Guten Morgen! Wurde Dir schon mal etwas gestohlen? Was war es und was kann man unternehmen um sein Eigentum zu sichern oder Täter abzuschrecken?

 - (Handy, Technik, Recht)

51 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Guten Abend liebe aekw und Spätgucker dieser interessanten Frage.

Mir wurde schon einiges gestohlen, doch in dieser Beziehung halte ich mich an den Spruch: "Was man mit Geld gut machen kann, ist keine Träne wert!"

Zuerst in Spanien am Strand. Ich war stolze Besitzerin einer Omega-Automatik-Uhr, für die ich gespart hatte. Beim Einkremen legte ich diese ganz nah neben mir auf das Strandtuch und dann war sie weg. Ja, das hat mir sehr weh getan, damals.

Ein Jahr später hat man mir im Parkhaus in Lloret de Mare meine Zusatzscheinwerfer vom Auto abmontiert und das am vorletzen Urlaubstag. Ich war froh, dass ich das Auto noch hatte.

Auch hatte ich schon einen Wohnungseinbruch in Frankfurt am Main, bei dem man mir meinen Schmuck, meine Geldkassette mit Dokumenten, Sparbuch und sonstiges geklaut hat. Vom Sparbuch konnten die Diebe aber nichts abheben, das war schon geschützt aber der Schmuck, Koffer und andere Sachen waren weg, habe davon nie wieder was gesehen.

Den Fahrradsattel hatte man mir auch schon mal geklaut und ich musste einen weiten Weg im Stehen heimfahren, war auch nicht angenehm.

Andererseits hatte ich auch schon sehr oft Glück bei meinem Nachlässigkeiten. Hausschlüssel in der Wohnungstür außen stecken lassen und erst bei Ankunft im Urlaubsort festgestellt. Sofort Nachbarin angerufen, diese hatte den Schlüssel schon abgezogen, nachdem sich beim Klingeln niemand gemeldet hat.

Handtasche im öffentlichen Bus liegen lassen und wieder bekommen. Habe ja gleich bemerkt, dass meine Handtasche fehlt, doch der Bus ist weiter gefahren. Wir haben dann auf den Bus gewartet, der ja irgendwann wieder zurückgefahren kam und siehe da, der Fahrer hat mir die Handtasche wieder geben können. Das gleich nochmal in einem Zubringerbus am Urlaubsort in Deutschland mit allen Papieren vorne beim Fahrer an der Fensterscheibe liegen gelassen. Dort hat sich die Touristeninformation mit dem Busfahrer telefonisch in Verbindung gesetzt und ich bekam meine Handtasche am gleichen Tag wieder.

Erst letztes Jahr habe ich wieder so eine Schusseligkeit begangen: Ich war beim Juwelier und habe mir die Batterie meiner Uhr auswechseln lassen. Während der Wartezeit habe ich ein paar Ohrringe anprobiert. Nach dem Bezahlen des Batteriewechsels schaute ich mir noch ein weiteres Paar an, das mir gefiel, dabei meinen Einkaufsbeutel mit Geldbörse, Handy und Hausschlüssel auf die Theke gelegt, um auch diese anzuprobieren. Habe keine Ohrringe gekauft und nur meinen Einkaufstrolley geschnappt und das Geschäft verlassen. Als ich dann in einem Kaufhaus bezahlen wollte, habe ich das Fehlen meines Einkaufsbeutel bemerkt und angenommen, man hat mir den aus dem Trolley gestohlen. Dieser Schreck saß tief und ich bin mit weichen Knien zur Polizei gegangen um Anzeige zu erstatten. Weil meine Hausschlüssel, mein Personalausweis, den vermeintlichen Dieben Zugang zur Wohnung geben könnte, hat die Beamtin einen Wachposten an meine Wohnung beordert, damit sich der Dieb nicht noch darin bedienen kann, denn mein Mann hatte zu dieser Zeit einen Arzttermin. Ich bin am Boden zerstört nach Hause gekommen und mein Mann war schon vorher da und hat mir die Tür aufgemacht und gleich gesagt, der Juwelier hat angerufen und ich könnte meinen Beutel dort wieder abholen. Sie haben nach ner Stunde ins Portemonnaie geschaut und so meine Adresse und Telefonnummer erkundet, ich habe geheult vor Erleichterung. Der Wachdienst hat mich zum Glück nichts gekostet, aber ich habe schon ein kleines Geschenk dem Juwelier und der Polizeibeamtin vorbei gebracht, das war ich mir schuldig.

