Gute und scharfe Kamera?

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3 Antworten

Bei der selektiven Schaerfe, die du hier wohl meinst, ist es immer auch entscheidend, wie nah der Hintergrund am Motiv ist. Wie gut man das dann bei gegebenem Abstand (Motiv - Hintergrund) trennen kann, ist keine "Funktion" sondern von 3 Sachen abhaengig:

-der tatsaechlichen Brennweite (nicht irgend etwas Umgerechnetes!)

-der verwendeten Blende

-dem Abstand Kamera-Motiv

soweit die Theorie. In der Praxis sieht es so aus, dass Kameras mit kleinem Sensor außerhalb des Makrobereiches ausscheiden und die besten Kameras fuer dieses Unterfangen schlicht zu teuer sind. Der beste Kompromiss sind dann Kameras mit Sensoren, die FT- bis APS-C Groeße haben.

  https://de.wikipedia.org/wiki/Bildsensor#/media/File:Sensorformate_2015_01_10.svg

Die gibt es als DSLR von Canon, Nikon, Pentax und Sigma. Als Systemkameras gibt es Olympus, Fuji, Panasonic und Sony.

Dann gibt es noch ein paar wenige kompakte Kameras mit APS-C großem Sensor und nicht wechselbarer Festbrennweite von Ricoh, Sigma, Fuji und Sony, allerdings groeßtenteils mit einem Objektiv, das fuer Portraits nicht sonderlich geeignet ist (Ausnahme Sigma).

"Scharfe und gute Bilder" koennen die alle, wenn man sie laesst ;-)

Das heißt: gutes Objektiv, sorgfaeltiges scharf stellen und verwacklungsfreies Ausloesen und ein Fotograf, der weiß, was er tut und der aufs Licht achtet.

Schau also nach einer Kamera mit der empfohlenen Sensorgroeße und einem lichtstarken Objektiv.

3 Objektive seien hier genannt, weil sie gut und preiswert sind:

Tamron oder Sigma 17-50mm/2,8

Tamron 28-75mm/2,8

50mm/1,8. Das gibt es von Canon, Nikon und Pentax fuer 100-200 €. neu.  

Die Kamera (beziehungsweise der Sensor) kann das mit dem Scharfstellen und Unscharfmachen von Portraits nicht, das ist eine reine Frage der Optik und es Objektivs. Am besten nimmt man ein Obektiv mit etwas längerer Brennweite (z.B. 85 mm bezogen auf Vollformat) und dann fotografiert man mit kleiner Blendenzahl (großer Öffnung). Eine lange Brennweite (Zoom) führt dazu, dass es keine große Schärfentiefe gibt, das gleiche gilt für die weit geöffnete Blende. Darüber hinaus kann man auf Dinge achten, wie das Bokeh eines Objektivs. (https://de.wikipedia.org/wiki/Portr%C3%A4tobjektiv)

Natürlich kann man auch mit jeder normalen Kamera Portraits machen und mit jeder gängigen Digitalkamera kann man die Brennweite am Objektiv etwas über 50 mm erhöhen und eine kleine Blendenzahl einstellen. Aber mit einem speziell dafür ausgesuchten Objektiv werden die Ergebnisse natürlich schöner. Wie gut die Kamera ist, kommt dann noch dazu.

Geringe Schärfentiefe (genau so nennt man das) ergibts sich aus maximaler Sensorgröße (Fläche) der Objektivlichtstärke (also auch der maximal geöffenten Blende) und dem kleinsten Abstand zum Objekt bei gleichzeitig größtem Abstand zum Hintergrund und eben noch die maximale Brennweite des Objektivs.

Kleiner Abstand zum Objekt und maximaler zum Hintergrund geht bei wirklich jeder Kamera - auch beim Smartphone.

Bei DSLRs/DSLTs und DSLMs gibts entweder Bildsensoren im Kleinbildformat (auch Vollformat oder 35mm genannt, also ca 24x36mm) oder APSC-Format (auch DX etc... also ca 12x18mm) was ungefär der Hälfte entspricht.

Zusammengefasst hast Du also mit einem theoretisch 500mm (Brennweite)F1.4(lLichtstärke)Objektiv an einer A7 (Kleinbildsensor) unglaublich schmalen Bereich (Schärefentiefe) an dem das Bild scharf ist wenn Du den kleinsten Abstand zum Objekt wählst und der Hintrgrund zB der Mond ist.

Am Billigsten ist eine möglichst gute selektive Unschärfe mit irgend einer SONY-DSLM (APSC-Sensor) einem Adapter und zB einem billigen 50mmF1.4 Objektiv zu bewerkstelligen. Allerdings gibt es dabei keinerlei Autofokus, man muss also per Hand scharfstellen - was bei 50mmF1.4 jedoch auch sinnvoll erscheint, denn eine scharfe Nase oder ein Auge nützt zur Vordergrund-Hintergrundabhebung so garnichts. Die Schärfe muss hier auf die Sillouette, also auf die Ohrspitzen, nicht auf das was ein Autofokus erfasst.

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