Guten Morgen! Was habt ihr von "Älteren" lernen dürfen?

41 Antworten

Guten Morgen rotesand, guten Morgen alle anderen.

Das wichtigste was ich gelernt habe - und das auch ziemlich früh - ist das alte Menschen auch nur Menschen sind. Es gibt sehr nette drunter, es gibt sehr kluge drunter, es gibt sehr aufgeschlossene drunter, es gibt sehr weise darunter, es gibt aber auch genauso viele, die dämlich sind, die verschlossen sind, die verbittert sind, die überhaupt kein Stück weise sind, die stur sind, die meckern.

Was ich also definitiv nicht tue, ist alte Leute auf ein Podest stellen. Nur weil jemand alt ist, heißt es nicht, dass er besser ist. Oder klüger.

Klar, alte Menschen (also alle über 30 ;-), sorry, der Scherz musste jetzt sein), haben mehr erlebt, haben in der Regel mehr Erfahrungen als ich - aber das geht halt auch nicht immer nur mit positiven Effekten einher. Aber alt Werden ist heutzutage nicht mehr wirklich schwer (in westlichen Ländern). Ich habe also nicht mehr Respekt per se vor alten Menschen, als vor jungen.

Von einem verbitterten, alten Sack, der mit seinem Gehstock auf alle junge Leute losgehen will und nur am Meckern ist, kann ich in erster Linie lernen, wie ich nicht werden will - klar, das ist jetzt ein Stereotyp - aber ich habe so einen tatsächlich mal getroffen, der hatte ein Gehstock und hat mit rumgefuchtelt - ich fühlte mich wie in einem Comic. Klar, wird seine Gründe haben, warum er so ist, ist aber dann nicht mein Problem. Ich habe auch keine Scheu zu sagen, wenn sich alte Leute wie ldioten benehmen - was in der Bahn häufiger mal vorkommt. Altsein ist in diesen Fällen keine Entschuldigung und auch keine Rechtfertigung. Altsein ist für mich eben kein Verdienst. Deswegen reagiere ich auch sehr allergisch auf Menschen, die auf Grund ihres Alters alle anderen von oben herab behandeln.

So nachdem ich den Negativ-Punkt abgehandelt habe, zu den positiven Seiten.

Die netten alten Menschen, die sich gerne mit einem unterhalten und einen nicht von oben herab behandeln, nur weil man jünger ist, sind großartig! Ein Quell an Wissen, den ich nur allzu gerne anzapfe, wenn es geht. Ich lasse mir gerne Geschichten erzählen. Jede neue Geschichte ist auch eine neue Perspektive. Man kann daraus lernen. Gerade die jetzt leider immer mehr aussterbende Generation derer, die den 2. Weltkrieg miterlebt haben, die sowas wie Hunger auch wirklich noch kennen, aber die auch Wissen, was sie aufgebaut haben. Ich bin immer an Geschichten und Geschichte interessiert. Ich höre ihnen dann auch gerne zu. Sie hatten einfach mehr Zeit Wissen anzuhäufen. Authentisches Wissen ist was wunderbares. Klar, kann ich ein Buch über die Zeit des 2ten Weltkrieges lesen, oder über die DDR, aber das ist überhaupt nicht vergleichbar mit einer echten Erzählung, bei der man Fragen stellen kann, aber der man auch Gefühle sieht und merkt. Das ist wichtig, das ist schön. Daraus lernt man viel mehr. Wenn ich Lehrer wäre für Geschichte, dann würde ich solange wie möglich versuchen einen Zeitzeugen aufzutreiben, der in die Klasse kommt - denn das ist das, was die Kinder begeistern kann, was dazu führen kann, dass Kinder am Ende sagen: "Geschichte ist ein cooles Fach".

