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Guten Tag!

Ich denke schon, dass es Mut benötigt - gerade insofern, dass man seinen Gefühlen vertrauen muss und auch die menschliche Reife benötigt, die Gefühle richtig erkannt und eingeordnet zu haben. Heiraten ist ein ganz großer Schritt - man macht das nicht "mal eben" wie einen Einkauf zu verrichten, sondern muss es wohl überlegt haben, bestenfalls auch relativ lang.

Mit Tapferkeit hat es weniger was zu tun - gut, ich kenne auch Fälle, wo sich Ehepaare mehr "ein Herz und eine Kehle" waren als "ein Herz und eine Seele", aber auch die haben es teilweise dann doch Jahrzehntelang miteinander ausgehalten, bis einer von beiden gestorben ist. Wenn ich mich an diese Ehepaare erinnere, etwa einen 2006 verstorbenen Großonkel und die Großtante (die noch lebt), muss man schon sagen: Die mussten beide tapfer sein und hatten mit dem jeweils Anderen kein ganz leichtes Spiel, geklappt hat es trotzdem in diesem einen Fall 44 Jahre, und wenn mein Großonkel nicht gestorben wäre, wären die immer noch zusammen.

Sonst aber denke ich nicht, dass eine was mit Tapferkeit zu tun hat - Mut steht am Anfang, den Rest klären Vertrauen, Liebe, Zusammenhalt, Ehrlichkeit, Freude am Zusammensein und ein fröhliches Herz.

Musikalisch habe ich dazu "Weil er dich liebt" von Henry Valentino/Hans Blum ausgewählt - definitiv hörenswert, der Mann kann was ... und wird demnächst 91. Viele Grüße, kommt gut durch den Tag!

https://www.youtube.com/watch?v=WJTT3Nqf4M0

Über den Menschen Hans Blum informiert dieses Portrait - ein sympathischer Typ und großartiger Musiker/Texter.

https://www.youtube.com/watch?v=g4QWJNQmGyI

Woher ich das weiß: eigene Erfahrung

Danke für deine, wie immer, zutreffende und ausführliche Antwort!

Hast du denn auch den Mut, irgendwann mal diesen Schritt zu wagen?^^

LG Coolita

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@Coolita

Ich war tatsächlich schon mal ganz kurz davor, stellte dann aber eine traurige Wesensveränderung bei meiner Partnerin fest - eigentlich war ich mir sicher, sie nach all den Jahren sehr gut zu kennen, aber sie stellte sich dann quer, verhielt sich gegenüber meiner Familie und meinen engsten Freunden sowie einer Arbeitskollegin von mir echt unmöglich und so trennte ich mich von ihr, nachdem es ein halbes Jahr lang fast dauernd Probleme und Streitigkeiten gab. Ich war dem nicht mehr gewachsen, es wurde ihrerseits sehr gehässig und persönlich - ging teilweise bis zur üblen Nachrede auf Verstorbene, die ich gern hatte und zum Stalking (!) der erwähnten Großtante, auf die sie sich im Negativen besonders eingeschossen hatte.

Meine Exfreundin und ich reden miteinander und es wird nicht mehr beleidigend oder polemisch, aber sie ist nicht mehr die Frau, die ich mal wirklich geliebt habe und auf die ich durchaus stolz gewesen bin, mit der ich viel Spaß hatte und viele tolle, unvergessliche Ausflüge unternehmen durfte. Na ja, die Zeit schläft nicht - es ist traurig, aber jeder hatte seine große Zeit, in meinem Fall kommt sie grad wieder und ihr wünsch' ich das auch!

Aber für die Zukunft schließ' ich nix aus :) Stehe aktuell sowieso an einem möglichen beruflichen und räumlichen Wendepunkt - und wir blicken nach vorne.

Viele Grüße!

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@rotesand

Dann wünsche ich dir viel, dass dir die wirklich richtige Frau noch über den Weg läuft, mit der du dein weiteres Leben verbringen möchtest.
Auch andere Mütter haben schöne Töchter... *lächel*  LG 

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@Coolita

Ich gehe stark davon aus - aber wenn es nicht so ist, dann ist es nicht so^^ auch das Single-Leben hat seine Vorteile :)

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Guten 'Morgen' zusammen,

nach meiner gestrigen GF-Nachtschicht dauerte es etwas mit dem Hochrappeln - aber jetzt will ich gern sagen, dass ich - idealistisch, wie ich bin - realistisch genug war, nicht zu heiraten. Nicht, dass ich das Meine nicht gern dazugegeben hätte, auch an Liebe mangelte es nicht - aber mir fehlte schlicht und einfach die Vorstellungsmöglichkeit, dass so etwas gut gehen könnte. Das täglich erlebte Beispiel war da auch nicht gerade förderlich: meine Eltern gehörten beide einem 'Feuerzeichen' an, und ich - hochsensibel, Wasser - dazwischen!

