Guten Tag, kennt sich jemand von euch aus mit Mietnebenkostenerhöhung. Ist die so rechtmäßig? Betriebskosten: 82,50 Anpassung:23,60 neuer Betrag: 106,- gül?

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8 Antworten

Betriebskostenvorauszahlungen werden dann angepasst, wenn die Abrechnung eine Nachzahlung für den Mieter oder eine Erstattung durch den Vermieter ergibt Die Anpassung kann also mit einer Erhöhung der BK-Vorausz. oder Absenkung einher gehen. 

Die von dir vorgestellten Einzelpositionen können der Höhe nach nicht beurteilt werden, weil dazu die gesamte aktuelle BK-Abrechnung und die des Vorjahres heran gezogen werden müssten. Dem äußeren Anschein nach sind die Positionen nicht überdimensioniert außer Hausreinigungs- und vermutlich auch Hausmeisterkosten.

Kosten der Hausreinigung sind neu eingeführt worden? Gibt es darüber eine vertragliche Vereinbarung zwischen Vermieter und Mieter? Eine einseitige Änderung des Mietvertrages durch den Vermieter wäre unzulässig, der Position wäre daher zu widersprechen.

Die Hausmeisterkosten sind zweifelbehaftet? Prüfe die Abrechnung dieser Kosten im Büro des Vermieters anhand der Abrechnungsunterlagen und der Tätigkeitsmerkmale des Hausmeisters. Sind in der Abrechnung Verwaltungstätigkeiten und / oder Handwerkerleistungen enthalten, dann sind diese Kosten aus der Abrechnung auszugliedern.

früher haben die Mieter alle selbst den Flur geputzt immer im Wechsel und dann wurde dieser Putzmann, eine Putzfirma eingeführt von der großen Wohnungsbau-Genossenschaft bwz der Eigentümergemeinschaft, viele sind Eigentümer geworden, nachdem die Sozialbindung entfiel. Meine Mutter blieb nur Mieterin und sie wurde auch nicht gefragt und hat auch wohl keinen Extravertrag oder Extravereinbarung erhalten. Über sie hinweg wurde der neue Putzmann eingestellt, aber sie findet ihn gut, konnte mit 80 Jahren auch immer schlechter selbst den Flur putzen. Die beschließen alles über meine Mutter hinweg, da sie nicht Eigentümerin ist. Und sie muss die Kosten aber mit bezahlen.

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@Mucki007xyz

bzw eben sagte meine Mutter mir am Tel., sie habe ja doch was Schriftliches bekommen als der Putzmann eingestellt wurde, also doch einen Vertrag erhalten und sie ist froh, dass er jetzt da ist und das macht. Sie will nicht zum Anwalt und ist leider sehr stur. Habe ihr das eben gesagt, dass diese Hausmeisterkosten evtl. zu hoch sind, aber sie will einfach so alles zahlen, will sich nie wehren und es nicht überprüfen lassen. Mich nervt es auch. Sie hat auch nicht viel Geld, ich auch nicht und will sich aber immer Sowas alles gefallen lassen. HM ist nicht identisch mit Putzmann.


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@Mucki007xyz

Danke für den Stern - aber für dein Verständnis sei noch gesagt:

Die Eigentümergemeinschaft ist nicht der Vermieter deiner Mutter. daher kann die EG beschließen, was sie will - daran wäre deine Mutter nicht gebunden. Wenn sie also der BK-Abrechnung ihres Vermieters (wer ist das überhaupt) nicht widerspricht und die angepasste BK-Vorauszahlung nun bezahlt, dann geht sie konkludent den Vertrag ein und wird immer weiter dafür bezahlen. 

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Am 01.09. soll sie nun einmalig 259,75 zahlen als Nachzahlung und dann auch monatlich eine Erhöhung von 25,50 immer zahlen ab dem 01.09. wenn ich sie am Tel eben richtig verstanden habe. 

Das ist das Einzige was erst mal relevant ist für Deine Frage.