Bei Ratschlägen bin ich dagegen vorsichtiger. Denn ich habe allzu oft leider erlebt, wie ein Mensch durch seine eigenen Erlebnisse so beeinflusst wurde, dass er keine "neutralen" Ratschläge mehr geben kann. Klar, das passiert die bei jungen genauso. Manche alten Menschen sind auch echt weltfremd - die nützen einem in dieser Hinsicht also gar nichts. Natürlich gibt es aber auch dort immer hilfreiche Menschen, aber man muss es halt mit der gleichen Vorsicht genießen, wie bei allen anderen Menschen auch.

So viel heute von mir. Ich wünsche allen (jungen wie alten) Menschen einen schönen, lehrreichen Tag!

Ps. ich möchte euch eine Anekdote bezüglich der heutigen Wortwahl "alt" vs. "älter" nicht vorenthalten, bzw. zwei Anekdoten:

Dazu sei gesagt: Meine Mutter hat manchmal einen bisschen lieb-bösen Humor. Ebenso wie mein Bruder und ich.

Erste Anekdote, in gewisser Weise nur die Vorstory zur Folgenden: Mein Bruder und ich haben meiner Mutter zum Geburtstag zusammen eine Karte geschickt (wir wohnten zusammen, machte also Sinn). Mein Bruder fing also an diese Karte (vermutlich so der 59-62 Geburtstag meiner Mutter) zu schreiben, der erste Satz war wie folgt: "Hey alte Frau!" Der zweite war dann: "M.* hat gesagt ich soll nett sein". So ging das dann auch ungefähr lieb weiter. Meine Mutter ist also ganz eindeutig eine "alte Frau" - sie fand es lustig. Denn sie konnte sich die Entstehungssituation der ersten beiden Sätze auch lebhaft vorstellen.

*ich will ungerne meinen Namen öffentlich verraten, aber den hatte er hier eingesetzt - nachdem ich ihm auf den Arm geboxt hatte und meinte: "Sei nett zu unserer Mutter."

Diese kleine Geschichte im Hintergrund, fand dann die zweite statt - die bei der es wirklich um die Worte "älter" und "alt" geht. Denn meine Mutter hatte sie ganz sicher auch im Kopf:

Meine Mutter, meine Oma (nicht ihre Mutter, sondern die meins Vaters), und ich saßen im Garten. Meine Mutter sagte irgendwie sowas wie: "Wir alten Leute müssen..." - dazu sei gesagt, der Altersunterschied bei den beiden sind 15 Jahre. Meine Oma berichtigte daraufhin meine Mutter, dass man "alte Leute" nicht sagen solle und, dass das "ältere Leute" zu heißen habe. Darauf erwiderte meine Mutter völlig trocken: "Okay, gut, ich bin alt, du bist älter". Mir lief mein Getränk aus der Nase, beim Lachen, meine Oma hatte es allerdings nicht verstanden... Seitdem allerdings ein Familien-Running-Gag.

Auch eine w u n d e r b a r e!! Antwort, danke dafür und hast vollkommen recht, da sind wir uns einig.

Hab einen guten! Wochenstart, LG. (0o0)

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Ich danke herzlich für deinen netten Kommentar.

Obwohl ich selbst dazu gehöre, mich nerven die Alten auch oft - vor allem, wenn man in der Kaufhalle in der Schlange steht und "meine Generation" plötzlich feststellt, dass sie zum Bezahlen ja ihr Portemonnaie benötigt und dann beginnt, dieses zu suchen. Und wenn die Senioren es gefunden haben, suchen sie die Brille, weil sie ohne nichts erkennen. Und dann suchen sie die Münzen, um es korrekt bezahlen zu können. Schließlich geben sie ihre Geldbörse der Kassiererin, sie soll sich selbst aussuchen, was sie braucht, In der Zwischenzeit ist die Schlange von zehn auf fünfzehn Wartende angestiegen. Alt sein ist tatsächlich kein Verdienst.

