Guter Grund für Nach - Namensänderung?

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WICHTIGER Grund:

wenn Du Meier, Müller, Schulze heißt, dann hast Du den wichtigen Grund.(Sammelname). Auch bei Kakbollen (s.u.), Fi*cker, Schlumpf (anstößig, lächerlich) oder Prszczyckyscski (ein wenig schwiergig in der Ausssprache) musst Du DIr um den wichtigen Grund keinen Kopf machen.

Der prügelnde (und deswegen vorbestrafte) Stiefvater, der darüber hinaus unter einem relativ seltenen Namen schwer kriminell ist, könnte auch noch greifen.

Die Unfähigkeit, sich mit einem Namen identifizieren zu können, wird gerne genommen. Allerdings nicht sehr erfolgversprechend.

Bliebe eine (nicht nur marginale) psychische Belastung, die ihre Ursache in dem Namen hat. Das bedarf dann eines aussagekräftigen psychologischen Gutachtens.

Eine NÄ allerdings eher nicht in Richtung auf den Namen des 'Erzeugers'. Der dürfte aufgrund der Herkunft wiederum änderungsfähig sein. Und wo soll außerdem die Identifikation mit diesem Dir völlig fremden Namen herkommen?

Es bliebe dann der Name, unter dem Du geboren wurdest.

Kannst ja hier mal stöbern (ab Nr. 27 wird es interessant). http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_11081980_VII31331317.htm

Hallo,

vielen Dank für die Antwort. Das bringt mich sehr viel weiter! Ich weiss nicht genau ob der Name nun unter den Grund "Sammelname" fällt? Der Nachname ist Peter. Daran stört es mich auch einfach das dieser Name oft für meinen Vornamen gehalten wird. Es gab gelegentlich die Situation in der ich beim Ausfüllen von Formularen am Ende als Herr Peter Maximilian eingetragen wurde. Allgemein finde ich es nicht schön einen Vornamen als Nachnamen zu haben.

Ich möchte den Nachnamen meines Vaters aus verschiedenen Gründen annehmen. Der wichtigste ist aber tatsächlich die Identifikation, ob ich Ihn nun kenne oder nicht, ich möchte aber, da mir Zeit meines Lebens verboten wurde Ihn wirklich kennen zu lernen, zumindest ideell mit ihm verbunden sein. Ich möchte seinen Namen weitergeben! Ich werde wohl leider auch nicht die Möglichkeit bekommen ihn kennen zu lernen, im Dezember wurde er 80 Jahre alt, d.h. er kann auch nicht mehr einfach so rüberkommen... Bis ich rüberfliegen könnte, würde es noch sehr lange dauern - momentan fehlt als Student einfach das Geld. Also bleibt mir momentan nur das Briefe schreiben... ein telefon hat er nicht.

Das Thema mit dem nicht identifizieren trifft ja auch zu, aber das dieser Grund oft genannt wird und eher wenig erfolgsversprechend ist habe ich mir schon gedacht.

Die Kinder/Jugendzeit war nicht so das ich gerne in Erinnerungen schwelge, ich habe mir in igendeiner Weise auch gedacht, ich könnte mit dem annehmen des Namens meines Vaters mit den ganzen Vergangenheitsdingen abschließen und ein neues Leben beginnen. Momentan ärgere ich mich einfach noch viel zu viel über damaliges. Ich weiss nicht ob das damit zusammenhängt, oder wie auch immer... in den letzten Jahren hatte ich oft das Gefühl eines Neuanfangs, ich bin in 4 Jahren 8 Mal umgezogen und ich denke durch diese sehr personifizierende Änderung könnte ich Ruhe finden. Das müsste wahrscheinlich aber alles durch ein psychologisches Gutachten belegt werden, das wird aber wohl leider recht teuer....

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@Robespierre

Könnte ich mich im Prinzip nicht auf das unter 27 geschriebene:

"g) der Vater eines nichtehelichen Kindes diesem Kind seinen Familiennamen erteilt (§ 1618 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs)."

berufen?

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@Robespierre

Die Namensänderungsverwaltungsvorschrift hat leider nicht Schritt gehalten mit der Änderung anderer Gesetze. 1618 I BGB sieht diese Möglichkeit nicht mehr vor (http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1618.html). Im übrigen geht Einbennenung auch nur für minderjährige Kinder ('Der Elternteil, dem die elterliche Sorge - 1617a II, 1618 I BGB).

Sammelname ist der Name sicherlich nicht. Allerdings kann ein Vorname als Familienname für den Namensträger eine Belastung darstellen. Hätte ich während meiner aktiven Dienstzeit so gesehen. Wenn Verwechselungen belegbar sind, wäre das ein Ansatzpunkt für ein Gespräch mit der NÄ-Behörde.

Fragen kostet nichts und macht schlau. Und Frage bei der zuständigen Behörde hat zudem den Vorteil, dass die Auskunft richtig ist. Jedenfalls hat sie zunächst diesen Verdacht gegen sich.

Ob am Ende allerdings der angestrebte Name des japanischen Vaters steht ...

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@stgallus

Danke! Ich werd mich aufjedenfall mal mit der zuständigen Sachbearbeiterin unterhalten, momentan ist sie noch bis mitte nächster Woche im Urlaub.