Der Vermieter muss/soll die Nebenkosten anhand der letzten Abrechnung  anpassen.

Wenn Ihr Vermieter die Vorauszahlungen erhöhen will

Ihr Vermieter kann die monatlichen Nebenkostenvorauszahlungen, wenn es nach der Abrechnung wahrscheinlich ist, dass die Kosten im laufenden Abrechnungsjahr höher sein werden als die Vorauszahlungen. Eine pauschale Erhöhung oder einen Sicherheitszuschlag müssen Sie nicht zahlen (BGH, Urteil vom 28. September 2011, Az. VIII ZR 294/10). Auch wenn Sie mit der Erhöhung nicht einverstanden sind, kann der Vermieter durch einseitige Erklärung die Vorauszahlungen erhöhen (§ 560 Abs. 4 BGB). Er ist zu einer Erhöhung berechtigt, aber nicht verpflichtet.

http://www.finanztip.de/nebenkostenabrechnung/

Abgesehen davon dass man eigentlich schriftlich ankündigen muss, ist die Erhöhung der Vorauszahlungen ok.

Es ist ja besser so, denn dann hat man nächstes Jahr vielleicht sogar eine Rückzahlung.

Ergibt sich aus einer formell und inhaltlich korrekten Abrechnung eine Nachzahlung, darf sowohl Mieter als auch Vermieter die monatlichen Vorauszahlungen ab übernächstem Monat nach Zustellung für die Zukunft um 1/12 des Nachzahlungsbetrages erhöhen (anpassen).

Aus BGB § 560
(4) Sind Betriebskostenvorauszahlungen vereinbart worden, so kann jede
Vertragspartei nach einer Abrechnung durch Erklärung in Textform eine
Anpassung auf eine angemessene Höhe vornehmen.

Grundsteuer 134,52,- ( müsste die nicht alleine der Eigentümer zahlen?)

Gehört zu den umlegbaren Betriebskosten.

Gebäudeversicherung: 181,85( muss das nicht der Eigentümer alleine zahlen?)

Ist auch umlegbar

Hauswart: (den meine Mutter nie da sieht)

Muß er auch nicht.

alles soll ihr Anteil sein und ist höher als bei mir im Hoch-Haus und kommt mir komisch vor?

Das kannst Du nicht vergleichen.

Bei Zweifeln an der Richtigkeit der Abrechnung Belegeinsicht verlangen und/oder die Abrechnung fachlich prüfen lassen.

.... für mich kann da etwas nicht stimmen. Warum sollte ein Mieter in so einer "kleinen Einheit" einen Hausmeister bezahlen müssen?

Was bedeutet: Kommt neu hinzu, Hausreinigung. Einseitig kann doch ein Mietvertrag gar nicht geändert werden?

Ihre Wohnung ist 53 qm groß. Und zur 2. Frage: Früher mussten die Mieter immer reihum selbst den Flur putzen vor ihren Türen und seit dem letzten oder diesem Jahr neu hinzu kam ein Putzmann, der jetzt immer freitags putzt und das wirkte sich erhöhend aus auf die Nebenkosten, ist mit Hausreinigung gemeint.


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@Mucki007xyz

.... das mit der Reinigung habe ich geahnt, solche Kosten und Lasten trägt aber doch der Vermieter. Wenn die Mieter zuständig waren/sind, kann ein Vermieter seine Kosten eben nicht verteilen.

Und Kosten für einen Hausmeister können für Mieter auch nicht anfallen.

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@schleudermaxe

@ Schleudermaxe .... Was ist das denn für ein kruder Unsinn?! Keine Ahnung = hier nicht schreiben! Selbstverständlich kann die Wohnungseigentümergemeinschaft beschließen, dass ab sofort die Hausreinigung von einer externen Firma vorgenommen wird. Und wer den Schmutz verursacht = Mieter, der muss auch für die Beseitigung (Reinigung) bezahlen.

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@AchIchBins

....wo steht das und warum haben meine Miteigentümer verloren beim AG und beim LG?