Aber das, was die Alten in der Vergangenheit - auch zum Nutzen der heutigen Jugend - geschaffen haben, darf zumindest anerkannt werden. Und manchmal sollte man auch nachsichtig sein, weil viele sogar ihre Gesundheit zum Wohle anderer geopfert haben.

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@Arnstaedter
Kaufhalle in der Schlange steht und "meine Generation" plötzlich feststellt, dass sie zum Bezahlen ja ihr Portemonnaie benötigt und dann beginnt, dieses zu suchen.

Lach ja, wenn ich Zeit habe, muss ich drüber grinsen, wenn ich keine habe nicht. Aber sowas kommt ja auch völlig überraschend - brauchte man die ganzen Jahre ja noch nie. Ich wundere mich auch immer wieder, wenn ich als Wahlhelfer tätig bin, darüber, dass ich den alten Menschen erklären muss, wie das mit den zwei Spalten geht und was das soll - den jungen Menschen muss man das nicht erklären (oder sie sind zu feige nachzufragen). Allerdings verbuche ich sowas dann immer unter: Sie brauchen ein bisschen Beschäftigung und eine nette Unterhaltung, auch wenn es nur mit der Wahlhelferin ist - wenn ich Zeit habe, mache ich das dann ja auch gerne. Ich glaube, das ist nämlich wirklich manchmal das Motiv - ein bisschen mehr Zeit mit anderen Menschen herausschlagen.

Aber das, was die Alten in der Vergangenheit - auch zum Nutzen der heutigen Jugend - geschaffen haben, darf zumindest anerkannt werden. 

Das auf jeden Fall ja! Die haben dieses Land aufgebaut, die haben die großartigen Grundlagen dafür geschaffen, dass ich studieren kann. Mal ganz abgesehen davon, dass wir ohne sie nicht existieren würden. Das sollte man natürlich anerkennen. Das erkenne ich auch bei dem Opa mit dem Stock an. Auch der hat seinen Lebensbeitrag geleistet.

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Es scheint als ob die ältere Generation sich daran begeistert dass du gealtert bist, auch wenn es nur ein Jahr ist, Man nennt das Schadefreud, aber deren gibt es bei den Älteren zur Genüge, leider.

Fred wünscht dir einen sehr schönen Start in die neue Woche und grüßt dich aus Wien ganz herzlich.

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Tolle Antwort....

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Ich bin schon 61 und habe noch intensive Gespräche mit der Generation geführt, die um 1900 geboren wurde. Was diese Menschen alle übereinstimmend ausgesagt haben: Krieg kommt IMMER überraschend. Natürlich gibt es immer einige, die einen Krieg vorhersagen. Aber die Mehrheit glaubt ihnen nicht, sondern die Mehrheit glaubt, dass sich die Politiker schon irgendwie einig werden.

Die Schuld gibt man immer dem „kleinen Mann“. Mein Großvater mütterlicherseits war latenter Widerstandskämpfer. Er war Gefreiter auf der Schreibstube und Organisation hinter der Front in Russland. Zufällig kannte er seinen höchsten direkten Vorgesetzten, einen Major, aus dem Schachverein. Da mein Großvater der etwas bessere Spieler der beiden war, wurde er von diesem Major geschätzt. Solange die beiden alleine waren, duzten sie sich weiterhin, wie aus gemeinsamen Schachzeiten. Höherer Dienstgrad für meinen Großvater war nicht drin, weil er sich schon mehrfach der NSDAP verweigert hatte.

