Da diese Krankenversicherung aber verpflichtend ist, wirst du selbst zahlen müssen.

AlG 2 erhältst du in diese Situation, zwar wenn du "bedürftig" bist, musst aber damit rechnen, die Leistung zurück zahlen zu müssen.

Mit diesem Hintergrnd könnte es also auch ohne weteres länger dauern, bis du eine neue Firma gefunden hast.

Kein Personalchef ist wild darauf, jemanden einzustellen, der sich an Verträge einfach nicht hält.

Grundsätzlich gilt: Man kündigt weder Arbeitsstelle noch Wohnung, bevor man einen neuen gültigen Arbeits- oder Mietvertrag vorliegen hat.

Sie werden eine dreimonatige Sperrfrist vom Arbeitsamt bekommen, weil Sie Ihre Arbeitslositkeit selbst verschuldet haben. Das Arbeitsamt interssiert es herzlich wenig, wie das Arbeitsklima war oder ob Sie häufig Uebestunden leisten durften ... das geht vielen anderen genauso, ohne dass gekündigt wird.

Sie müssen sich persönlich beim Arbeitsamt melden und einige Formulare ausfüllen. Stellen Sie sich schon mal darauf ein, dass man Sie nicht gerade mit "Samthandschuhen" anfasssen wird. Sie müssen sich darauf einstellen, dass man Ihnen beispielsweise "unzumutbare" Arbeitsstellen nachweist: Man wird Sie "testen" wollen, ob Sie tatsächlich "arbeitswillig" sind oder es sich bei Ihrer Kündigung nur um vorgeschobene Gründe handelt.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie müglichst bald wieder eine Arbeit finden!

Sperre muss nicht unbedingt sein - es gibt wichtige Gründe, die gesetzlich geregelt sind, und eine Sperre verhindern. Dazu zählt z.B. der ärztliche Rat (den hattest du nicht, oder?) bzw. Mobbing oder Ähnliches. Bevor du zum Amt gehst, würde ich mich noch einmal schlau machen, was alles ein wichtiger Grund ist und schauen, ob das bei dir zutrifft. Letzen Endes war es dir anscheinend nicht mehr zumutbar, weiterhin dort zu arbeiten. Das muss doch einen Grund haben, der richtig formuliert oder erklärt eventuell die Sperre verhindert.

Ob das Amt dir dann glaubt und in deinem Sinne zustimmt, steht natürlich auf einem anderen Blatt Papier...

"Nachgeschobene Gründe" werden auf keinen Fall akzeptiert.

0

Hallo, Du wirst mit Sicherheit eine Sperrzeit bekommen, denn es ist Dir zuzumuten, dass Du Dich erst um eine neue Stelle bemühst und nicht Arbeitslosigkeit herbei führst.

Richtiger Weg werde gewesen. Erst arbeitssuchend melden. Dem Vermittler Deine Situation schildern und dann kündigen, sobald Du etwas neues hast.

Jetzt ist es schwierig nachzuweisen, dass die jetztige Stelle unzumutbar gewesen wäre, außer, es handelt sich um einen sittenwidrigen Arbeitsplatz. (z.B. Dumpinglöhne, unzumutbare Arbeitsbedingungen. Diese muss man jedoch nachweisen)

Beratung für Mitglieder leistet auch der Sozialverband, wenn Du keinen Anwalt einschalten möchtest.

Hat dein AG der fristlosen Kündigung zugestimmt und du hast das schriftlich? Ist das Ein Aufhebungsvertrag? Was steht denn da drauf?

Wenn du wirklich und wirksam geküdigt hast, wirst du eine 3-monatige Sperre bekommen - da hilft dir auch kein Anwalt raus.

Nein, ich es ist kein Aufhebungvertrag. Ich habe geschrieben das ich hiermit zum 2.11. fristlos Kündige.

