Gutes Schlafritual für 13 Minate altes Kind?

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5 Antworten

Hallo Verwirrt27,

Du hast völlig Recht, dass es falsch ist ein Kind in den Schlaf schreien zu lassen. Wie soll denn ein Kind lernen, dass es schön und angenehm ist ins Bett zu gehen, wenn man es so anpackt?! Schade, dass ihr Euch überreden habt lassen, aber uns ging es damals ähnlich ;)

Veränderungen müssen in kleinen Schritten angefangen werden.

Mit Begin des Laufalters haben viele Kinder Schwierigkeiten einzuschlafen, weil sie vom Laufen üben völlig erschöpft und überdreht sind, weil sie unruhig sind durch den Drang die Welt zu erkunden, weil sie im Schlaf so viele neue Eindrücke und Bewegungen verarbeiten müssen und dadurch schon beim Einschlafen zappeliger sind als sonst.

Schläft er bei Euch im Bett oder im Beistellbett? Für auf dem Arm einschlafen lassen ist er vermutlich wirklich so schwer. Ich wundere mich, wie ihr es so lange durchgehalten habt! Wir hatten ab dem 5. Monat genug vom Tragen ;)

Wichtig ist, dass es jeden Abend den gleichen Ablauf gibt. Bei uns war das Abendessen - etwas ruhig spielen - Zähne putzen, Waschen - Schlafanzug und Sack anziehen - Buch lesen bereits im Bett - neben Eltern einschlafen, fals nötig noch ein Schlaflied und die "Geheimwaffe": Ein Schlaflicht von Fisherprice mit Meeresrauschen, Licht und sich bewegenden Fischen. Auch empfehlenswert finde ich die Schlaftiere von Cloud B (Besonders die Licht-Schildkröten, wir hatten allerdings "nur" die Giraffe).

In dem Alter kann er ja schon ein bischen verstehen. Ich würde daher mit ihm sprechen und erklären, dass er schon ein großer Junge ist. Zu groß zum Tragen. Und groß genug um ohne Tragen zu schlafen. Ihm weil er schon groß ist so ein Tier/licht schenken und sagen, dass er am Abend mit dem Tier spielen darf, statt tragen. Sonst alles so lassen wie bisher, auch die Flasche. Aber Tier/licht statt Tragen, damit dürfte er einverstanden sein. "Du bist groß genug" ist überhaupt ein Zauberspruch, mit dem man vieles erreicht ;)

Dann mit ihm ins Bett legen und bei Bedarf noch auf dem Bauch schaukeln, Rauschtier/licht anmachen oder vorsingen, bis er schläft. Ein bischen "Knöttern", "Motzen" oder "Meckern" lassen ist ok, ihr merkt als Eltern am Besten, ob er ausdrückt, dass er unzufrieden mit der Veränderung ist (das ist normal und ok), oder ob er Angst hat, traurig ist und Euch braucht.

Wenn das gut klappt ohne Tragen den nächsten Schritt machen (z.B. statt Flasche ein Becherchen, statt Milch Milch-Wasser, statt dabei liegen dabei sitzen etc.).

Bei uns hat das gut funktioniert und ab dem dritten Geburtstag hat unsere Tochter prolemlos im eigenen Bett im eigenen Zimmer geschlafen (Zauberspruch: "Du bist schon groß" ;). Sie schläft auch alleine ein, nachdem sie im eigenen Bett noch ein paar Minuten gelesen hat und ruft, wenn wir kommen sollen zum Licht ausmachen und gute Nacht Kuss geben. Es ist überhaupt nicht so, dass Kinder nicht selbstständig schlafen lernen, wenn man sie nicht schreien lässt! Im Gegenteil. Ich bin sicher dass Kinder die schreien müssen später irgendwann Schwierigkeiten haben (Alpträume, Angst vor dem Duneln, Unwillen ins Bett zu gehen).

Ein gutes Buch zum Thema ist eines von William Sears (Ich habe es auf Englisch, deshalb kann ich den Titel nicht nennen, aber auf Deutsch gibt es sogar mehrere von ihm).

