Guten Morgen-Buch oder Film?

33 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo zusammen,

ich lese an und für sich nicht so viel und kenne daher viele Bücher nicht, deren Verfilmungen ich dann sehe. Einzige Ausnahme: John Grisham. Von dem lese ich sehr gerne die Bücher und sehe auch die Verfilmungen, wobei ich zu den Filmen sagen muss, dass die Qualitativ extrem unterschiedlich sind.

Die Verfilmungen von "Die Firma" und "Die Jury" fand ich sogar besser als die Bücher, die stellenweise etwas langatmig geraten sind.

Bei "Das Urteil" baut der Film zwar auf einer völlig anderen Story auf, als das Buch, trotzdem ist der Film extrem gut gelungen und ich würde ihn auch als gleichwertig mit dem Buch ansehen. Auch "Der Klient" ist eine erstklassige Verfilmung des gleichnamigen Grisham-Thrillers und ist mit dem Buch gleichwertig.

Leider kann man das von der Verfilmung von "Der Regenmacher" überhaupt nicht behaupten. Für mich ist das Buch eines der besten Werke von Grisham überhaupt, da gerade die Gerichtsszenen darin sehr witzig beschrieben sind. Aber von diesem Witz kommt im Film absolut nichts rüber. Es ist mir absolut unbegreiflich wie man aus so einer genialen Buchvorlage ein dermaßen katastrophales Drehbuch machen kann.

Jetzt wünschte ich mir noch eine gut gemachte Verfilmung von "Die Bruderschaft". Da würde ich auf der Stelle ins Kino rennen...

Moin, und ein herzliches "hallo" an alle,

ich bevorzuge ganz klar die Bücher. Da kann die eigene Fantasie spielen, auch gehen sie mehr in die Tiefe als ein Film, der mit ca. 90 Minuten auskommen muss - von Ausnahmen mal abgesehen.

Das mit der Vorliebe für Bücher mag bei mir allerdings damit zusammenhängen, dass ich die Grimm'schen Märchen, Pipi Langstrumpf, Tarzan, Karl May hoch und runter zig mal selber gelesen hatte (oder vorgelesen bekommen habe), bevor ich zum ersten Mal eine Verfilmung hierzu gesehen habe. Da ist eine Vorstellung zu den Werken quasi schon fertig - und dann kommt ein Film und zeigt eine u.U. gravierend abweichende Version davon. Manches davon ist ganz nett, unterhaltsam anzusehen (Pipi Langstrumpf oder manches (nicht alles) von Karl May), aber anderes verliert als Film doch sehr an Reiz. Einen Film von Tarzan angucken ist verplemperte Zeit.

Das schöne an Büchern ist die eigene Fantasie. Jedes Buch hat seine eigenen Charaktere. Das ist bei Filmen schnell anders - EIN Darsteller taucht in zig Filmen in zig Rollen auf, ist aber quasi schon mit einer Figur verknüpft. Burt Lancaster ist der rote Korsar, Lex Barker ist Old Shatterhand, Pierre Brice ist Winnetou, Sean Connery ist James Bond. So - und wenn Sean Connery in "Der Name der Rose" ein ganz passables Bild abgibt und man trotzdem insgeheim innerlich mit James Bond verbandelt ist, dann leidet die Wirkung des Films doch arg. Und wer Gerd Fröbe primär mit seiner Rolle in "Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten" verknüpft, für den macht sein Part in den James Bond Verfilmungen eher einen ungewollt komischen Eindruck. Genau solche "Verwechslungen" passieren bei Büchern nicht - Filme können darunter sehr leiden.

Einen schönen Tag wünsche ich euch!

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Fantasie!

Der Film ist besser als die Buchvorlage. Der typische Satz lautet eigentlich immer: „Das Buch ist viel besser als der Film“. Das kann mal an fehlenden Details liegen oder an gekürzten Szenen, ein anderes Mal an der Entscheidung für einen bestimmten Schauspieler.

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Guten Morgen 🍪🥛

Also meistens ist wirklich das Buch besser.

Zum Beispiel bei Harry Potter. Die Filme an sich sind super, als Buchverfilmung sind sie gut, aber dennoch nicht so gut wie die Bücher.

Bei Percy Jackson ist es schlimmer. Die Filme an sich sind ok, als Buchverfilmung aber miserabel.

Als positives Beispiel ist hier Narnia 1 zu nennen. Der Film ist klasse, als Buchverfilmung super und gefällt mir sogar besser als das Buch.

Mehr Beispiele kann ich kaum nennen, da ich meistens die Bücher nicht kenne und nur von den Kennern höre, dass die Buchverfilmungen dann meistens mies sind.

Ich wünschen einen guten Start in die kurze Woche. 🍀🌅

Woher ich das weiß:Hobby – viele Filme/Serien geschaut, Cineast, kenne mich aus

Guten Morgen,

ich sehe mir zwar manchmal gern einen Spielfilm an und die meisten, die ich gesehen habe, waren gut, aber es handelt sich eher selten um Literaturverfilmungen. Ich interessiere mich aber auch nicht so für Literatur- oder Filmkunst.

