Guten Abend an alle brauche dringend Hilfe. Ich weis nicht weiter. Bitte um schnelle Hilfe.

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9 Antworten

Liebe Elimay!

Dein Hilferuf hat mich total erwischt! Ich habe eine Alkoholkranke, nahe Verwandte. Jahrelang kenne ich den Zustand der Co-Abhängigkeit. Ich zitiere für Dich einen Text aus dem für mich ständigen Begleiter-Buch von Melody Beattie "Kraft zum Loslassen" welches mir immer wieder eine große Hilfe war.

"Beziehungsopfer ...Wir können lernen zu erkennen, mit wem wir gern zusammen sind, ob es nun um die Freunde,Berufskollegen, Geliebten oder Ehepartner geht. Wir alle müssen mit Menschen umgehen, denen wir lieber aus dem Weg gingen, wir müssen uns jedoch nicht zu langfristigen oder intimen Beziehungen mit diesen Menschen zwingen.

Wir besitzen die Freiheit, Freunde, Geliebte, Ehepartner auszuwählen. Wir besitzen auch die Freiheit zu entscheiden, wieviel Zeit wir mit Leuten verbringen, die wir uns nicht immer aussuchen können, beispielsweise Verwandte. Dieses Leben gehört uns. Wir können darüber verfügen, wie wir unsere Tage und Stunden verbringen. Wir sind keine Sklaven. Wir sitzen nicht in der Falle. Und es gibt niemanden, der keine Möglichkeiten hätte. Vielleicht sehen wir sie nicht ganz deutlich. Auch wenn wir uns durch Schamgefühle kämpfen und lernen müssen, unsere innere Stärke geltend zu machen, können wir unsere wertvollen Stunden und Tage mit den Menschen verbringen, die uns Freude bereiten und mit denen wir gerne zusammen sind.

Überlebensschuld

Wir beginnen, innerlich geheilt zu werden und Sorge zu tragen für uns selbst. Unser Selbsthilfeprogramm zeitigt erste Resultate in unserem Leben, und wir fühlen uns bereits wohler. Da schlägt es zu. Das Schuldgefühl. Sobald wir die Fülle und die Freuden des Lebens erfahren, fühlen wir uns schuldig, weil wir Menschen hinter uns gelassen haben - jene, die sich nicht auf dem Weg der Heilung befinden,die immer noch Schmerzen leiden. Diese >Überlebensschuld< ist ein Symptom der Co-Abhängigkeit. Wir denken an unseren geschiedenen Ehemann, der immer noch trinkt. Wir denken an ein Kind, halbwüchsig oder erwachsen, das immer noch leidet. Wir werden von einem Elternteil angerufen, der seine Sorgen bei uns ablädt. Und wir fühlen uns in den Schmerz der Menschen, die uns nahestehen, hineingezogen. Wie können wir uns so glücklich, so wohl fühlen, wenn sie immer noch im Unglück verhaftet sind? Können wir uns davon wirklich befreien und ein zufriedenes Leben führen, obwohl die Situation der anderen so schrecklich ist? Ja, das können wir. Natürlich ist es schmerzlich, Menschen, die wir lieben, zurückzulassen. Setzen Sie dennoch Ihren Weg unbeirrt fort. Haben Sie Geduld. Die Genesung anderer Menschen ist nicht unsere Aufgabe. Wir können sie nicht heilen. Wir können sie nicht glücklich machen. Wir mögen uns fragen, warum WIR für ein erfülltes Leben ausgewählt wurden. Vielleicht erhalten wir darauf nie eine Antwort. Manche Menschen schließen sich dem Heilungsprozeß in ihrem eigenen Tempo an; aber ihre Heilung ist nicht unsere Sache. Die einzige Heilung, die wir wirklich fördern können, ist unsere eigene. Wir können uns von anderen in Liebe lösen und uns selbst ohne Schuldgefühle lieben." Zitat Ende.

Sorge zu tragen für uns selbst, das ist das was zählt. Du musst nicht mit Deiner Mutter "untergehen". Als erste Maßnahme: Könntest Du bei jemandem kurzfristig unterkommen, Freund/Freundin, Tante/Onkel/Cousine/Cousin? Lerne Dich abzugrenzen. Schau, dass es DIR gut geht und Du in Ruhe Deine Ausbildung beenden kannst. Es gibt in jeder einigermaßen großen Stadt die Anonymen Alkoholiker. Dort gibt es Angehörigen-Gruppen. Dort kannst Du Dich austauschen und Stärke im Umgang mit der Krankheit Deiner Mutter und Kraft durch die Begegnungen entwickeln. Und bei den Beratungsstellen kannst Du sicher konkrete, auf Deine individuelle Situation zugeschnittene Hilfe bekommen. Nur rate ich Dir Dich erstmal aus der jetzigen Lage rauszunehmen, das ist ok, Du bist ja auch schon volljährig und kannst darüber entscheiden, wo Du Dich aufhältst. Begreife, dass nur Du etwas an Dir und Deinem Leben ändern kannst und Du nicht Deine Mutter ändern kannst. Es ist hart, aber es ist Ihre Entscheidung und vor allem ihre Verantwortung.