Nun kam es, dass bei einem Partisanenangriff drei deutsche Soldaten getötet worden waren. Mein Großvater, obwohl nur Gefreiter, bekam darauf hin von diesem Major den Befehl, das nächst gelegene Dorf „auszulöschen“. Mein Großvater fragte provozierend naiv zurück „ein Dorf auslöschen, was soll das sein?! Ich kann ein Feuer auslöschen, einen Tintenfleck, den kann ich löschen, aber schon nicht mehr auslöschen, aber wie soll ich ein Dorf auslöschen.“ - „Fragen Sie nicht so dumm, Gefreiter S., Sie wissen genau was gemeint ist! Nehmen Sie sich die Männer und Waffen die Sie brauchen, Sie sind für diesen Befehl Vorgesetzter aufgrund besonderer Anordnung.“

Mein Großvater sagte, er hätte tatsächlich genau gewusst was gemeint war. Denn ein paar Tage zuvor hätte ein Kamerad ihm gegenüber erzählt: „Du Hans, ich muss Dir was erzählen. WIR haben was gemacht ...“ Die deutsche Wehrmacht hatte mit 6 Panzern ein Dorf umstellt, dann die Häuser in Brand geschossen und auf die Flüchtenden mit dem Maschinengewehr geschossen. Die Dienstgrade an dieser Aktion gingen nicht über Unteroffizier hinaus. Die Führung der Wehrmacht erteilte diese Befehle ganz bewusst nur an möglichst geringe Dienstgrade und möglichst schwammig formuliert, um sich offiziell nicht an Kriegsverbrechen zu beteiligen. Deshalb hatte auch mein Großvater als kleiner Gefreiter den Befehl erhalten.

So nahm sich nun mein Großvater die 6 Panzer samt Besatzung und zog los zum Dorf. Aber er ging zuvor von Haus zu Haus und kündigte an: „Alle Menschen raus hier, die Häuser werden gleich in Brand geschossen.“ Das Dorf hatte nur eine einzige Straße, die in einem nahe gelegenen Wald endete. Und tatsächlich, als sie vorne mit ihrer Aktion anfingen die Menschen aus den Häusern zu holen, rannten ganz hinten junge Männer in den Wald, vermutlich Partisanen. Die Kameraden: „Hans, wir müssen hinterher!“ Mein Großvater: „Die finden wir in dem Wald doch nicht wieder. Außerdem könnte es eine Falle sein.“ Die andern Dorfbewohner gingen dann ebenfalls in den Wald. Die 6 Panzer umstellen das Dorf und schossen es in Brand. Danach meldete mein Großvater dem Major: „Befehl ausgeführt, Dorf ausgelöscht.“ Sie haben nie wieder miteinander darüber gesprochen. Im Rückblick meinte mein Großvater, dass der Major vermutlich die Dorfbewohner schonen wollte und deshalb gerade ihm den Befehl gegeben hatte, weil er wusste wie er tickte. - Man weiß es nicht.

Eine andere Geschichte. Über dem Ruhrgebiet war ein britischer Bomber abgeschossen worden. Drei Briten konnten sich mit Fallschirmen retten. Zwei waren unverletzt, einer hatte schwere Gesichtsverletzungen. Am Boden umringt von den zuvor oft bombardierten deutschen Zivilisten, deutsches Militär noch nicht da. Und meine Mutter erzählt, die „Oma Ahlfeld“ hätte die drei gerettet, indem sie diese schnell weggeführt hätte. Wenn das deutsche Militär eingetroffen wäre, hätte es in der Regel die Flugzeugbesatzung entwaffnet und dann die Zivilbevölkerung aufgefordert, die Briten totzuschlagen. Meine Großmutter hat einen der Fallschirme in ihre Wohnung genommen. Später hat sich meine Mutter aus diesem Fallschirm ihr Hochzeitskleid genäht. Was aus der Oma Ahlfeld und den drei Briten geworden ist, wussten meine Großmutter und meine Mutter nicht. Die waren einfach weg und sind nie wieder aufgetaucht, noch hat man von ihnen etwas gehört. Es wurde aus Angst auch nicht darüber gesprochen.

Ich könnte noch einige Geschichten aus dem Krieg erzählen, wie sie mir erzählt worden sind. Was ich daraus gelernt habe: Barmherzig sein, aber mit Cleverness und versteckt, sonst ist in schweren Zeiten keinem geholfen. Durchhalten, wieder aufstehen und das Beste aus seinen Möglichkeiten machen. Krieg kommt immer überraschend.

