Guten Morgen, findet ihr Supermärkte im digitalen Zeitalter noch zeitgemäß?

Das Ergebnis basiert auf 56 Abstimmungen

Ich möchte nicht darauf verzichten & weiterhin im Laden einkauf 80%
Mix aus beiden Optionen 11%
Andere Antwort 5%
Ich könnte drauf verzichten und würde im Internet bestellen 4%

34 Antworten

Ich möchte nicht darauf verzichten & weiterhin im Laden einkauf

Wieso sollte es einfacher und günstiger sein?

Wenn man die Ware im Internet bestellt, befindet sich diese auch in einem Lager was ein und aus geräumt und sogar beliefert wird, da muss jede bestellung dann auch von einem Mitarbeiter zusammen gesucht und verpackt werden. Man bestellt ja schließlich nicht bei jdem einzelnen Hersteller, da wären die Versandkosten viel zu hoch. Ausserdem kommen einige Versandanbieter doch jetzt schon kaum hinterher und es würde viel zu lange dauern.

Wenn ich in den Supermarkt vor Ort gehe, habe ich ausserdem die Möglichkeit meine Ware vorher anzuschauen. Was mir gerade bei Obst und Gemüse sehr wichtig ist. Der Vorteil ist auch, dass man wenn man etwas braucht einfach mal eben zum Markt kann und es sich kauft, statt zwei/ drei Tage warten zu müssen.

Des weiteren genieße ich es auch durch den Markt zu schlender und zu schauen was gerade im Angebot ist.

Bestimmte Sachen bestelle ich aber auch gerne im Internet. Möchte aber nicht drauf verzichten im Laden einkaufen gehen zu können.

Wieso sollte es einfacher und günstiger sein?

Extrakosten wie Miete, Personal, das Verräumen der Ware, die Transportwege... den Mehraufwand zahlst du als Verbraucher. Ein Grund, warum das Große A viele Artikel zu Kampfpreisen anbieten kann ist, dass alles zentral gelagert wird und die Personalkosten gedrückt werden (dass das alles andere als ideal ist, ist unstrittig denke ich).

Der Punkt mit dem Schlendern durch den Supermarkt, da stimme ich absolut zu :-)

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@Niklas

Exakt die gleichen Punkte zählen aber auch für die andere Option.

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@Niklas
... Extrakosten wie Miete, Personal, das Verräumen der Ware, die Transportwege... den Mehraufwand zahlst du als Verbraucher ...

Wenn die Konkurrenz des Einzelhandels für die Internethändler wegfallen würde, würden auch die Internetpreise explodieren. Nachfrage regelt die Preise.

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@Lazarius

Und die Konkurenz und ist die weg hat Online ein Monopol was es brutal ausnutzen kann.

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Andere Antwort

Ich würde schon diese Aussage bestreiten. Statt den Leuten, die sich Ihren Einkauf selbst zusammensuchen, braucht es dann Mitarbeiter im Logistikzentrum, die das tun. Die werden zwar mehrere Bestellungen auf einmal kommisionieren, aber kosten Geld, im Gegensatz zum normalen Kunden. Und statt der Kassenkraft braucht es dann Personal, das den Kram verpackt und verschickt. Die Zusteller wollen dann auch noch Geld. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies effizienter ist. Vom Umweltaspekt (viel mehr Pakete, jede Menge Verpackung, vor allem bei Kühlwaren, etc.) mal zu schweigen.

Ich denke eher, dass sich Self-Service Supermärkte durchsetzen werden, also Geschäfte mit sehr wenig Personal, welches nur noch die Waren einräumt. Die Bezahlung zu automatisieren ist nun kein unlösbares Problem.

Guten Morgen iQa1x,

danke für deine Antwort. Deine Einwände finde ich nachvollziehbar.

Jedoch brauchst du eh Leute im Lager/Logistikzentrum, irgendwer muss die Waren ja bewegen, egal ob sie per Post direkt an den Endkunden oder eine Filiale gehen. Wie sich da der personelle Aufwand unterscheidet (oder auch nicht), müsste man mal separat überprüfen. Da überwiegen Unterhalts- und Personalkosten in den einzelnen Filialen deutlich, behaupte ich.