Allerbeste Grüße, chrissie und Viel Glück

Wow vielen dank für deinen Rat und das Zitat. Was du geschrieben hast hilft mir sehr. Ich werde es jetzt auf jeden Fall in angriff nehmen von ihr weg zu ziehen. Leider wohnen wir in einem kleinen Dorf wo es in der Nähe keine solche Organisationen wo sie hingehen könnte oder wo ich hin könnte ich versuche mich jetzt ab zu nabeln und nach vorne zu schauen. Danke nochmal waldfee

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@Elimay

So hörst Du Dich gut an und ich freu mich die Plötze! Starkes Mädel, toll! Alles, alles Gute!

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Liebe Elimay, du schreibst, dass du auf einem kleinen Dorf wohnst. Online-Hilfe ist zwar immer nur die Zweite Wahl, aber es gibt von Al-Anon, einer Selbsthilfegemeinschaft für Angehörige und Freunde von Alkoholikern, auch einen Austausch über Mailinglisten. Du findest unter 'Gruppen' auf der Seite von Al-Anon.de einen link zu diesen Gruppen.

danke ich werde mir die Seite auf jeden Fall mal ansehen

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Tut Dir sicherlich gut, eigene Wege zu gehen. Hole Informationen ein. Bereite alles für Deine eigene Zukunft vor. Und was Deine Ma betrifft: klar, dass Du es gerne anders hättest, aber es ist halt doch ihr Leben, ihre Entscheidungen. Ich denke, besser wäre es wohl, wenn Du Dich jetzt ganz viel um Dich selbst kümmerst und Deine Ma so machen lässt, wie sie kann. Mehr geht bei ihr gerade nicht. Hart, aber ist so. Sie kommt wohl mit der Härte des Lebens nicht so klar. Mach' es Du besser! Stell' dich den Herausforderungen des Lebens, dann hast Du ein schönes :-) Versuche Du mit der Härte (alkoholkranke Mutter) zurechtzukommen! Laß' Deine Ma mal etwas und für bestimmte Zeit einfach so sein, wie sie eben ist und kümmere Dich um Dich! Geholfen kann nur dem werden, der sich helfen lässt. Sie kann halt derzeit nicht besser. Dreh mal Dein eigenes Ding. Alles Gute dafür.

danke für deine ermutigenden Worte ich versuche wirklich es mir zu Herzen zu nehmen.

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@Elimay

Wäre schon super, wenn Du Dir selbst das wert wärest :-) Vielleicht hast Du ja auch das Schlimmste längst hinter Dir? ;-)

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ob ich das schlimmste hinter mir habe weis ich nicht aber da ich wohl grade an einem ziemlich tiefen Punkt stehe kann es eigentlich nur noch Berg auf gehen.

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@Elimay

Hört sich doch gut an.

Ja wahrlich, es gibt Tiefpunkte im Leben, mit denen man an eigene Grenzen kommt, mit der Auswirkung, dass man an ihnen (endlich) angekommen, (endlich) einen gegensätzlichen Weg einschlägt - und das ist gut so! Hab' Vertrauen und schau jetzt (endlich) auf Dich, um Deinen eigenen Weg gehen zu können.

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danke Sonja wirklich danke :)

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Hast du keine Untersützung von anderen Familien Mitgliedern? Wenn sie jetzt getrunken hat kannst du im Moment eh nichts machen, es sei denn du willst sie mit dem Notarzt in`s Krankenhaus bringen lassen (verdacht auf Alkoholvergiftung). Ansonsten solltest du dich an eine Beratungsstelle wenden, die können dich vor Ort unterstützen.

Ich wünsch dir viel Kraft auf den Weg.....

VG

doch hätte ich aber keiner weis wie schlimm es ist. danke

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@Elimay

Ja, dass kenne ich. Du befindest dich bereits in einer Co-Abhängigkeit und schützt deine Mutter nach außen.

Mach dich am Montag auf, eine Beratungsstelle auf zu suchen. Deiner Mutter sag noch nichts. Du musst erst mal wieder zu dir selber kommen ehe du ihr Helfen kannst. Und Fang an deine Familie Aufzuklären und ihre Unterstützung einzufordern und zu zu lassen....

Alles Gute

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danke nasevoll ich glaube ich weis sogar schon zu wem ich ziehen könnte. Jedoch das mit der Beratungsstelle kann ich erst dann machen wenn ich mal nicht arbeiten muss

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@Elimay

Informiere dich einfach mal im Internet, was bei euch in der Näh ist und welche Beratungs-Zeiten die haben....

Wünsche dir wirklich alles Gute.....

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das mache ich auf jeden Fall dank dir

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Suche dir einen eigenen Lebensbereich. Biete deiner Mutter Hilfe an: Arztbesuch, Selbsthilfegruppe, Entgiftung im Krankenhaus... Besuche selbst eine Selbsthilfegruppe (Al-Anon, auch Internetauftritt). Da du in einer Alkoholikerumgebung aufgewachsen bist, bist du selbst psychisch geschädigt. Deine Mutter wird wahrscheinlich behaupten, keine Hilfe zu brauchen. Aber du selbst kannst etwas für dich tun.

Sie muss dringend in Therapie!!!!

das weis ich habe es ihr gesagt sie lässt sich nicht helfen

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Also wenn sie jegliche Hilfe verwehrt, ist sie verloren. Halte durch, es sind nur noch ein paar Monate.

schütte den ganzen alkohol weg

. . . das wäre ja ganz falsch . . .

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sie hat Über all verstecke ich würde nie alles finden

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oh du kannt ihr mit einem auszug aber drohen (selbst wenn du nur zu einem/r freund/in gehst und da solange übernachten kannst) viel glück und alles gute

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danke ich schätze das werde ich tun

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freut mich, wenn ich helfen konnte

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