Guten Morgen lieber rotesand und all den anderen GuGuMos,

"Das Alter ist nicht bloß ein Abbauen und Hinwelken, es hat wie jede Lebensstufe, seine eigenen Werte, seinen eigenen Zauber, seine eigene Weisheit, seine eigene Trauer"

Hermann Hesse

Eine wunderschöne Frage, auf die ich gerne eingehe, aber nicht in der Form, wie ich hier sonst antworte - da ich gestern mal ein bisschen im Forum gelesen habe und ich das Gefühl habe, dass genau beobachtet wird, was hier bei GuGuMo geschrieben und in welcher Form die Antworten gestaltet werden. Und gut weggekommen sind die GuGuMos nicht, auch nicht von Usern, die hier regelmäßig teilnehmen.

Ich hätte sehr vieles über meine Großväter zu berichten gehabt, aber da sollte man sehr vorsichtig sein.

Ich selbst bin von meinen Großeltern aufgezogen worden, liebevoll aber konsequent, mein Großvater hat uns die Liebe zur Natur mitgegeben, als Bergführer und Betreiber einer kleinen Skiliftanlage. Er war Musiker, Ansager im Trachtenverein, ist mit 80 Jahren noch eine Klettertour mit Schwierigkeitsgrad 5 gegangen - und bis zu seinem 85. Lebensjahr Ski gefahren. Hat für ein großes Werk die Menschen auf die Berge geführt.

Meine Großmutter war eine sehr kluge, gütige und humorvolle Frau - sie durfte, trotz Abitur - nicht studieren. Dafür hat sie meinen Großvater, meine Eltern, Tante und Onkel, Cousine und uns Zwillinge plus Gesellen und Lehrlinge in ihrem Haus versorgt - bis mein Vater und Onkel unser Haus gebaut haben. Für mich eine großartige Lebensleistung. Später nutzte sie die Räume als Gästezimmer. Sie hat gerne Karten gespielt, war aber ein schlechter Verlierer - wir wir alle aus unserer Familie. Und ist sehr gerne gereist.

Ich habe viel durch sie gelernt, vor allen Dingen habe ich nach wie vor Respekt vor älteren Menschen, von ihnen kann man manches lernen, vor allen Geschichten vor unserer Zeit, sie sind selbst schon ein bisschen Geschichte. Für sie war Höflichkeit, Zuverlässigkeit, Hilfsbereitschaft und Pünktlichkeit noch eine Selbstverständlichkeit.

Ich unterhalte mich sehr gerne mit alten Menschen und höre ihren Geschichten zu.

Gerade am Bahnhof in der Stadt findet man immer einen älteren Menschen, der sich freut, dass man sich mit ihm unterhält. Und was mich dort immer so traurig macht, wenn alte, ärmlich gekleidete alte Menschen nach Pfandflaschen suchen.

Ganz traurig macht mich eigentlich, wie viele alte Menschen einsam sind - sie waren doch auch einmal jung und haben so viel erlebt - warum erfahren sie so wenig Zuwendung?

Nicht nur die Einsamkeit, sondern wenn man in ein Altersheim kommt, in dem durch Fachkräftemangel sich nur noch um die Grundbedürfnisse gekümmert wird, und auch häufiger durch Zeitmangel zu kurz kommt. Kein Wunder, dass sie nur noch lethargisch in ihren Stühlen sitzen oder im Bett liegen. Das Wichtigste ist doch richtige Fürsorge, Zuwendung und auch eine liebevolle Betreuung.

Sie haben das ganze Leben gearbeitet, sich um andere gekümmert und dass ist dann der Dank.

Danke für die Frage und liebe Grüße

und ich das Gefühl habe, dass genau beobachtet wird, was hier bei GuGuMo geschrieben und in welcher Form die Antworten gestaltet werden. Und gut weggekommen sind die GuGuMos nicht, auch nicht von Usern, die hier regelmäßig teilnehmen.