Jetzt bemühe ich mich ganz besonders um Aufmerksamkeit meines Tuns, damit mir das nicht mehr passiert, ich glaube die letzte Aufregung war mir eine heilsame Lehre. Ich finde, ich kann froh und glücklich sein und das bin ich auch.

Dies wünsche ich auch euch und ein wundervolles Wochenende, genießt am Samstag den Sonnenschein, danach ist wieder Kälte und sogar Schnee ab 500 m angesagt.

Liebe Rosi, so viel Ungemach wünscht man ja seinem Feind nicht einmal ohne Gewissensbisse!

Ich wünsche dir ein wunderschönes, strörfreies Wochenende und sende dir liebe Grüße,

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@Arnstaedter

lach, danke lieber Udo, ich habs gerade so überlebt. Das wünsche ich dir/euch auch verbunden mit lieben Grüßen.

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Guten Abend liebe Witha 🌸

vielen Dank auch für Deinen Erfahrungsbericht. Beim Lesen habe ich jetzt richtig mitgefiebert und war zum Schluss ziemlich erleichtert.

Auch wenn sich materielle Einbußen verschmerzen lassen....wenn damit ein ideeller Wert, eine Erinnerung verbunden ist, es das Ergebnis von hart erspartem Geld war oder die Erfüllung eines langgehegten Wunsches, tut auch das weh.

Haustürschlüssel u n d Papiere weg, kommt erst recht einer kleinen Katastrophe gleich... abgesehen von der diffusen Angst vor Einbruch, Vandalismus, Überfall uä. ist der Verlust von Führerschein, Perso, Reisepass und was man sonst noch dabei hat, erfahrungsgemäss mit viel Aufwand verbunden, so das die Neubeschaffung nicht nur Geld und Zeit, sondern vor allem Nerven kostet.

Ich freu mich sehr für Dich das Dir das in letzterem Fall erspart geblieben ist!

Einen schönen Abend wünsch ich Dir noch und sei mir lieb gegrüsst.

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@aekw11

ja, liebe aekw, der Schreck sitzt noch in den Knochen wenn ich daran denke. Hätte böse enden können doch ich hatte ja Glück bei meiner Schusseligkeit. Du kannst dich aber sehr gut hineinversetzen, danke, das tröstet mich im Nachhinein doch sehr. Bist halt ein Engelchen. In diesem Sinne ... lG

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Moinsen,

gestohlen wurde mir zweimal auf Festival etwas. Einmal aus meinem Auto, was ein Freund nicht ordentlich abgeschlossen hat und drei Tage offen stand (das werte ich mal unter der Kategorie selbst Schuld). Geklaut wurde da Bargeld und mein damals nagelneues S3.

Jahre davor wurde mir aus meinem Zelt Geld und meine Kette geklaut. Wollten nachts noch duschen gehen (deshalb auch das Ablegen meiner Kette) und die Dinge wurden aus dem Zelt geklaut, obwohl einer meiner Freunde im Zelt zu dem Zeitpunkt schon geschlafen hat. Das fand ich besonders dreist.

Eine dritte Story gibt es noch: Meiner Familie wurde mal ein neues Rad gestohlen (ich war damals noch Kind). Wir haben es zur Anzeige gebracht und auf dem Rückweg von der Polizei sehen wir jemanden auf der anderen Straßenseite mit dem Rad wegradeln. Leider haben wir ihn trotz wenden mit dem Auto nicht mehr einholen können und die Spur verloren.

Angst vor Einbrüchen habe ich trotzdem nicht. Man sollte nur immer gut auf sein Hab und Gut aufpassen.

Euch ein schönes Wochenende

Euer Howie

Und hast Du die Kette oder das Fahrrad auch wiederbekommen?

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@GoldenerDrache

Nee, alles nie mehr gesehen :(
Bei der Kette war es einfach ärgerlich, weil sie kaum einen materiellen, aber einen sehr hohen emotionalen Wert hatte.

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Es mag jetzt ca. vier Jahre her sein. Wir machten einen Tagesausflug mit dem Bus und kamen abends gegen 21.30 Uhr heim. Mein Lebensgefährte wohnt über mir, ging hoch und ich rein in den Zwischenflur zu meiner Wohnung. Da traf mich fast der Schlag:

