Guten Tag, habe ich Ansprüche auf Anrechnung der Arbeitswege und Fahrtkosten, wenn ich als Hausmeistergehilfin angestellt bin?

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6 Antworten

 Fahrten mit dem eigenen PKW, die du während der Arbeitszeit im Auftrag des Arbeitgebers durchführst, sollten mit den üblichen Sätzen über eine monatlich zu erstellende "Reisekostenabrechnung" vergütet werden.Näheres sollte vor Arbeitsaufnahme mit dem Arbeitgeber vereinbart werden.

§ 670 BGB sagt dazu: Macht der Beauftragte zum Zwecke der Ausführung des Auftrags Aufwendundungen, die er den Umständen nach für erforderlich halten darf, so ist der Auftraggeber zum Ersatz verpflichtet

Hier findest du weitere Hinweise: http://www.reisekosten-matic.de/wer-bekommt-reisekosten.php

Ein grundsätzlicher Anspruch dafür besteht nicht, soetwas steht im Arbeitsvertrag (oder auch nicht) bzw. muss mit dem AG ausgehandelt werden. Bsp. wir tragen Zeitungen aus, vertretungsweise auch andere Gebiete.....brauchen also ein Auto dazu, Kommentar vom AG auf Nachfrage bzgl. Fahrkosten :"Nein, es zwingt sie ja keiner dazu...." - so ungefähr, wenn es ihnen nicht passt können sie gehen, wir finden wieder jemanden.....

Deine Arbeitszeit beginnt zu einer angewiesenen Zeit und endet zu einer angewiesenenen Zeit am Tag. Da vor und danach ist Freizeit.

Sprich, vom ersten Arbeitsbeginn, bis zum letzten Arbeitsende ist alles, mit Ausnahme der Pausenzeit, Arbeitszeit. Also auch die angewiesenen Fahrten. Wärend deiner Arbeitszeit musst du nicht deinen privaten PKW zur Verfügung stellen. Entweder der Chef stellt ein Fahrzeug oder ihr verhandelt eine Pauschale die Abnutzung und Treibstoff abdeckt.

Und was die Pause betrifft, dir steht zu, dass dein Chef zum Arbeitsbeginn die Pausenzeit festlegt. Diese Zeit ist Freizeit und du darfst machen was du willst. Du musst nicht irgendwohin fahren, weil dein Chef dich nach der Pause gern dort hätte. Er kann dir anweisen vor oder nach deiner Pause irgendwo hinzufahren, aber nicht wärend.


 Die erste Stelle fahre im um 2.30 Uhr an.(Dort bin ich tgl. 1,75 Std.) Dann habe ich "Leerlauf" bis 9.00 Uhr von da aus dann eine nach der anderen

Ich bin als Teilzeitkraft angestellt. 93 Std.

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@Hausmeisterdame

Die Anfahrt zur ersten Stelle sowie die Heimfahrt von der letzten geht auf deine Kappe, die Zwischenfahrten sind vom Arbeitgeber zu tragen. Auch kann er von dir nicht verlangen von 4:30 bis 9:00 Pause zu machen.

Wenn er dir jetzt auch noch Mindestlohn zahlt dann kannst du ihm allein schon dadurch Druck machen, dass er hier versucht den Mindestlohn auszuhebeln. Sollte es den Behörden bekannt werden, würde neben einer empfindlichen Geldstrafe auch alle dadurch "eingesparten" Sozialversicherungsbeiträge und Steuern auf ihn zukommen. Eingerechnet denen die er hätte zusätzlich zahlen müssen wenn du bei ordentlicher Abrechnung über 450€ im Monat gekommen wärst.
Dir steht natürlich zivilrechtlich Schadenersatz in Höhe des entgangenen Lohns zu.

In anbetracht dessen ist dein Verlangen nach geltendem Recht beschäfftigt zu werden der weit geringere Schaden für ihn.

- Arbeitszeit täglich am Stück
- bei 4h benötigst du keine Pause, wenn dein Chef darauf besteht, dann musst du wärend dessen keine Anweisungen befolgen (also auch keine Fahrt machen)
- Fahrten wärend der zusammenhängenden Arbeitszeit sind keine Freizeit

Sollte alles nichts helfen, kannst du die Angelegenheit beim Zoll anzeigen. (Umgehung des Mindestlohns)

Anm.: Das Drohen mit einer Anzeige erfüllt nicht den Straftatbestand der Drohung oder Erpressung wenn die Drohung dazu dient eine rechtswiedrige Handlung zu unterbinden.

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Das sind persönliche Absprachen ohne Pflichtanteil!! Solltest Du aber Steuern abgezogen bekommen, kannst Du den einfachen Weg mit ca. 33cent pro km in Deiner Steuererklärung 2015 geltend machen! Viel Erfolg!!

Gesetzliche Ansprüche sicherlich nicht. Jeder Arbeitnehmer muss seine Fahrtkosten selbst bezahlen und die Zeit zur und von der Arbeit wird normalerweise nicht bezahlt.

Wenn du dafür entlohnt werden willst, kannst du darüber mit deinem Arbeitgeber verhandeln. Ich glaube aber kaum, dass sich dein Arbeitgeber dazu bereit erklären wird.

Das bedeutet, ich fahre mehrere Stellen täglich an und habe keinerlei Ansprüche?

  Die Arbeitswege werden also als "Freizeit" verbucht?

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@Hausmeisterdame

Das bedeutet, ich fahre mehrere Stellen täglich an und habe keinerlei Ansprüche?

Dass du täglich mehrere Stellen anfährst, war aus deiner Frage nicht ersichtlich. Ich war davon ausgegangen, dass du morgens zu deinem Arbeitgeber fährst, dort den gesamten Tag verbringst und abends wieder nach Hause fährst.

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Zum Einen sind Arbeitswege gesetzl. geschützt und versichert! Zum Anderen bezahlt jeder Kunde an den Arbeitgeber in der Regel einen Anteil für den Anfahrtweg! Es sei denn er ist pauschalisiert! Dieser kann an den Arbeiter vor Ort weiter gegeben werden!

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@klauspet

Was der AG aushandelt ist mit egal, ich muss für meinen Aufwand/Kosten entlohnt werden.

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@klauspet

Das heißt noch lange nicht, das Fahrten Freizeit sind.

Ob es viel Leerlauf durch Fahrten gibt ist das unternehmerische Risiko vom Chef und nicht das Problem des Arbeitnehmers.

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Mache deine Fahrtkosten bei der Steuererklärung geltend.

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