Guten Tag, meine neue Frage hier lautet meine Ex-Frau wird wohl diese Woche beerdigt . Sie wird eingeäschert und auf dem Friedhof dann auf eigenem Wunsch?

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8 Antworten

Frag hier nicht lange, sondern bring in Erfahrung, welcher Bestatter zuständig ist und ruf ihn sofort an. Die Zeit arbeitet gegen Dich.

Er kann Einfluss nehmen, ggf. bei den Bestattungspflichtigen zurück fragen, ob sie damit einverstanden sind. Ob es Dir dann möglich ist, weiß ich von hier aus nicht. Aber wenn der Bestatter den Sarg ins Krematorium gebracht hat, gibt es nahezu keine Gelegenheit mehr.

Sobald der Totenschein auf natürlichen Tod ausgestellt ist, kann der Bestatter die Verstorbene zum Krematorium bringen. Die organisieren den Amtsarzt (keinen Rechtsmediziner) für die zweite Leichenschau. Das kann direkt am Morgen nach der Einlieferung stattfinden. Und am Nachmittag ist die Einäscherung. Hier bei uns können Feuerbestattungen genauso schnell stattfinden wie Erdbestattungen.

Länger dauert es dann, wenn kein natürlicher Tod bescheinigt wurde. Dann wird der Leichnam durch die Polizei beschlagnahmt und die Staatsanwaltschaft entscheidet, ob weitere Untersuchungen stattfinden müssen oder ob der Leichnam freigegeben wird. Auch das kann von einem auf den anderen Tag erfolgen. Also: Sofort anrufen: Den Bestatter und/oder die aktuellen Angehörigen.

Auf ausdrücklichen schriftlich formulierten Wunsch der Verstorbenen können auch in Deutschland je nach Bundesland Verstreuungen stattfinden.

Vgl. z.B. in NRW http://www.aeternitas.de/inhalt/recht/themen/bestattungsgesetze/artikel/2010_06_04__10_31_55/download2.pdf

§15 (6)

Viel Glück!

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Die Angehörigen (hier vermutlich die Eltern, Geschwister oder ihre Kinder) die für die Beerdigung zuständig sind bestimmen den Ablauf und die Möglichkeiten.

Im Institut bestimmt die Auftragslage das Tempo der Einäscherung.

Wenn du ihnen nicht zu nahe treten willst, dann nimm Kontakt zur besten Freundin deiner Ex-Frau auf. Sie wird auch wissen wie alles abläuft und was möglich ist.

Wird deine Tochter jetzt bei dir leben, oder was ist geplant? Ich denke, dass sie womöglich deinen Beistand gebrauchen kann. Fühl mal nach, ob es ihr gut tun würde, wenn ihr guten Kontakt habt.

Wenn du zur Beerdigung gehst und nicht als Beistand deiner Tochter kommst, dann halte dich zurück. Als Ex-Mann ist man entweder der gute Vater, der seinem Kind hilft oder ein Abgelegter. Im zweiten Fall zeigt man seinen Respekt ist aber kein Familienmitglied mehr und drängt sich nicht auf. Deine Frage könnten sie in den falschen Hals bekommen. Somit musst im Umfeld vorsichtig fragen.


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Hallo Meisterchief, hier stand bis jetzt einiges, das richtig ist, aber auch....

Wenn Du von Deiner Exfrau Abschied nehmen möchtest, müssen die nächsten Angehörigen dies erlauben.

Möglicherweise entstehen durch eine offene Aufbahrung auch Zusatzkosten (besondere Herrichtung, Nutzung eines Abschiednahmeraumes etc.) - es sollte also vorher klar sein, wer die übernimmt.

Das Tempo der Einäscherung hängt nicht vom Bestatter, sondern vom Krematorium und den Behörden ab. Da ist vorher einiges an Bürokratie zu erledigen, eine, in Deutschland gesetzlich vorgeschriebene zweite Leichenschau durch einen Amtsarzt etc.

Das dauert in Großstädten manchmal ein wenig länger, in Flächenländern geht's oft schneller.

Auf keinen Fall wird gewartet, "bis noch ein paar mehr Verstorbene dazu kommen", da jede/r Verstorbene EINZELN eingeäschert wird. (Außer möglicherweise in einer Gegend wo es so wenig Feuerbestattungen gibt, daß sie dort "sammeln", bis es sich ökonomisch lohnt, den Kremierungsofen anzufahren.)

Aus einem ganz anderen Grund würde ich an Deiner Stelle aber nicht mehr zögern - Verstorbene verändern sich. Manche wenig oder langsam, manche schneller und drastisch. Das kommt auf die Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahme vor dem Tode und ähnliches an.

 Ein guter Bestatter wird vor einer Abschiednahme am offenen Sarg Verstorbene also auf jeden Fall erst einmal selbst in Augenschein nehmen und auch ehrlich sagen, wenn eine Abschiednahme nicht mehr angeraten ist - dieses letzte Bild prägt sich nämlich tief ein.

Ascheverstreuungen gibt es schon in Deutschland - seit Jahren zuerst in Rostock und später Dortmund, inzwischen vielleicht auch auf anderen Friedhöfen.

Also - Angehörige fragen, am besten gleich die Bereitschaft signalisieren, eventuell entstehende Mehrkosten selbst zu tragen und - nicht länger damit warten.

Alles weitere dann mit dem Bestatter regeln.

Ich wünsche Dir viel Kraft in diesen schwierigen Tagen.

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Das kommt drauf an, ob die Erben eine Bestattung mit Aufbarrung und offenem Sarg vor der Verbrennung veranlasst haben und ob du überhaupt eingeladen bist, immerhin seit Ihr geschieden und somit hat du offiziell keine Rechte mehr.

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Wende dich an das Beerdigungsinstitut. Die können dir Auskunft geben. Es ist aber eigentlich möglich.

Aber verstreut werden kann die Asche in Deutschland  nicht auf dem Friedhof. Es wird eine Urnenbestattung vorgenommen.,

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Das dauert noch ein paar Tage da wie schon erwähnt der Rechtsmediziner sie erst ansehen muss usw

Bei meiner Mutter sagten sie sie warteten bis mehr Verstorbene da wären wegen dem Ofen :-( Echt schlimm!!

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wenn die angehörigen zustimmen, ja!

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Das kann durchaus einige Tage dauern, da vor der Feuerbestattung noch eine Leichenschau durch einen Rechtsmediziner stattfínden muss

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