Meine Tür stand einen breiten Spalt offen! Da sie nach außen zu geht, ziehe ich sie immer ins Schloss und schließe mit dem Generalschlüssel ab! Also hatte sich jemand am Schloss zu schaffen gemacht. Umgehend rief ich meinen Lebensgefährten an und er sagte, dass ich nichts anfassen sollte wegen der Fingerabdrücke und kam umgehend zu mir runter. Inzwischen hatte ich die Polizei angerufen. Es dauerte ewig, bis da mal jemand kam. Ich hatte festgestellt, dass im Schlafzimmer Schubladen nur leicht offen standen, dass im Flur auf dem Schuhschrank der Schlüssel des abschließbaren Fensters vom Schlafzimmer (EG) lag, der sonst immer auf dem Nachttisch liegt. Dann schaute ich meinen Schmuckkasten nach. Ausgerechnet der von meiner Mutter geerbte Goldschmuck, den ich nicht komplett weggeschlossen hatte, war weg. Und auch eigener Schmuck. Sogar große Kreolen-Ohrringe, die "nur" hart-vergoldet waren, fehlten. Als die Kripo eingetroffen war, wurde mir unterstellt, dass ich nicht die Tür zugezogen hätte, da keinerlei Aufbruchspuren zu sehen waren. Wortwörtlich antwortete ich, dass sie mal LOGISCH denken sollten, denn wenn ich die Tür schließen will, muss ich sie von außen zu mir ins Schloss ziehen und sie verschließen! Hätte ich sie nicht zugezogen und den Schlüssel jedoch ins Schloss gesteckt, wäre die Tür ja wieder aufgegangen! Das ließen sie nicht gelten. Ich war eh fertig mit den Nerven und musste heulen. Als die Kripo dann meinte, sie könnte einen Aufbruch nicht gelten lassen, wurde noch ein Kettenanhänger aus Gold, dessen dazu passender Ring weg war, fotografiert. Es war eine Gemme mit Frauenkopf. Am nächsten Morgen wollte ich, wie immer, meinen Fenstergriff im Schlafzimmer aufschließen. Da kam mir der Griff beim Drehen entgegen! Der Einbrecher hatte glattweg den festgeschraubten Fenstergriff heraus geholt und lose wieder eingesteckt. Also war mir klar, dass man von außen noch einmal herein wollte oder das Diebesgut durch das Fenster einem Helfer nach außen reichen wollte!

Etwa drei-vier Tage danach kam dieser aufnehmende Kripobeamte noch einmal zu mir. Diesmal hatte er zwei andere Beamtinnen dabei. Es war wir ein Verhör. Ich musste wieder weinen, weil sich so etwas nicht in die Kleider steckt. Da meinte er, ich sollte zum Psychiater gehen!

Meine Versicherung zahlte aufgrund der Meinung der Kripo keinen Cent! Zudem ließ ich ein neues Schloss zum Vorbeugen eines neuerlichen Einbruchs sowie eine von außen verschließbare Kette anbringen, die teuer waren.

Der Hammer aber war, dass ich lange Zeit später merkte, dass ein eingelegter Videofilm nicht automatisch startete. Wir schauten nach, ob im TV-Gerät der Stecker richtig drin war. Aber er war drinnen. Dann kam mir die Idee, mal unten in den TV-Schrank zu schauen. Dazu bückte ich mich und der Schock folgte: Auf dem Oberteil des 3D-Players (zum 3D-Fernseher) hatte dort, wo dahinter die Stecker/Kabel rein gehörten, der Einbrecher zwei gelbe Aufkleber, geschnitten aus meinem eigenen Notizklotz geklebt. Die Stecker/Kabel waren abgezogen, weshalb somit das Video auch nicht laufen konnte. Wir vermuteten, dass der Einbrecher gestört wurde. Im Zwischenflur befinden sich nämlich noch drei Wohnungen. Wohl hatte man meine Wohnungstür aufstehen lassen, um schnell wegzukommen, und ein Nachbar könnte gekommen sein.

Dass ich keinen Cent bekommen habe und man mir noch die Unterstellung machte, nicht zugeschlossen zu haben, hatte mich sehr mitgenommen! Viel später unterhielten wir uns mal im Sicherheitsmobil der örtlichen Polizei darüber. Der Beamte sagte mir, dass der Kripobeamte damals sehr unsensibel mit mir umgegangen wäre.

Übrigens hatten wir meine jungen Nachbarn in Verdacht, die sich bei mir oft Zigarettengeld wechseln ließen. Vertrauensvoll ließ ich sie nie draußen vor der Tür stehen, sondern bat sie rein. Da kam öfter:"Sie haben aber eine schöne Wohnung!" Und:"Sie haben schönen Schmuck an!" Später hörten wir bei einem Vorfall, wo der junge Mann seine Freundin mit dem Messer angreifen wollte und mein Lebensgefährte die Polizei anrief, dass der junge Kerl schon bei der Polizei kein Unbekannter wäre. Inzwischen wohnen beide nicht mehr hier, sind bei Nacht und Nebel und Mietschulden und Stromklau ausgezogen!

