Was war das schönste Kompliment, das man euch gemacht hat?

56 Antworten

Guten Morgen!

Ich halte es hier mit Klaus Klages: "Komplimente sind Geschenke, die keiner so schnell umtauscht", soll er mal gesagt haben. Im Regelfall trifft das schon zu.

Mir selbst sind Komplimente jedoch trotz des Zitats von Klaus Klages, das ich für allgemein sehr treffend halte, nicht immer angenehm auch wenn sie zu 100 Prozent ehrlich sind -----> über mich sagte mal jemand, ich würde davon leben unterschätzt zu werden, inklusive von mir selber^^ aber es geht mir trotzdem gut.

Ich hab' mich dennoch drüber gefreut, als mir neulich jemand sagte, ich sei ein netter Typ, der für jeden was übrig hat, weil ich wusste, es ist ehrlich gemeint und aufrichtig, nix blind Dahergeredetes. Ich fand's auch nett, als mir die Mutter meiner "Kindergartenfreundin" sagte, ich sei ein guter und sicherer Autofahrer, als ich sie wo abholte und nach Hause fuhr; ich nahm es auch erfreut zur Kenntnis, als mein Berufsschullehrer mich lobte, nachdem ich eine Weihnachtsfeier für die Klasse organisiert habe und alles super klappte: "Sie sind hier der Bürgermeister, aber Sie sind ein ganz lieber Bürgermeister, und auf solche Bürgermeister hört man auch gern!"

Vor geraumer Zeit habe ich durch Zufall was Lustiges mitbekommen. Zwei Leute unterhielten sich über mich und merkten nicht, dass ich es mitbekam, weil ich mit dem Rücken zu ihnen stand^^ während der eine sagte, ich sei ein ehrlicher Mensch, meinte der andere "ja, er ist ein menschlicher Mensch". Das freute mich total!

Wenn es aber unehrlich ist bzw. was in meinem Job öfters an der Tagesordnung steht jemand über "Komplimente" oder Nettigkeiten sich Vorteile erhofft und probiert mir Honig um den Mund zu schmieren, finde ich es lästig, unehrlich und gehe nicht drauf ein oder sage es, wenn es zu viel wird oder sich dauernd wiederholt schon mal ganz direkt, wenn auch nicht unfreundlich, dass es so nicht geht. Es gibt einige dieser Spezis in meinem Berufsfeld, aber diejenigen, mit denen ich die ganzen Jahre schon regelmäßig zu tun habe, wissen es schon wie ich gepolt bin und lassen es dahingehend gleich sein. Einer Frau, die mich in der Hoffnung auf eine berufliche Gefälligkeit so umgarnte, habe ich freundlich, aber trotzdem durchaus direkt gesagt, dass wir uns das sparen können, es mir nicht sehr angenehm ist, ich nicht mit jedem über alles rede und es nur die Zeit verzögert - sie reagierte anfänglich etwas pikiert, hat es aber dann doch gecheckt, was ich sagen wollte.

Man muss aber auch zwischen den Zeilen lesen können - nicht alles, was so klingt, ist ein Kompliment oder eine Anerkennung: Ich habe 2017 etwa jemanden erlebt, der an Weihnachten jemandem öffentlich für die "durchaus angenehme Zusammenarbeit im vergangenen Jahr" dankte aber mit der Person eigentlich seit Jahren spinnefeind ist bzw. eine ganz schlechte Zusammenarbeit pflegt (kommt von der aus, der er "dankte") ----> das war eine gezielte und sehr schwere Diffamierung, sie war nur für ungeschulte Augen nett verpackt und man musste die Zusammenhänge kennen.

Auch was Grundsätzliches habe ich noch: Ich lobe die anderen zwar generell sehr gern, wenn ich einen Grund dafür sehe; bin oft der, der sogar dann noch irgendwas ehrlich lobt, wenn andere nur kritisieren. Lob baut auf, das ist schon wichtig. Ein Fan von ggf. überzeichnenden Komplimenten bin ich jedoch eigentlich nicht, weil sie oft aufgesetzt wirken oder schmalzig, was dann einfach nicht mehr schön ist.

Aber: Dauerhaftes Lob bekommt einem Menschen ebenso wenig wie dauerhafte Kritik. Deswegen bin ich der Meinung, dass sich beides die Waage halten muss, wenngleich manche leider "freundlich geäußerte, konstruktive Kritik" mit "Beleidigungen" zu verwechseln scheinen und es das echt nicht bringt... konstruktives Kritisieren ist viel schwerer als einfach mal ein Lob auszusprechen.

Musikalisch habe ich heute Lisa Stansfield mit "Change". Viele Grüße!

https://www.youtube.com/watch?v=7Z5n1uPuw6E

Woher ich das weiß: eigene Erfahrung

Ich bin chronisch krank, bin Frührentner und war dadurch auch schon sehr oft im Krankenhaus. Da hatte ich auch mit unfähigen Ärzten zu tun. Ich hatte mal einen sehr grossen Nierenstein, 2 x 3 cm gross. Da ist die einzige Möglichkeit den wegzubekommen eine Operation. Aber im Krankenhaus haben sie erst alles Mögliche ausprobiert und mir ging es dadurch immer schlechter. Zuerst haben sie den Stein beschossen (ESWL). Aber das war ein harter Stein, den kann man nicht beschiessen. Ich hatte eine Kolik hinterher. Dann haben sie versucht, den Stein mit Tabletten aufzulösen. Da hat mein Urologe mir gesagt, das geht bei so einem grossen Stein gar nicht. Als ich zum 3. Mal im Krankenhaus war, wussten sie immer noch nicht, was sie unternehmen sollen. Ich habe dann bei der Chefvisite den Professor angesprochen und habe auf einer Operation bestanden. Als ich dann nachmittags mit den Professor und dem Stationsarzt über die Operation gesprochen habe und das alles gleich begriffen habe, was er mir da erklärt hat, sagte der Professor anerkennend zu mir: Sie sind eine Frau, die sehr viel weiss und alles sofort begreift." Das fand ich schon toll.