LG Niklas

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@Niklas

Lagerfläche brauchst du in beiden Fällen, nur ggf. an einem anderen Ort (und ggf. effizienter). Aber wenn du überlegst, das ein Mitarbeiter vielleicht 5-10 Bestellungen gleichzeitig kommisioniert, wie viele Mitarbeiter du dann zusätzlich nur zum Zusammensuchen der Artikel für alle Kunden eines Supermarktes braucht. Und das machen halt die Kunden im Supermarkt ohne Geld dafür zu nehmen. Das zu automatisieren ist kompliziert, gerade bei den vielen verschiedenen Verpackungsformen, sonst wären Amazon & Co schon längst auf die Idee auf die gekommen.

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@iQa1x

Pacht und Versicherung für viele kleine Filialen dürfte die Kosten weniger, großer Lager (höchstwahrscheinlich auf einem eigenen Baugrundstück) übersteigen.

Bei der Kommissionierung gibt es doch auch längst hochmoderne Ansätze. In zunehmend vielen Amazon-Lagern ist der Prozess so weit automatisiert, dass keine Mitarbeiter mehr umherlaufen. Die Hauptaufgabe in diesen Lagern besteht im Verpacken.

Dass die Supply-Chain in meinem beschriebenen Zukunftsszenario optimiert werden muss, ist klar.

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Ich möchte nicht darauf verzichten & weiterhin im Laden einkauf

Guten Morgen, Niklas, guten Morgen an alle,

nein, darauf verzichten möchte ich nicht.

Komme z.B. grade auch vom Einkaufen, ich muss gestehen, dass das nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen zählt, dennoch möchte ich nicht darauf verzichten. Da ich die Ware VOR Kauf prüfe (vor allem auch Obst), dann kann ich vergleichen, welchen Käse ich z.B. möchte, steht dann alles vor mir, genauso mit Joghurt usw.

Aber Du hast Recht, Niklas, zeitgemäß ist das wohl nicht mehr, ich kenne das schon lange genau SO. Also wird es irgendwann sicher mal in die Richtung gehen, von der Du schreibst....-

Nun ja, ich bin, was das "digitale Zeitalter" betrifft sowieso nicht up to date, im Gegenteil....

wünsche einen schönen Tag :-)

 - (einkaufen, Supermarkt, Online-Shopping)

Oh je.... Mieze ist total gestresst! ;-)

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@SnoopyC737

naja, so sehe ich auch immer aus, wenn ich einkaufe, aber dennoch möchte ich das beibehalten und verzichte auf einen digitalen Lebensmitteleinkauf - liebe Abendgrüße :-)

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@KatzenEngel

Ich möchte auch weiterhin den Einkaufswagen durch den Supermarkt schieben. :-)

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Ich möchte nicht darauf verzichten & weiterhin im Laden einkauf

Guten Morgen,

aber unbedingt sind die das! Das hängt beim Verbraucher an: Es gibt nicht nur technikaffine Mitbürger, sondern auch Leute, die mit der Technik und Digitalisierung nicht klar kommen. Habe selbst z.B. ein paar (ältere )Verwandte, die mit dem Internet auf Kriegsfuß stehen. Das ist anders als "Mein Name ist Lohse, ich kaufe hier ein!" (Loriot), was zugegeben witzig ist :-)

https://www.youtube.com/watch?v=URcf2eUfiew

kam ich zu dem Schluss, dass Supermärkte/Discounter wirklich ziemlich ineffizient bzw. kostenintensiv sind. Von einem zentralen Lager werden Waren zu den einzelnen Filialen gefahren. Dort dann aufwändig von Angestellten in die Regale geräumt. Kunden nehmen sie dann heraus und es wird beim Bezahlen noch mal ein Angestellter benötigt.