Ach, nimm nicht so ernst, was da geschrieben wird. Der Ton dort ist allgemein ein bisschen rauer. Die meisten haben auch absolut kein Problem mit der GuGuMo, oder den Antworten hier, oder der Art der Antworten hier, oder gar den Antwortenden, nur damit, dass man damit so viele Punkte bekommt. Ich finde deine Antworten und Fragen hier zum Beispiel immer sehr gut angenehm (und ich mag die tägliche Portion lieb sein und quatschen auch ;-)).

Gerade am Bahnhof in der Stadt findet man immer einen älteren Menschen, der sich freut, dass man sich mit ihm unterhält

Das stelle ich auch immer wieder fest, das sind sehr sehr tolle Menschen bei. Sehr viele interessante Geschichten.

Ganz traurig macht mich eigentlich, wie viele alte Menschen einsam sind - sie waren doch auch einmal jung und haben so viel erlebt - warum erfahren sie so wenig Zuwendung?

Damit hast du leider recht. Viele blühen regelrecht auf, wenn man ihnen zuhört, weil es so selten geschieht, dass es mal jemand tut. Weil sich deren Verwandtschaft denkt: nicht schon wieder die gleichen ollen Kamellen. Und sich lieber um den Haushalt dann kümmert, oder um organisatorisches. Das ist wirklich schade. Und ja, das haben diese Menschen sicherlich eigentlich nicht verdient. Da läuft einiges verkehrt in unserer Gesellschaft.

Danke für deine Antwort!

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@guitschee

Ich danke dir sehr guitschee für deine lieben Worte und wünsche dir einen guten Start in die Woche.

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@guitschee

Im Forum sind - so sehe ich das - ähnlich wie in Gremien, die auf "...rat" enden, viele unterwegs, die einfach nur Meinungen generieren und Stimmung machen wollen, zu jedem Thema was sagen müssen usw. - so einer bin ich nicht, deswegen bin ich da auch so gut wie nie aktiv. In fünf Jahren habe ich vielleicht 100 Beiträge geschrieben, die meisten zu einem Thema vor einigen Jahren das mich beschäftigt hat.

Das darf man echt nicht ganz ernst nehmen^^

Ansonsten vielen Dank für die schöne Antwort und viele Grüße!

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Ja diese "ausnahmsweise Chatfrage" birgt viel Konfliktpotenzial.Ich bin als häufiger Teilnehmer an der GUGUMO bereits dank dieser--legalen Punkte-Tankstelle-- an vielen Altusern im Level vorbeigerauscht.

Nur weil das hier nur ein Spiel ist,sollte man es aber dennoch fair spielen.

Wenn der Chat als Ausnahme als Frage zugelassen ist,dann BITTE ohne Punkte oder --imho-- besser noch Chat dahin verbannen,wo Chat seit immer "hingehörte".

Evtl.UrhG-Verstöße ist auch ein Punkt der die GUGUMO-Frage betrifft,der --imho--dringend als Moderationsrichtlinie geregelt werden sollte.

Wenn man wenigstens sein Level ausblenden könnte,weil Support beim Tag GUGUMO das danke/hilfreich nicht sperrt,das wäre doch auch eine Lösung...oder?

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Hast recht, durch die älteren Menschen kennt man die Zeit(en) vor der eigenen Geburt, die durchaus auch zum Verständnis der Gegenwart beitragen (können).

Und mit dem Umgang unserer Alten, da hast du ebenfalls sehr recht. `Den Wert und die Einstellung einer Gesellschaft erkennt man daran, wie sie mit Tieren und ihren Alten umgeht´. Den Autor dieses Spruches kenne ich leider nicht, aber ich finde, da ist Viel dran.

Hab eine gute! Woche, GLG.

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Nochmals vielen Dank, auch für das nette Kompliment in eigener Sache, hat mich sehr gefreut!

