Guten Anwalt mit wenig Geld zu kriegen ist das möglich?

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6 Antworten

In Deutschland werden Anwälte nach einer feststehenden Gebührenordnung bezahlt. Also sollten alle gleich teuer sein.

Im Sozialgerichtsverfahren ist aber zumindest in der ersten Instanz kein Anwalt erforderlich. Daher wird auch keine Prozesskostenhilfe dafür gewährt.

Außerdem ist das Verfahren kostenlos.

Im Gegenzug verdienen Anwälte dabei auch nicht sonderlich. Das wirkt sich natürlich auf ihr Interesse an derartigen Fällen aus.

Besser bist du mit einer Beratung durch die sozialen Dienste oder in Selbsthilfegruppen bedient.

Zivilverfahren:

Für die außergerichtliche Tätigkeiten eines Anwalts kann man beim zuständigen Amtsgericht einen Beratungshilfeschein beantragen.

Für ein Klageverfahren gibt es die Möglichkeit Prozeßkostenhilfe zu beantragen, die wird allerdings nur bei Aussicht auf Erfolg bewilligt. Sollte man dann allerdings vor Gericht verlieren, übernimmt die Prozeßkostenhilfe nicht die Kosten der Gegenseite.

Sozialgerichtsverfahren:

Hier fallen keine Gerichtskosten an. Die Kosten für den eigenen Anwalt werden nur erstattet, wenn der Fall auch gewonnen wird. Aber auch hier wäre Prozeßkostenhilfe möglich.

Man kann Prozesskostenhilfe beantragen, dann zahlt der Staat den Anwalt, wenn man kein ausreichendes Einkommen hat, den Anwalt kann man sich aussuchen. Natürlich keinen Staranwalt, aber davon gibt es in Deutschland nicht viele. Das Gericht prüft aber nicht nur das Einkommen, sondern auch die Aussicht auf Erfolg, bevor Prozesskostenhilfe genehmigt wird.

Für jeden Mist gibt es daher kein Geld.

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