Gute Trecking App?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo,

als Orientierungshilfe und zum Planen von Touren ist als Alternative zum GPS-Gerät die App "ApeMap" sehr gut geeignet. Diese kostet zwar einmalig (die Pro-Version ca. €20,- plus das benötigte Kartenmaterial), bietet aber sehr viele nützliche Funktionen (verwenden diese auch bei uns in der Bergrettung). Im Notfall ist es sehr nützlich den Einsatzkräften die GPS-Koordinaten mitteilen zu können wenn man in einem Gebiet unterwegs ist das man nicht zu 100% kennt und so den genauen Standpunkt mitteilen kann.

Ein Tracking von Freunden ist eher überflüssig. Gibt zwar diverse Apps mit denen dies möglich ist, aber wer möchte schon permanent getrackt werden.

Sinnvoller ist es hier wenn man einfach eine Zeit ausmacht wo man kurz anruft oder eine SMS schickt das alles ok ist.

SG

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Ausbildungsleiter der Bergrettung Tirol

Vielen Dank, für die ausführliche Antwort!😊👍Das Anrufen ist gut, funktioniert aber im Notfall nicht zwingend. Gut ist zu wissen wohin es gehen soll sonst könnte man ja noch nicht mal Bescheid geben.

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@Tabealee

Erstmal danke für deinen Stern! :-)

Da hast du natürlich recht, der Empfang ist nicht immer gegeben. Was viele oftmals nicht wissen ist das man das Handy im Notfall (wenn kein Empfang) ausschalten muss in dann beim Neustart anstatt der Pin-Eingabe den Euro-Notruf (112) wählen muss. Dann werden alle verfügbaren Netze gescannt und auch verwendet.

Was ich jeden Empfehlen kann ist die Handy App "SOS EU ALP". Hier kann in der App eine Notruf gestartet werden und es wird gleich der richtige Rettungsdienst alarmiert. Dazu werden noch die vorher in der App angegebenen Daten inkl. den Positionskoordinaten per SMS an die Leitstelle gesendet. Die Koordinaten werden aktuell noch nur in Bayern, Tirol & Südtirol gesendet, die App funktioniert jedoch auch in komplett DE, AT & IT, dann jedoch ebenfalls über den EURO-Notruf. Die Koordinaten werden aber trotzdem in der App angezeigt und man muss diese halt telefonisch durchgeben.

Aber wie du schon richtig geschrieben hat ist es immer wichtig jemanden vor einer Tour Bescheid zu geben was man vor hat um eine etwaige Suche stark beschleunigen zu können.

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@OriginalMotion

Gerne!😊👍

Meine Frage bezieht sich auf Spanien, speziell Lanzarote. Greift diese App da auch?

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@Tabealee

Puhh, da bin ich jetzt leider überfragt. Hier müsstest du evtl. die Entwickler kurz anschreiben wie hier der Status ist (Antworten in der Regel recht kurzfristig).

In Lanzarote kann man im Notfall per Notrufnummer 112 auch eine Meldung in Deutsch machen was vieles vereinfacht. Hier wäre es vielleicht nur von Vorteil wenn man mit einer X-beliebigen App seinen Standort mitteilen kann.

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Wenn "mal was beim Wandern sein sollte", gibt es die Möglichkeit, über den internationalen Notruf (112) bzw. lokale Notrufnummern (bspw. 140 für die österreichische Bergrettung) eine Rettung zu rufen. Es gibt auch eine App (SOS EU ALP), die automatisch per Internet oder per SMS die Standortkoordinaten an die nächstgelegene Rettungsleitstelle schickt, von wo aus eine telefonische Kontaktaufnahme versucht wird. Falls keinerlei Funkempfang aufgebaut werden kann, gibt es das alpine Notsignal, das natürlich voraussetzt, dass man bspw. eine Pfeife und/oder eine Lampe dabei hat. Ein akuter Notfall (bspw. jemand stürzt und bricht sich ein Bein) sollte eigentlich von Kameraden vor Ort gemeldet werden können. Daher empfehle ich auch, bei riskanten Touren keine Alleingänge zu unternehmen. Wenn man zusammen mit den Freunden unterwegs ist, gibt es den einfachen Trick, in Sicht- und Rufweite beieinander zu bleiben, dann muss man sich nicht darauf verlassen, dass eine Tracking-App bei begrenztem Empfang funktioniert.

Ein Tracking der Wanderer vom heimischen Sofa aus finde ich persönlich unnötig. Den Daheimgebliebenen kann man die geplante Route und die errechneten Gehzeiten erklären. Bei Gehzeiten kann man sich gerne mal verschätzen, vor allem, wenn man die Pausen nicht richtig plant. Aber wenn man bei stabilem Wetter bei einer Tagestour so > 3 Stunden überfällig ist oder es bereits Nacht (für solche Fälle packen clevere Wanderer auch einen Biwaksack und einen extra Schokoriegel in den Rucksack) ist, kann man von zu Hause aus die Rettung informieren, die dann nach eigenem Ermessen weitere Fragen stellt und eine Suche organisiert. An dieser Stelle stehen dann auch recht schnell Methoden der Standortermittlung via Handy zur Verfügung.

Generell sind Wanderungen in der freien Natur (und sei es nur ein Traufgang auf der schwäbischen Alb) kein Terrain für Angstgestörte, die permanent überwacht werden wollen, damit bei einem Insektenstich binnen 10 Minuten die Winch vom Heli runterkommt. Klar, es kann immer was passieren und wenn wirklich mal was passiert, hatten die Ängstlichen natürlich wieder Recht. Aber man geht doch mit so einer Einstellung nicht wandern, oder? Nicht falsch verstehen: Ich bin selbst ein großer Fan von Sicherheit und tu meinen Dienst bei der Bergrettung in einem deutschen Mittelgebirge. Aber bin halt auch gerne in den Bergen, um frei zu sein. Das widerspricht sich meiner Meinung nach mit dem angesprochenen Live-Tracking.

Woher ich das weiß:Hobby

Die Trainigs App auf der Apple Watch ist gut.

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