Ich habe mir eher mal eine Theateraufführung nach einer Buchvorlage angesehen, da wurde aber das Theater oft auf befremdliche Weise "modernisiert" und hatte mit dem - meist historischen - Buch nicht mehr viel im Sinn. Einige Male habe ich mich gefragt, um was es da eigentlich ging, ich erinnere mich z.B. an "Das Bildnis des Dorian Gray". Die Aufführung hatte mit dem Buch und mit Oscar Wilde nicht mehr viel gemeinsam.

Die einzige Verfilmung, an die ich mich erinnern kann, war "Ein Mann namens Ove" - Buch und Film befanden sich auf ähnlichem Niveau und wer das Buch kennt und mag, dürfte auch den Film gut finden. Ich hatte erst das Buch gelesen und mir dann die DVD gekauft. Hatte eher zufällig mitbekommen, dass es das als Film gibt. Aber ich war begeistert: Die Darsteller wurden so ausgesucht, wie man sich Ove, Rune und alle anderen jung und alt vorgestellt hätte, die Siedlung wurde hervorragend präsentiert und die Requisite hat gepasst. Ein sehenswerter Film.

https://www.youtube.com/watch?v=fCVr8hK8Mgg

Woher ich das weiß:Hobby

danke für den trailer. das muss ich mir wirklich mal anschauen.

5
@WildLissi96

Gerne, es ist ein wirklich berührender Film. Auch das Buch kann ich dir empfehlen. Eigentlich ist es bei Ove am besten, beides zu "konsumieren". Das Buch an sich finde ich schon meisterlich, was den Spannungsaufbau und die Schilderungen angeht. Es ist eben sehr "schwedisch" und einfach anders als das effekthascherische US-Kino, aber dafür geht es auch sehr in die Tiefe. Man kann Ove, Rune, Paveneh und wie sie noch alle heißen schon mögen!

5

Das Buch kenne ich nicht. Aber der Film ist super.

4
@JaquesSchabrack

Ich kann dich zum Lesen ermutigen, es ist ein sehr schönes Buch - wer das eine kennt, der wird das andere auch mögen. Es gibt auch ein Taschenbuch (das ich habe), das ist relativ preiswert - ich denke, es hat kaum mehr als 10 Euro gekostet.

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Ein verspätetes Hallo in die Runde,

Das hängt meist von Fall zu Fall ab, doch in aller Regel ist meist das Buch und somit das Original am besten, da es oftmals Textabschnitte gibt, die sich einfach nicht so recht in die Filmsprache formen lassen möchten. Genauso würde es sich aber auch verhalten, wenn man versuchen würde, so manchen Film in Worte zu fassen, denn es sind letztendlich zwei Paar Schuhe und eben unterschiedliche Formen und Stile, die in beiden Mitteln zum Ausdruck kommen. Im Buch kann man zum Beispiel viel mit der Fantasie eines Lesers arbeiten, während man sich im Film eben auch der Bildsprache bedient und da ist am Ende schon bei so manchen Lesern, die sich das Buch davor durchgelesen haben, die Enttäuschung bei der Filmumsetzung groß, da sie es sich anders vorgestellt hatten. Aber das liegt eben daran, dass der Film nun mal anders funktioniert als das Buch und deshalb wird es aus meiner Sicht kaum eine perfekte Adaption eines Buches geben weil immer irgendwo Teile enthalten sind, die sich entweder nicht verfilmen lassen oder die eben mit der Fantasie des Zuschauers spielen. Und beim Film, wo man dann meist versucht den Kern der Handlung herauszuarbeiten, müssen dann eben oftmals auch aufgrund der Dramaturgie Änderungen vorgenommen werden, damit es auch filmisch funktioniert.

Ein konkretes Beispiel habe ich jetzt aus eigener Erfahrung nicht, da ich kein großer Leser bin und mich eben als Cineast lieber dem Medium Film widme aber ich kenne natürlich die Kritik die Stephen King an Stanley Kubrick immer wieder betont und King eben mit Kubricks Filmfassung zu Shining nie zufrieden war und Kubrick hat sich hier klar Freiheiten herausgenommen und sicher ist es am Ende kein Vorbild einer ordnungsgemäß umgesetzten Romanadaption aber der Film ist dennoch und vielleicht auch gerade deshalb zum Meisterwerk des Horrorkinos geworden. Denn gerade Kubricks symbolische Bildarbeit und die Art und Weise die Erzählung auf mehrere Ebenen deuten zu können, zeichnen seinen Film aus und da verläuft im Vergleich der Fernsehfilm nach Stephen Kings Drehbuch von 1997 ziemlich geradlinig, überraschungsarm und langatmig.

Somit wird das Thema Buch und Film sicher auch für die Zukunft nie ganz leicht und meist nur mit Abstrichen miteinander zu vereinbaren sein und Autor, Regisseur und Produzent müssen in dieser Hinsicht immer wieder Kompromisse eingehen und bestenfalls eng zusammenarbeiten wenn sie ein Buch so genau wie möglich verfilmen möchten.

Mit den besten Grüßen

SANY3000

Woher ich das weiß:Hobby – Durch Videoschnitt und dem schreiben von eigenen Rezensionen

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