Ich finde diese Antwort so schön, weil sie ehrlich und herzlich ist - einfach aufrecht, so muss das im Leben eigentlich auch sein.

Ganz herzliche Grüße!

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@rotesand

gerade weil ich ehrlich bin,, hat mich das Ganze, was ich da so lesen durfte, mehr als irritiert. Deine Frage lädt wirklich um Nachdenken ein, bevor man antwortet.

Herzliche Grüße

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Guten Tag liebe D., der Punkt mit dem schrägen Blick auf alle Teilnehmer der Gugumo ist ja wahrlich nichts Neues. Oft und seltsamerweise kommt er gerade von denen, die selbst regelmäßig teilnehmen. Das habe ich noch nie wirklich verstanden.

da passt doch irgend wie das folgende Zitat:

"Wer die anderen neben sich klein macht, ist nie groß".

Johann Gottfried Seume

Schönen Nachmittag und liebe Grüße

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@IQSofia

Danke liebe Sofia, und ich kann nur dazu schreiben, treffender kann man nicht kommentieren und du hast mir damit sehr geholfen.

Danke, dir auch einen wunderschönen Montag und Liebe Grüße

6
@IQSofia

Sehr gut und wer die Anderen für dumm hält, wird deswegen nicht klug, LG.

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Altern, wenn man weiß wie es gehen kann, hat auch sehr schöne Abschnitte,, egal ob 20, 30, 40 usw., wenn es dann im höheren Alter noch dazu keine Krankheiten gibt dann geht durchgehend.

Fred wünscht dir einen sehr schönen Start in die neue Woche und grüßt dich aus Wien ganz herzlich.

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@Fredlowsky

Danke lieber Fred, ebenfalls einen herzlichen Gruß und einen guten Wochenstart - der bei mir nicht so gut begonnen hat. Aber Sofia hat mich wieder geerdet.

Liebe Grüße

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da ich gestern mal ein bisschen im Forum gelesen habe und ich das Gefühl habe, dass genau beobachtet wird, was hier bei GuGuMo geschrieben und in welcher Form die Antworten gestaltet werden. Und gut weggekommen sind die GuGuMos nicht, auch nicht von Usern, die hier regelmäßig teilnehmen

Was verwundert dich denn genau? Dass bestimmte User eine Meinung haben? Und die nicht zwingend ständig Pro ausfallen muss, damit der erlauchte Kreis nicht gestört wird? Zu dieser Rubrik gab es schon immer auch Kritik. Und zwar berechtigte. Sie wird nur nie gern gesehen. Und das war von Anfang an der Fall.

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Wow, mir aus dem Herzen geschrieben, da gibt es nichts hinzuzufügen. Tolle, liebevolle und verständnisvolle Antwort. Du bist doch ein Engelchen❣️Herzliche Grüße

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Guten Abend, liebe gelbeRose,

Hab Dank für Deine so unwahrscheinlich gute und ausführliche Antwort.

Du hast es auch unbewusst wiedereinmal verstanden, bei mir auf die Tränendrüsen mit Deinen angeführten Beispielen zu drücken.

Ich wünsche Dir noch einen recht schönen und angenehmen Abend und schick Dir liebe Grüße, vom Plawöpfchen

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@iQPlawopf

Hallo liebes Plawöpfchen, danke für das liebe Kompliment, aber die Antwort war sehr schnell geschrieben, da meine Gedanken sich nur auf die Tastatur beschränkt haben, um diese in Worten wiederzugeben. Herzliche Grüße D.

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Liebe Freundin,-auch ich wurde schon von einigen Usern durchleuchtet,und das hemmt in gewisser Weise,-leider

Meist sind es aber Menschen,die selbst ein Defizit haben....

Ich finde Dich fabelhaft,-aber kann Deine Beweggründe verstehen...

Deine Antwort finde ich wie immer sehr authentisch und kann Dir in vielen Dingen nur zustimmen

Dein Engelchen

4

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