H20 Elektrolyse mit NaCl

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5 Antworten

Hallo! Mit Elektrolyten leitet eine wässrige Lösung den Strom besser. An der Anode findet eine Oxidation statt- es werden Elektronen (zB von den Anionen) aufgenommen. An der Kathode werden Elektronen abgegeben (ZB an Kationen).

Im einfachsten Fall, mit wässriger Lösung und Kohleelektroden, die mit Gleichstrom versorgt werden passiert folgendes, wenn man NaCl zum Wasser dazugibt:

Cl- wird zu Cl2 oxidiert und Na+ wird zu Na reduziert. Das Na reagiert sofort mit Wasser zu Na+ und OH-.

Das heißt von einer Elektrode steigt Chlorgas auf und die Lösung wird immer mehr basisch.

Was genau an den Elektroden passiert hängt aber immer vom Elektrodenmaterial und der Elektrolytzusammensetzung ab.

Grüße PJ

Reines Wasser lässt sich kaum vernünftig elektrolysieren, denn für die Aufspaltung von Wasser werden so extreme Energien benötigt, dass das ganze schlagartig passieren würde. Wir wollen aber eher einen langsamen, stetigen Vorgang.

Der Trick mit den Ionen ist, dass zB ein positiv geladenes Ion Wasser so zu sich hin zieht, dass das O zum Ion hinzeigt und die H davon weg (Dipolcharakter von Wasser). Dabei werden die Elektronen des Wassermoleküls etwas näher zum Ion und zum O hingezogen, was dazu führt, dass das H etwas positiver ist, also am Minuspol eher Elektronen aufnimmt.

Umgekehrt gilt das natürlich auch am Pluspol, mit Minusionen und dem O.

Besser wäre mir jetzt neu. Es entsteht dabei evtl. auch Chlor.

damit das wasser besser leitet...

gestern kam ein beitrag im zdf, dass diese methode für die erstellung von desinfektionsmitteln genutzt wird...

Genau. Zum Beispiel in Entkalkungsanlagen die über Ionenaustauscher funktionieren. Alle 48-72h werden die Austauscher mit Wasser gespült und mit NaCL Lösung regeneriert. Vorher wird ein bisschen NaCl Sole mit Strom an Kohleelektroden zu Chlorgas zerlegt und damit wird die Anlage desinfiziert (ähnlich wie im Schwimmbad)

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