0
@BreakTheLaw09

tja, auch in der Probezeit gibt es eine Kündigungsfrist und die beträgt 14 Tage - du kannst also im Grunde nicht fristlos kündigen, nur weil es dir zu anstrengend ist -aus Verträgen gibt es Verpflichtigungen .... ich gehe also davon aus, dass deine Kündigung so unwirksam ist.

0
@angy2001

Leider nein. Stimmt der Arbeitgeber diesem zu, ist sie wirksam. Das hat er sicherlich getan.

0
@phonico

Wer will den so jemanden mit Gewalt halten? Die sind froh, ihn billig losgeworden zu sein.

Die Bestätigung ist sicher schon "schriftlich" unterwegs.

0
@DerHans

Nein, ich habe bisher noch keine Bestätigung der Kündigung erhalten. Was genau bedeutet das nun, wenn die Kündigung bisher noch unwirksam ist? Wie soll ich am besten vorgehen?

0

Ist dir bewusst, dass "fristlos kündigen" nicht automatisch heißt, dass du da nie wieder aufschlagen musst? Es gilt innerhalb der Probezeit eigentlich immer eine Kündigungszeit von 2 Wochen. Schau noch einmal in deinen Arbeitsvertrag. Im Zweifel musst du dich noch krank schreiben lassen um nicht mehr dahin zu müssen. :-( Viel Glück bei der Jobsuche!

"musst dich vorher erst noch krankschreiben lassen". Genau diese Sch...-Einstellung ist der Grund dafür, dass Arbeitgeber es sich heute zigmal überlegen, bevor sie jemanden unbefristet einstellen. Der Arzt wird sehr oft als Ausreden-Automat mißbraucht und macht da auch noch mit. Gnade Gott den Arbeitgebern, die völlig unloyale Mitarbeiter wie dich haben!

0
@hiphoptiptop

Ja, nur deswegen, weil die ganzen bösen Arbeitnehmer die Situation ständig ausnutzen. Ich bin mir sehr bewusst, dass es auch eine Menge illoyaler und fauler Leute gibt, die Arbeitgebern das Leben schwer machen. Aber als Begründung, um keine unbefristeten Arbeitsverträge mehr abzuschließen? Dafür gibt es eine Probezeit (6 Monate dürfte reichen!). Meine Erfahrung ist, dass unbefristete Verträge zu gern genutzt werden, um den Druck auf die Arbeitnehmer hoch zu halten. So wie die Situation hier beschrieben wird, kann man tatsächlich krank werden und eh man in der Firma noch Spießruten läuft, bis es vorbei ist, halte ich ebenso für nachvollziehbar und hat mit dem "ich lass mich mal krank schreiben, weil ich keinen Bock auf Arbeit hab" nichts zu tun. Oft wird man nach einer Kündigung ohnehin freigestellt.

0
@AnneMeyer

Hier hatte aber jemand einen Arbeitsplatz, und verlässt ihn mit fragwürdigen "Begründungen" von heute auf morgen, grob fahrlässig. Und dann wird erwartet, dass die Allgemeinheit zahlt. Wozu egentlich?

0
@DerHans

Ich könnte platzen... was soll das hier? Ich lasse mich nicht einfach krank schreiben weil ich keinen Bock habe nur weil ich es hier erwähne, dass man das in Betracht ziehen könnte/müsste. Ich wollte Aber wenn sich jemand unwohl fühlt und BEWUSST von selbst kündigt um keinen Tag länger dort sein zu müssen ist das vllt die einzige Möglichkeit. Ich denke, dass derjenige der sich hier an uns gewandt hat auch auf die 2 Wochen Gehalt verzichten würde....

0

Soviel ich weiß, gibt es eine dreimonatige Sperrfrist, wenn man selber kündigt. Hast du dich sehr im Zorn getrennt? Sonst könntest du vielleicht eine "im gegenseitigen Einverständnis wird das Arbeitsverhältnis aufgelöst"- Erklärung von der Firma erhalten, das wäre, glaub ich besser für dich.

im gegenseitigen Einverständnis wird das Arbeitsverhältnis aufgelöst

bedeutet ebenfalls 3 Monate Sperrzeit.

