Haaranalyse nach positiv angedeuteter Alkohol-MPU?

... komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Hallo Antistaat,

da bist du bei deiner Vorbereitung tatsächlich schlecht beraten worden. Es ist mittlerweile bei der MPU "gang und gäbe" das bei Alk.fragestellungen ohne Nachweis, eine Haaranalyse gefordert wird bzw. werden kann.

Erbringst du diesen Nachweis nicht, wird deine Begutachtung negativ beschieden.

Es kommt jetzt ganz darauf an welches Trinkverhalten (welche Mengen) du bei der MPU angegeben hast. Sollten diese sich nicht mit der Wahrheit decken und dein Konsum war weitaus höher, so ist die Gefahr eines neg. Gutachtens sehr hoch. Ebenso wenn die Werte einen "moderaten Konsum" überschreiten.

Über die Menge an EtG im Haar ist eine Aussage über das Ausmaß des Konsums möglich:

< 7 pg/mg Haare = Abstinenz, geringer Konsum

7-30 pg/mg Haare = moderater Konsum (10-40g/d)

> 30 pg/mg Haare = exzessiver Konsum (>60g/d)

Gruß Nancy

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Antistaat
18.01.2016, 12:25

Hallo, das ist wenigstens mal eine aussagekräftige Antwort. Gehen wir mal davon aus das ich über 30 komme. Wie geht es dann weiter?

1

Es klingt etwas "unwahrscheinlich", NACH der MPU - Begutachtung noch eine Haaranalyse anzufordern. ABER eventuell ist die genaue Beurteilung  des Gutachtens ja auch noch solange nicht abgeschlossen, wie Du diese ( mögliche  ? ) Nachforderung noch nicht erfüllt hast.

Es mag zwar richtig sein, dass bei knapp über einem , aber unter 1,6 Promille noch kein Abstinenznachweis gefordert ist, aber Du wurdest laut eigener Aussage bereits 3 x mit Werten um ca. 1 Promille auffällig.

Da KÖNNTE es durchaus darum gehen, dass man Deine Angaben bezüglich des Umganges mit Alkohol nicht mehr so ohne weiteres Glauben schenken mag und ggf. langfristigen Missbrauch bzw. gar eine Graduierung einer gewissen Alkoholkrankheit / Abhängigkeit annehmen / argumentieren wollte.

Denn DAS ist DAS Problem der "Widerholungstäter". Je häufiger, umso schwieriger die eigene Argumentation bzgl. Glaubwürdigkeit mit dem Standpunkt des " kontrollierten Trinkens ". Denn es scheint ja mittlerweile 3 x damit nicht geklappt zu haben.

Das ist nur ein Versuch der Erklärung, warum nun eine solche Nachweisbringung nachgefordert wird.

Denn für mich deutet es ansonsten mal grob darauf hin, dass DIESE MPU schon stark auf der Kippe zum "Negativ" stehen wird. Und bringst Du die Analytik nicht bei, so wird es noch deutlich wahrscheinlicher dieses mal "negativ" ausfallen.😕

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Antistaat
11.01.2016, 14:33

Hallo, klingt nachvollziehbar. Was allerdings mein Problem an der Sache ist, ist das kein Mensch in der MPU-Vorbereitung inkl. vielen Einzelgesprächen diese "Option" einer MPU Bearbeitung erwähnt hat um sich hierauf körperlich und finanziell vorbereiten zu können. Ich habe lediglich eine Frist von 3 Werktagen hierfür bekommen und bin leider berufstätig. Wofür habe ich hier 1500,--€ bezahlt . Auf Basis dieser unvollständigen Vorbereitung schwindet nun meine erarbeitete Chance den Führerschein wieder zu sehen.

0

Was möchtest Du wissen?