Schon der Gedanke an diese ominöse Unterschrift, durch die plötzlich alles, was vorher pfui war, nun gelobt, plötzlich wohlwollend sanktioniert und sogar Pflicht werden sollte, empfand ich als scheinheilig, spießig! So waren Ehe und Familie für mich erstmal nicht vorstellbar, stattdessen habe ich mich beruflich auf mein Weiterkommen orientiert.

Den Beginn der siebziger Jahre verbrachte ich in Paris - und erlebte dort, mit welchem Selbstverständnis sich Frauen, auch verheiratete, dort ihrem beruflichen Fortkommen widmeten, welchen Sozialstatus sie genossen und auch, mit wie vielen Kindern sie voll akzeptiert wurden; ich habe bei Kolleginnen nie erlebt, dass Kinder irgendein Karrierehemmnis gewesen wären: dort war die Ganztagsschule mit Verpflegung und Betreuung schon immer gang und gäbe, und auch sonst gingen Arbeitgeber sehr angemessen mit familiär bedingter Abwesenheit der Mütter um, wenn es erforderlich wurde. Diese familienfreundliche Politik war traditionell vorherrschend, nicht umsonst liegt Frankreich an der Spitze bei der Geburtenrate - mit EIGENEN Mitteln!

Mit diesem Beispiel im Hinterkopf kehrte ich im heiratsfähigen Alter nach Deutschland zurück, wo hierzulande (70er Jahre) gerade das Gesetz geändert wurde, nach dem man als Frau den Ehemann um Erlaubnis für die Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit hätte bitten müssen. Das war der Geist der Zeit!

Der Ton im Berufsleben war einfach unschön: männliche Kollegen, die sehr abfällige Bemerkungen über den schon wieder dicken Bauch einer Kollegin machten und was das die Firma wieder an Ausfallzeit kosten würde, habe ich noch gut in Erinnerung. Die Berufswelt war ausschließlich auf Männer und deren Bedürfnisse ausgerichtet.

Da habe ich manchmal bewundernd über die damalige Zonengrenze in die Nachbarschaft geschaut, wie gut es dort funktionierte: bei allem, was da vielleicht auch nicht immer Gold war - darüber weiß ich zu wenig - konnten aber Frauen mit Familie ganz normal in Berufen arbeiten und wurden nicht dafür bestraft, gegängelt, dass sie Kinder hatten. Aber selbst solche Gedanken nur auszusprechen - das war damals nicht ohne!

Ich hätte vielleicht auch gern Kinder gehabt - aber nicht, um berufliche Einschränkungen hinzunehmen, auch nicht, um mich erpressbar zu machen, wie ich es immer wieder mitbekommen habe.

Ich hatte mir einen eigenen, etwas utopischen Ansatz ausgedacht: Aufzucht und Hege eines Kindes in einer Organisationsform ähnlich einer GmbH, mit steuerlicher Abzugsfähigkeit der Kosten. Dadurch wäre es allen gut gegangen, inkl. guter Ausbildung der Kinder - alles in allem eine angemessene, kostenneutrale Lösung innerhalb eines gesellschaftlichen Rahmens, bei dem Leistung traditionell durch pekuniäre Anreize honoriert wird - statt eines Systems, das nur einen Händedruck für die Leistungserbringer übrig hat und in Kauf nimmt, sie arm zurückzulassen.

Aber so, ohne diese Rahmenbedingungen, musste die Gesellschaft eben auf neue Steuer- und Rentenzahler von mir verzichten. Und eine Ehe brauchte ich dann auch nicht.

Soweit mein Rundumschlag zum Thema Ehe - etwas ausführlich, aber dafür ist die Gugumo als GF-Lebenshilfe ja auch gut.

Euch allen einen schönen Nachmittag und viele Grüße!

So wählt jeder für sich den richtigen Weg, Hauptsache man ist damit glücklich und zufrieden! *lächel*

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Du hast gerade die Problematik der Frauenrolle hervorragend beschrieben!

Danke für diese Antwort und LG

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Danke. Aber Aufzucht und Hege von Kindern in einer "Organisationsform GmbH" wäre wirklich absolutes Neuland gewesen. Beim Konkurs der GmbH ist nur das Stammkapital weg und das ist für eine Haftung wenig genug! LG

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@insalata2

Da hätte man ein gutes Konzept für eine gesamtgesellschaftliche Beteiligung erarbeiten müssen, denn schließlich profitiert ja die ganze Gesellschaft von der Aufzugsleistung.