Das stimmt kaufmännisch gesehen, aber man darf nicht alles kaufmännisch sehen und durch die Zahlenbrille beobachten. Würde man das tun, wäre fast alles ein Verlustgeschäft, nicht rentabel und zu "gewinnoptimieren" - und das bringt es nicht. Es geht in Richtung "Servicewüste Deutschland". Möglicherweise kann man hier und da sparen, aber darunter leidet die Gesellschaft und nur ein paar Manager reiben sich die Hände. Das beginnt beim Abbau von Arbeitsplätzen, verlorenen Wählern in einer politisch unsicheren Zeit und endet bei der öffentlichen Infrastruktur: Schließlich kommt diesen Märkten vielerorts, nicht nur auf dem Land, eine gewisse soziale Bedeutung zu. Wo ich aufwuchs gab es z.B. einige kleine Edeka- oder Schleckermärkte in den Erdgeschossen der Hochhäuser und ein ViVo-Geschäft. Das waren nicht nur reine Kaufhallen und Geschäfte, sondern viel mehr Tummelplätze für die Leute, die sich da über Neues diesseits und jenseits der sieben Berge ausgetauscht haben, Bekannte und Nachbarn trafen usw., das dürfte da heute noch im Wesentlichen so sein.

Und andererseits: Das ganze Zeug aus dem Internet muss ja erstmal organisiert werden - und das über Schiene oder Straße, jedenfalls derzeit mit Hilfe von Verbrennungsmotoren. Und die Beschaffungswege sind meist weiter wie zum Aldi um die Ecke. Ob das in die Klimadebatte passt, muss jeder für sich entscheiden. Nicht zu vergessen: Je mehr man digital erledigt, umso abhängiger wird man von der Technik - das ist auch nicht grad das Optimum. Lagerhaltung und Logistik finden ja dann auch noch statt, wenn die Waren übers Netz verkauft werden. Aber jeder so, wie er mag.

Und wer es allein nicht mehr kann, der findet immer Lösungen - und wenn es ein guter Nachbar ist, der was mitbringt oder ein Schüler, der sich einen Obolus verdient oder auch ein Nachbarschaftshilfe-/Krankenverein - die Welt ist nicht so schlecht, wie sie gemacht wird.

Den beschaulichen Laden von "Tante Emma" halte ich aber wirklich für ein Auslaufmodell, aber dass das so ist stellte schon in den 70ern Udo Jürgens fest.

https://www.youtube.com/watch?v=4SnqfYrwOmw

"mein name ist lohse, ich hätte gerne hier eingekauft" ... haha, herrlich. während der pandemie hab ich diesen film gesehen. einfach mega genial. ich fall jetzt noch fast vom sessel vor lauter lachen, wenn ich nur daran denke...

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@WildLissi96

Das stimmt, der Film ist umwerfend :-). Loriots erster Kinofilm "Ödipussi" von 1987/88 (auch mit Evelyn Hamann) ist nicht ganz so stark, aber ebenfalls grundsätzlich sehenswert. Wir haben beide als DVD.

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Herr Lohse.... loool :-))

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Ich möchte nicht darauf verzichten & weiterhin im Laden einkauf

Moinsen.

Supermärkte haben drei Vorteile gegenüber Online-Läden, weswegen ich nicht auf sie verzichten möchte.

  1. Spontanität. Man kann einfach mal eben so hingehen und sich was kaufen. Bestellt man etwas online, muss man noch auf die Lieferung warten. Klar, man kann auch hingehen und es abholen, aber da kommen ja noch zwei Punkte.
  2. Selektion. Ich kann auswählen, welchen Artikel ich kaufen möchte. Ich kann durch die vorhandenen Dinge wühlen und schauen, welche Zucchini ausreichend groß ist, wie viele Paprikas mir reichen, welcher Schinken besser aussieht.
  3. Personenkontakt. Ich sehe etwas an der Frischetheke und kann nachfragen, was da enthalten ist. Das geht online nur schwer, sondern da muss man sich erst was durchlesen. Darauf hab ich nicht wirklich Lust.

Das sind sinnvolle Argumente, danke. :)

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