Sollte es also durchgehen, dass anerkannt wird, dass der Nachname Peter mir abgenommen werden kann, ist es also noch immer fraglich ob ich den Namen meines leiblichen Vaters annehmen kann? Das finde ich dann aber schon... schwer zu sagen.... Die können also entscheiden welchen Namen ich zu tragen habe? Mit welchen Namen ich immer rumlaufen soll.... Ich dachte wenn anerkannt wird das ich den Namen, aus welchen Gründen auch immer, ablegen darf, es mir freisteht wessen Namen ich annehmen möchte. Ich will ja keinen fiktiven Nachnamen wie Skywalker oder so... Das ist schon schade und irgendwie auch frech. Aber wenn das Gesetz es hier so vorschreibt.

Kennst Du dich evtl auch damit aus wie es in Österreich wäre? Ich möchte Ende des Jahres dorthin um zu promovieren. Und werde dann wohl auch da bleiben. Bzw. wenn ich dahin ziehen würde, könnte ich meinen Namen dann dort ändern lassen, nächstes Jahr zum Beispiel, oder müsste ich dafür dann extra nach Deutschland zu irgend einer Behörde?

Wünsche ein schönes Wochenende.

Beste Grüße

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@Robespierre

Na ja - frech.
Grundsätzlich bist Du in der Namenswahl frei.
Grundsätzlich heißt aber - es gibt Ausnahmen.
Die Verwaltungsvorschrift zum NamÄndG (http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_11081980_VII31331317.htm ) sagt eben ' Der neue Familienname muß zum Gebrauch als Familienname geeignet sein. Er soll nicht den Kern neuer Schwierigkeiten in sich tragen ...' (Nr. 53). Das kann bei ausländischen Namen ja leicht der Fall sein.
Schwatz mit der SB. Wenn Du nach A gehen willst, kannst Du bei ja schon mal den Ösi-Charme probieren.

Namensrecht fällt unter das Personalstatut eines Menschen. Behördlich darf da immer nur der eigene Staat darin rumfuhrwerken.

Wie das ansonsten in A funktioniert, lässt sich leicht ergooglen. 'NAMENSÄNDERUNG ÖSTERREICH' ergibz in 0,18 Sekunden ca. 327000 Treffer. Da hast Du was zum Lesen ...

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@stgallus

Okay vielen Dank!!! Dann weiss ich bescheid, dann werd ich mich mal informieren wie das in Österreich funktioniert. Scheint also so, als müsste ich das dann alles tatsächlich über Deutsche Behörden regeln, selbst wenn ich in A wohne....

Danke für die ganze Hilfe und schönes We.

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Ich habe es selbst einmal versucht, war zu dem Zeitpunkt aber noch minderjährig. Einen Antrag auf Namensänderung wurde nur mit einem psychologischen Gutachten stattgegeben, hierzu muss man aber auch einige Stunden Gespräche einkalkulieren damit sich der Gutachter auch ein Bild deiner Situation machen kann und ein entsprechendes kostenpflichtiges Schriftstück erstellen kann. Ich weiss nicht wie es hier bei erwachsenen Bürgern funktioniert, aber frag doch mal beim Amt nach.

Ich war heute dort und habe mich erkundigt. Dort hiess es das ich ein Schreiben aufsetzen muss indem ich erkläre warum. Von einem Gutachten war keine Rede, aber ich denke ein solches könnte durchaus förderlich sein...?

Wie teuer ist denn so ein Gutachen ungefähr, weiss Du das noch?

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@Robespierre

Ich sollte damals ca 150 DM dafür bezahlen, da meine Ärztin aber zuvor sagte das Gutachten sei kostenlos habe ich es vor der Ärztekammer auch durchbekommen und umsonst bekommen. Im Rahmen einer Gesprächstherapie von 10 oder 25 Einheiten (die die Krankenkasse übernimmt im Erstfall) kannst du so ein Gutachten bekommen. Leider weiss ich nicht wieviel so etwas heute kostet, am besten vorher die Konditionen abfragen damit es nicht so läuft wie bei mir. Ich denke ein ärztliches Gutachten macht die Namensänderung sicherlich um einiges einfacher, andernfalls würde ich empfehlen es sehr persönlich und emotional zu halten, es muss schon recht offensichtlich sein wenn du den Namen ändern willst - Kultureller Aspekt, Identifizierung, persönliche Erfahrungen die du mit deinem jetzigen und mit dem anderen Namen erlebt hast. Ich drücke dir die Daumen ;)

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@Popeija

Okay. Vielen Dank. Ich werde mich mal erkundigen und hoffen das es nicht zu viel kosten wird :)

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@Robespierre

Ich könnte dir gerne mal das Gutachten heraussuchen und dir Teile davon mitteilen, allerdings kann ich dir keine Nachricht schreiben (kein Plan wie das geht) und die Inhalte hier reinzuschreiben fände ich unpassend.

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@Popeija

Stimmt, da wäre nicht passend. Ein Gutachten wäre für mich aber leider zu teuer. Ich danke dir :)

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Hast du mal Antrag gestellt? Hat es geklappt?

Also ich bin nochmal beim Amt gewesen. Die haben mir dann gesagt, ich müsse eine festgelegte Summe von 330€ zahlen und dann würden die entscheiden ob mein Anliegen so durchgehet. Es wäre aber wahrscheinlicher das ich nicht den Namen meines leiblichen Vaters bekomme, sondern dass ich meinen Geburtsnamen wieder erhalte.

Ich habe den Antrag dann nicht gemacht, weil ich als Student die 330€ nicht in den Wind pusten möchte... Nun wohne ich seit fast einem halben Jahr in Österreich/Wien. Ich werde mich in den Sommersemesterferien wohl mal erkundigen wie das mit der Namensänderung von hier aus funktioniert. Ob ich dann zur deutschen Botschaft muss, oder ob das über osterreichische Ämter läuft? Mal sehen.

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