Zwei Mieter aus dem Haus müssen nichts bezahlen, weil laut Mietvertrag die Mieter selber zuständig sind und eine WEG keine Potenz hat, in bestehende Mietverträge hineinzubestimmen.

Zudem ist eine Bewertung erfolgt, mit gleicher Tendenz. Also bitte!

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Die Betriebskosten/Nebenkosten sind Verbrauchskosten . Und wenn ihr mehr verbraucht als ihr im Voraus per Abschlag zahlt , gibt es eine Nachzahlung und fürs nächste Jahr wird dann erhöht , damit nicht wieder nachgezahlt werden muss . 

Grundsteuer und Versicherung kann der Vermieter auf die Mieter umlegen . So wie ich das sehe , ist das alles voll im Rahmen . 

Die Betriebskosten/Nebenkosten sind Verbrauchskosten

Mit Verbrauch oder Verursachung haben die wenigsten Betriebskostenarten zu tun. Nämlich nur 4 der insgesamt 17. Wasser, Abwasser, ein Teil der Heizkosten und Müllentsorgung.

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Mieter und ihre Nebenkosten....

ja, das ist superrechtens und total nett deines Vermieters

du zahlst dieses mal 260€ nach und damit du das nächstes jahr nicht tun musst, erhöht er deine Vorauszahlung

man könnte sich jetzt streiten, warum 25,5x12=260 sind, aber vielleicht berücksichtigt er gleich irgendwelche Erhöhungen

und ein vermieter muss nur Instandhaltung tragen, alles andere kann man auf die Mieter umlegen

auch Versicherungen und Grundsteuer

ihr zahlt einfach alles, außer Instandhaltung, so wie es sein muss

es muss sich ja bissel lohnen zu vermieten

ich frage für meine Mutter, die kein Internet hat. Sie wohnt da schon über 40 Jahre seit 1980 ca  und früher waren es preiswerte Genossenschaftswohnungen, dann ging die Sozialbindung verloren leider, Mieten wurden erhöht, es wurde auch uns zum Kauf angeboten, was meine Mutter nicht wollte. Ich bin mir immer nicht so sicher, ob die so nett sind. Den abgewohnten Bodenbelag, 40 Jahre alt, wollten sie auch nicht austauschen, haben es auch nicht getan und meine Mutter will immer nicht zum Anwalt und richtig kämpfen. Vielen lieben Dank jedenfalls für diese Anwtort.

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@Mucki007xyz

"es muss sich ja bissel lohnen zu vermieten" 

Es lohnt sich hier nur für die Einrichtungen, Versicherungen, kommunale Betriebe, die gewinnorientiert arbeiten und Rechnungen/Forderungen an den Hauseigentümer stellen, sowohl Mieter als auch Vermieter erzielen durch Betriebskosten keinerlei Gewinne, die sich "lohnen".

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@Gerhart

richtig, aber wenn ich die Grundsteuer und Versicherungen nicht umlegen könnte, würde sich vermieten weniger lohnen, da ich es aus der miete bezahlen müsste

kannst du verstehen, oder?

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@Mucki007xyz

Den abgewohnten Bodenbelag, 40 Jahre alt, wollten sie auch nicht austauschen, haben es auch nicht getan und meine Mutter will immer nicht zum Anwalt und richtig kämpfen.

Es gibt immer zwei Seiten. Der Mieter möchte günstig wohnen und der Vermieter will nicht zu viel investieren müssen.

Was ist das für ein Bodenbelag.

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Soweit ich das sehe, sind das alles Betriebskosten, die umgelegt werden können. Ob's Schnee gibt oder nicht, ist egal. Da wird mit einer Firma ein Vertrag geschlossen und die bekommen ihr Geld.

Das Betriebskosten im Hochhaus niedriger ausfallen, ist normal, da die einzelnen Positionen auf mehr Mieter umgelegt werden können.

Z.B. Wartung Heizung = 100 €

Haus mit 8 Wohnungen = 12,50 je Whg., Haus mit 20 Parteien = 5,00 je Whg.

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