Guten Morgen "ichbinich2000" und alle anderen!

In der Tat gibt es viele Komplimente, die entweder einen kommerziellen Hintergrund haben, einen eher geringen Wert haben oder solche, die man lieber gar nicht hören möchte.

Kinder verteilen nur allzu gerne Komplimente. Sie rühmen und schenken Anerkennung aus reinem Herzen - auch wenn sie manchmal besser damit hinterm Berg bleiben sollten.

Letzten Sommer haben wir mit 2 befreundeten Familien gegrillt. Lecker.

Der Vater von Kind A stand neben mir am Grill, machte ein verkniffenes Gesicht und ließ einer Blähung freien Lauf.

Kind A darauf entsetzt:" Papa! Du hast gefurzt! Das macht man nicht!"

Gelächter.

Kind B (zum Glück NICHT meins!): "Das war ja GAR NIX! Wenn MEIN Papa furzt, dann rollen sich die Tapeten von der Wand!" (vermutlich aufgeschnappt und nachgeplappert)

Papa B bekam einen leuchtend roten Kopf und wusste nicht so recht, wie er mit dieser "Ehre" umgehen sollte...

Da sind Kinder wie gesagt mega direkt und schonungslos ehrlich.

Das schönste Kompliment, was ich bekommen habe ... weiß ich nicht so genau.

Ich glaube, das ist ein paar Jahre her. Ich war im Gespräch mit einem Kunden. Zwei weitere Kunden standen etwa 1 Meter hinter mir und hatten mich vermutlich nicht gesehen. Sie unterhielten sich über ein Problem in Sachen "Heizung".

Der eine sagte zu seinem Kollegen: Da musst du mal "PosionArrow" fragen.

Der andere: "Hab ich schon. Der sagt, es gibt das Teil nicht mehr."

Die Antwort darauf war nicht für meine Ohren bestimmt, aber ich stand ja nun mal in der Nähe: "Dann vergiss es. Wenn DER (also ich) keine Lösung hat, brauchst Du hier in der Stadt woanders nicht mehr hinzugehen."

Hm, dachte ich, so was sagt einem niemand (direkt) - aber auch indirekt ist das ein fettes Kompliment... :-)

Grüße an alle!

Erst kürzlich ärgerte ich mich über die Medien die die Helden von Notre Dame ehrten.Das waren Pompier die ihre Arbeit machten !

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guten morgen kurz vor dem wochenende. ist das vielleicht die wichtigste erkenntnis über das zusammenleben von mann und frau (details unten)?

guten morgen liebe gugumo-beantworter(innen),

heute wende ich mich mit einer frage an euch, die die beziehungen zwischen mann und frau betrifft.

ich habe festgestellt, dass viele männer es Ü-BER-HAUPT nicht ausstehen können, wenn ihre freundin/geliebte/ehefrau anfängt sie zu bemuttern (mit einer ausnahme, nämlich falls die betreffenden männer krank sind, nehmen sie sehr gerne die pflege ihrer freundin/geliebten/ehefrau in anspruch). ist das vielleicht die wichtigste erkenntnis in sachen beziehung zwischen mann und frau, dass frau sich unterstehen sollte die rolle seiner mutter zu übernehmen? wollen männer gern „das zepter in der hand halten“ und die führung übernehmen? sind wir frauen besser beraten wenn wir den männern es überlassen die chefs in der beziehung zu sein oder uns „unterwerfen“?

okay das klingt jetzt ziemlich extrem, so krass meine ich es gar nicht. ich denke eher wenn ein mann seine frau wirklich liebt, dann wird er sie ja auch nicht unterdrücken sondern sie sich entfalten lassen und dann fällt es der frau ja auch leicht ihn den chef sein zu lassen. hauptsache wir kommen nicht auf die idee ihn zu bevormunden zu bemuttern oder ihn wie ein kind zu behandeln, denn dann wird er wahrscheinlich ziemlich ungehalten reagieren („du bist nicht meine mutter und ich bin nicht dein sohn!“) oder sich fühlen wie ein wurm, was für uns dann auch nicht besser ist.

ist das vielleicht die wichtigste erkenntnis zum führen einer glücklichen beziehung?

ich wünsche euch allen einen wundervollen tag.

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nachträgliche ergänzung was ich mit dem begriff "bemuttern" gemeint habe:

ich habe damit eher bevormunden gemeint, oder belehrungen was wann wie zu tun ist, oder dass der mann von der frau "aufgaben" gestellt bekommt ("bring jetzt den müll runter und danach saugst du das schlafzimmer") so was in der art. ich kann mir nicht vorstellen, dass es männer gibt, die so etwas gern mit sich machen lassen aber ich habe schon frauen erlebt, die mit ihren männern genau das versucht haben.

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