Woher ich das weiß: eigene Erfahrung

Du liebe Güte, das ist ja eine böse Geschichte.

Die Vorgehensweise der Polizisten war aber sehr unprofessionell, habt ihr nicht darüber nachgedacht euch an die Beschwerdestelle zu wenden? Nach so einem schlimmen Erlebnis, auch noch ein solches Verhalten erdulden zu müssen, noch dazu von Personen die einem eigentlich zu Recht und Schutz verhelfen sollten, ist ja ein zweiter Schock...

Und dann die Erfahrung mit den ausgezogenen Nachbarn...traurig!

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@aekw11

An solch eine Möglichkeit dachten wir nicht, da wir nicht wussten, dass es diese Möglichkeit gibt! Noch heute kann ich nicht lange mein Bettzeug am geöffneten Fenster liegen lassen aus Angst, dass einer einsteigen könnte.

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@Birgitmarion

Schade das ihr von der Möglichkeit nichts wusstet, eine zeitnahe Dienstaufsichtbeschwerde bzw Fachaufsichtbeschwerde wäre in eurem Fall sicher angebracht gewesen...die Furcht vor Wiederholung hätte es aber freilich auch nicht genommen. Das eine Unsicherheit bleibt kann ich aus eigener Erfahrung nachfühlen...wenn das Wetter es erlaubt habe ich oft Türen und Fenster aufstehen --- aber nur wenn Mann/Söhne zuhause sind!

Mittlerweile verbarrikadiere ich mich zwar nicht mehr so wie kurz nach dem Einbruch, aber wenn ich alleine bin beschleicht mich doch ein leises Unwohlsein wenn zu Beginn der Dämmerung noch alles offen steht. Hoffe aber das sich auch das mit der Zeit gibt. Bei Dir hoffentlich auch! LG

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@aekw11

Danke für Deine Anteilnahme! Ich denke, das ungute Gefühl werde ich nicht mehr los, auch wenn der Einbruch schon lange her ist. Wenn ich unterwegs bin und es wird schon langsam dunkel, habe ich ja schon Angst, da man von außen sieht, dass ich nicht daheim bin. Aber früh die Rollläden schließen will ich ja auch nicht! Vor Monaten im letzten Jahr war ich zu Hause, als ich hörte, dass sich jemand an meiner Tür zu schaffen machte! Mein LG wohnt über mir, den ich umgehend anrief. Ich war sehr aufgeregt! Hatte ziemliches Herzklopfen. Ich traute mich trotz Sicherheitskette nicht nachzusehen. Mein LG kam sofort runter und ich hörte ihn mit jemand sprechen, ziemlich laut und etwas barsch! Da erst öffnete ich meine Tür. Eine fremde Frau stand draußen. Der Sohn ihrer Bekannten wohnt im 1. Stock und ist wohl Drogenkonsument. Dessen Mutter beauftragte diese Frau nachzusehen. Sie hatte scheinbar einen Schlüssel für dessen Wohnung für alle Fälle! Nun wusste sie trotzdem nicht genau, wo dessen Wohnung war und fing im EG an Wohnungen öffnen zu wollen! Sie konnte es nicht verstehen, dass wir aufgebracht waren! Selbst nachdem wir sagten, dass bei mir mal ein Einbruch stattgefunden hatte und ich nun Angst hatte, reagierte sie verständnislos! Das musst Du Dir mal vorstellen. Der Clou war, dass wir später sogar vom Sohn Vorwürfe zu hören bekamen, was wir der "armen Frau" da alles gesagt hätten! Erst später sah mein LG diese Frau mal wieder. Sie hatte inzwischen Zeit zum Nachdenken und gab uns danach recht!

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@Birgitmarion

Hallo Birgitmarion, das tut mir leid. Spätschäden die man von so einem Erlebnis davonträgt sind für Nichtbetroffene oft nur schwer nachzuvollziehen. Da Du aber den Hintergrund erklärt hast, sollte es leichter fallen Deine Reaktion einzuordnen. Andererseits hätte die Frau sich eigentlich erklären müssen was sie an deiner Tür zu suchen hat und da wären wohl statt Vorwürfen eher eine Entschuldigung angebracht gewesen. Vor allem von der Mutter des Sohnes...man kann sich nur wundern was manche sich herausnehmen.

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@aekw11

Das dachten wir auch über diese Frau. Auch die Mutter des Jungen war irgendwie blöde, sonst hätte sie ihrer Bekannten genau erklärt wo ihr Sohn wohnt!

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