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Guten Mittag ihr Lieben!

Ich kenne Leute, für die ist die Ehe ein unangenehmes Muss.

Jemanden aus meinem Verwandtenkreis sagt beispielsweise zum Zölibat, dass Priester gezwungen werden sollten zu heiraten, damit sie wissen was sie den Leuten predigen.

Es gibt auch im Jahre 2019 immer noch Betrachtungsweise zur Ehe gibt, welche die Ehe mit einem Gefängnis gleichsetzt, bei dem man sämtliche Freiheiten aufgibt.

Das sind auch meistens die Leute, die sich dann wundern, warum ich partout nicht heirate.

Ja, wenn man es so sieht, muss man bei einer Ehe tapfer sein und aushalten.

Man kann es aber entweder die eigene Ehe komplett anders gestalten, so dass dieser Zwang wegfällt oder gar nicht heiraten. Bei letzterem braucht man vor allem auf dem Land ein dickes Fell wegen der Leute, die einem die Ehe aufschwatzen wollen. Meist sind das auch die Leute, die in der eigenen Ehe unglücklich sind.

Aber eins sollte klar sein. Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Wer meint für die Ehe eine Tapferkeitsmedaille verdient zu haben, sollte erkennen irgendwo etwas falsch gemacht zu haben.

Ich wünsche allen einen schönen Dienstag!

Tolle Antwort - da hast du gleich für mich mitgesprochen, so wie ich es empfinde! Gruß!

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Es klappt nicht mit der richtigen Frau?

Hallo,

ich bin einfach nur noch verzweifelt, ich will nicht Meckern, aber etwas anderes bleibt mir momentan nicht übrig.

Ich bin auf der Suche nach der richtigen Frau. Man sagt ja, du findest genau dann wenn du nicht suchst oder es nicht erwartest. An das Glaube ich mittlerweile nicht mehr, das Schicksal muss doch etwas in der eigenen Hand liegen oder Irre ich mich? Ich war noch kein einziges mal verliebt und bin noch Unschuldig, das werde ich auch bis zum Ehevertrag bleiben.🤙 Auf jeden fall meinen meine Umkreise und Freunde, das ich gutaussehend bin. Ich finde, das ich einen guten Kern habe und auch das jeder Mensch etwas gutes in sich trägt.

Mein Problem ist vermutlich, das ich ordentlich schreibe, aber wenn es um das Reden geht, bin ich eine null. Sobald sich eine Frau an mich nähert, bin ich sehr zurückhaltend und weiß auch nicht wie ich mit ihr Reden soll. Ehrlich, ich Rede etwas und mein Hirn sagt zu mir, alter wie was redest du nur für einen blödsinn. Die Sätze ergeben keinen Sinn und die Mimik-Gestik passt nicht zur Situation.

Ich will doch nur eine Frau, die die gleichen Werte hat wie ich selber, das wir auf einer Wellenlinie sind. Natürlich ist eine Frau kein Katalog und nicht Perfekt zu sein, ist die Perfektion in meinen Augen. Viele meiner Freunde meinen, das ich mir mit Abstand eine gute Frau verdient hätte.

Ich habe mit keiner einzigen Frau gespielt und hatte auch nie etwas schlechtes im Sinne. Mir wurde gesagt, 75% der Frauen, der heutigen Zeit, kannst du Vergessen. 20% sind Vergeben, bleibt dir nur noch 5% übrig und diese zu finden wird schwierig bis unmöglich.

Das hat schon etwas finde ich, jeder belügt jeden, jeder leckt jeden und so einiges läuft verlogen auf dieser Welt. Da frage ich mich wirklich, wie ich überhaupt eine gute Frau finden soll, die auch noch zu meinen Vorstellungen passt, scheint ja sehr schwierig zu sein. Allein das Sie mit keinem Mann auf dieser Welt etwas hatte, ist ja wirklich selten. Meistens lügen sie und die Wahrheit kommt Jahre später raus.

Ich weiß jetzt nicht ob ihr mich verstanden habt, das ganze ist etwas durcheinander geraten, trotzdessen hoffe ich das ihr so ungefähr versteht was in meinem Herzen liegt.

Keine Sorge, eines tages wenn ich sie finde, werde ich ihr schon sagen wo sie all die Jahre gesteckt hat, vermutlich hinterher noch Treten. Ironie.

Ich freue mich auf eure Antworten, bleibt gesund.

M, 22

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