Guter Ernährungsplan für "schnellen" Muskelaufbau?

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2 Antworten

Ein Ernährungsplan oder spezielle Fitnessprodukte sind nicht notwendig. Gerade Nahrungsergänzungs- oder Ersatzprodukte wie Eiweißshakes oder sonstige Mittelchen sind oft eher schädlich als nützlich wegen der teils recht fragwürdigen Inhaltsstoffe (Molkeprotein, Sojaprotein - also eher schlecht verträgliche Rohstoffe, die als Abfallprodukte in der Industrie abfallen und gerne als "Gesundheitsprodukte" verkauft werden, plus Süßstoffe und andere Zusatzstoffe). Da steckt mehr raffiniertes Marketing dahinter als ein echter Nutzen.

Auch übertriebene Eiweißzufuhr ist für den Muskelaufbau nicht notwendig. Du musst also nicht jeden Tag eine Packung Magerquark mit Haferflocken essen. Dein Magen und Darm werden es dir danken, weil das auf Dauer nicht sehr bekömmlich ist. In der einer ganz durchschnittlichen Mischkost stecken in der Regel mehr als ausreichend Proteine und sonstige Nährstoffe drin, auch für sporttreibende Menschen.

Wichtig ist in erster Linie, dass du lernst, dich nach den Bedürfnissen deines eigenen Körpers zu richten. Jeder hat einen anderen Stoffwechsel, anderen Biorhythmus und so weiter, deswegen kann man keine allgemeingültigen Empfehlungen aussprechen. Auch Kalorienangaben kann man nicht machen, da der menschliche Körper nicht nach festen Zahlen arbeitet, sondern auch hier die Unterschiede zwischen unterschiedlichen Menschen groß sein können. Ein von Natur aus sehr schlanker Mensch hat auch ohne Sport oft einen höheren Kalorienverbrauch als ein sportreibender, von der Veranlagung her aber eher kräftiger Mensch, weil der naturschlanke einfach einen verschwenderischen Stoffwechsel hat.
Iss einfach ganz normal und nach deinen persönlichen Vorlieben und achte vor allem auf individuelle Verträglichkeit, verzichte beispielsweise auf Kost, von der du Verdauungsbeschwerden oder sonstiges Unwohlsein bekommst. Gerade vor und nach den Trainingseinheiten musst du testen, was du verträgst. Menschen mit schwachen Magen etwa sollten nicht kurze Zeit vor dem Training üppige und schwer verdauliche Mahlzeiten zu sich nehmen.
Ansonsten solltest du es vermeiden, aus Langeweile oder Frust zu essen, wenn du nicht wirklich Hunger hast.

Ich schätze, du hättest sicher gerne genauere Angaben, also einen genauen Essensplan mit bestimmten Lebensmitteln und Produkten. Aber du kannst deinen Körper nicht wie eine Maschine steuern nach dem Motto "Wenn ich dies esse, wachsen meine Muskeln schneller" oder "mit diesem Produkt verbrenne ich schneller Fett".

Bleib einfach weiter am Ball in Sachen Sport und Bewegung. So wie du es beschreibst, bist du ja schon gut dabei und hast ein absolut vernünftiges Maß an sportlicher Betätigung. Die Ergebnisse werden dann automatisch kommen, auch ohne spezielle Ernährung. Falls es dir um schnellen Fettabbau geht, sind ausdauerlastige oder kraftausdauerlastige Sporteinheiten zwischendurch nicht schlecht, weil man da mehr Energie pro Zeit verbrennt als bei reinem Krafttraining.
Hab nur ein bisschen Geduld. Eine athletische Figur bekommt man nicht in zwei und auch nicht in sechs Wochen, sondern sondern die ersten deutlichen Unterschiede, also so, dass andere deine körperlichen Fortschritte bemerken werden, zeigen sich vielleicht nach drei bis sechs Monaten, je nach dem, wie anpassungsfreudig der eigene Körper ist.

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Kommentar von Jxlien26
19.07.2016, 21:55

vielen dank für die umfangreiche Antwort. Hast denke ich mal auch Recht damit..

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Kommentar von Jxlien26
19.07.2016, 21:56

Ich werde am Ball bleiben und gut drauf achten was ich esse:-)

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'Schnell' gibt es im Bodybuilding leider nicht - du musst in Jahren rechen!

So wie du aussiehst würd ich sagen erstmal Ganzkörpertraining, dazu Cardio und ein leichtes Kaloriendefizit, um den KFA etwas abzusenken.

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Kommentar von Jxlien26
19.07.2016, 14:56

Brustpresse, butterfly, Latzug, Ruderzug, Beinpresse, Crunch, Rückenstreckmaschine, Bizepsmaschine, Trizepsmaschine. So sieht mein Workoutplan aus. Reicht der auch so in etwa?

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Kommentar von Thelostboy342
19.07.2016, 14:59

Für einen Ganzkörperplan sieht das doch schonmal gut aus - nach ein paar Monaten kannst du dann deinen ersten 3er Splitt anfangen.
Deine Übungen erweitern sich mit der Zeit, man lernt immer dazu!

Viel Erfolg!

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