LG und viel Erfolg! Hourriyah

also meine tochter(14 monate) schrie sich am anfang auch in den schlaf ---allerdings dauerte das ca. 10 minuten, alles was drüberrausging hab ihc sie wieder aus dem bet geholt und beschäftigt bis sie fast beim spieln einschlief---es ging damals einfach nciht anders und sie hat das super verkraftet und schläft jetzt auch total schnell ohne schreien ein ... ich denke es ist eine große hilfe wenn du ein nachtlicht für deinen sohn kaufst meine tochter fühlt sich damit ziehmlcih wohl und kinder solln ja auhc nciht im dunkeln schlafen ... wenn das ncihts hilft noch etwas nervenaufreibendes : setz dich neben ihn und streichel ihn bis er einschläft , irgendwann kannst du das dann kürzer machen und nach einiger zeit streichelst du ihn 2 mal und kannst dann gehn ... meine tochter hat auch gelernt kuss und streicheln bedeutet "mama kommt erst morgen wieder"

Hallo,

nach dem Abendessen noch einen Abendspaziergang machen, damit dein Sohn richtig schön müde wird. Dann die Zähnchen putzen und leg dich mit ihm ind Bettchen. Mach das Licht dunkler und les ihm so lange eine Geschichte vor, bis er schläft. Evtl. auch Lied singen oder Bilderbuch anschauen, aber alles mit gedämpftem Licht.

Ich hatte ähnliche Probleme mit meiner Tochter =) Mittagsschlaf ist immer noch die reinste Katastrophe (ausser in der Kinderkrippe) aber Abends klappt es jetzt super (sie ist 2 1/2) Es gibt Abendessen, dann wird noch ruhig gespielt, vor dem Schlafen zähne putzen, und dann wird noch was vorgelesen, evtl noch kurz gekuschelt o.ä. und dann gehe ich aus dem Zimmer raus, sie ruft zwar oder kommt auch selber nochmal, aber es wird immer besser =)

Ich habe das 2 Jahre lang gemacht mich mit ihr ins Bett zu legen und muss sagen das das wirklich katastrophal war, weil sie einfach nich geschlafen hat ich war wohl einfach zu interessant :D

und was meiner meinung nach auch wichtig ist egal wie, eine feste zeit wo die kleinen ins bett gehen.

Auch wenn es jetzt sehr anstrengend sein mag, ihr findet euren Rythmus noch :D

Viel Glück

Ich habe 3 Kinder groß gezogen und alle drei haben sich anders verhalten, nicht nur beim Einschlafen. Gerade bekomme ich ab und zu mit, wie sich meine Enkelin verhält wenn sie abends ins Bett muss. Sie ist jetzt gerade fast 14 Monate alt und marschiert am liebsten den ganzen Tag durch die Gegend. Abends ist sie oft so müde, dass sie fast über ihre kleinen Füße stolpert aber das ist kein Garant dafür, dass sie auch sofort schläft.

Meistens brabbelt sie vor sich hin und das kann bis zu 1 1/2 Stunden dauern. Irgendwann nickt sie dann weg. Manchmal ist sie aber auch überdreht, vor allem dann, wenn sie zwischendurch mal ganz kurz geschlafen hat. Das hat manchmal den Effekt als wäre ein Akku aufgeladen worden aber wirklich einschätzen lässt sich das nie. Sie ist allerdings kein wirkliches Schreikind, das hat sie in den ersten 6 Wochen wohl 'abgearbeitet'.

Es wird meistens besser, wenn die Kommunikation zwischen Eltern und Kind besser funktioniert. Babydeutsch und Elterndeutsch müssen ja erstmal kompatibel werden. Meine Enkelin erzählt viel aber niemand versteht sie. Das funktioniert nur bei einzelnen Worten aber nicht wenn es um Befindlichkeiten geht.

Aus Erfahrung kann ich nur sagen, dass alles irgendwann gut wird aber es ist immer auch Geduld gefragt. Ein Patentrezept gibt es nicht, dann wäre ja immer alles ganz einfach und dass es einfach wird, hat uns niemand in die Hand versprochen.

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