0

Das bedeutet 3 Monate (12 Wochen) keine Arbeitslosenunterstützung für Dich, weil Du Deine Arbeitslosigkeit selbst verschuldet hast.

Diese Sperre ist rechtmäßig, auch mit einem Anwalt hast Du keine Chance, dagegen erfolgreich vor zu gehen.

Der Arbeitsplatz ist kein Ponyhof, da muss man sich heutzutage schon was gefallen lassen.

Ich hoffe, Du lernst was daraus.

Naja, dann können mich eben beide mal, das Amt + der Arbeitgeber.

Scheiß auf die und deren Almosen lol.....

0

Du hättest dich kündigen lassen sollen,etwa wenn du öfters kramk gewesen wärst ,hätten die dich dann mit Sicherheit auch gekündigt.So wirst du wohl jetzt für 3 Monate kein Geld bekommen vom Amt.Da kann auch kein Rechtsanwalt helfen.

Du hättest dich kündigen lassen sollen, man kann es ja provozieren.

Ja, ich weiss. Aber ich war gerade Vorort und es hat sich so ergeben. Pech...

0
@BreakTheLaw09

Kann mir bitte aber jemand noch beantworten ob ich mit einer Kopie der Kündigung zum Amt muss oder das auch nur so persönlich dort sagen kann ??

0
@BreakTheLaw09

nimm die kopie mit...

wünsche dir alles gute...auch wenn deine kündigung, sagen wir mal, überstürzt war...kann ich dich irgendwie verstehen. hatte auch mal eine ganz "tolle" arbeitsstelle...

0
@Zauberhexe5

Danke !! Das Leben geht weiter, ich nimm das alles mit etwas Humor. Wegen Geld werde ich bestimmt niemals anfangen zu weinen :)

0
@BreakTheLaw09

eben...es geht immer weiter.

vielleicht findest du auch schnell wieder eine neue arbeit...

0

Das ist der Grund, warum es kaum noch unbefristete Stellen gibt. Man sollte eine Kündigung nie provozieren, sondern sich sofort nach was besserem Umsehen. Wenn die Arbeitnehmer einem Arbeitgeber weglaufen, dann macht er was offensichtlich falsch.

0

Da du gekündigt hast, wirst du eine Sperre bekommen. Hättest mal besser durchgehalten, bis du einen anderen Job gefunden hast.

Wie lange geht so eine Sperre? Da muss man doch was machen können, oder nicht? Es war unzumutbar.

0
@BreakTheLaw09

Du kannst versuchen über das JobCenter ein Darlehen zur Überbrückung der Sperrfrist zu bekommen. Ist aber kein Rechtsanspruch, sondern eine Einzelfallentscheidung des Amtes.

0

Bist Du noch in der Probezeit ??

Ja, war ich noch. Warum ?

0
@BreakTheLaw09

Wenn Du in der Probezeit kündigst/gekündigt worden bist, hast Du mit keinen Sanktionen zu rechnen. Wenn Du zuvor ALG bezogen hast, setzt es wieder in Kraft.

0
@cinderella666

Bin ich mir nicht so sicher, hab schon viele Sperrzeiten auch innerhalb der Probezeit erlebt. Er hätte vor der Kündigung sich bereits asu melden müssen.

0
@lennier101

Jo, vor allem fristlos zu kündigen. Es wird in jedem fall eine Sperrzeit geben.

0
@phonico

Hat Dein Arbeitgeber denn die Kündigung schon anerkannt ??? Denn auch in der Probezeit gibt es Die eingehalten werden muss. Arbeitsgericht Bad Kreuznach, Urt. v. 21.07.2006 - 7 Ca 393/06

0

Was möchtest Du wissen?