Gute Spiegelreflexkamera?

8 Antworten

Würde heute keine Spiegereflex mehr kaufen. Außer du brauchst unbedingt die etwas längere Akkulaufzeit der DSLRs. Die spiegellosen Kameras sind aber heute auf dem selben Niveau und bieten einige praktische Features, die du bei DSLRs vergebens suchst. Zum Beispiel Augen-Autofokus, sie sind kleiner und leichter, fokussieren akkurater und du siehst das fertige Foto schon vor dem Abdrücken.

Würde dir daher zu ner EOS M50, ner Sony A6000 oder einer Nikon Z50 raten. Die Canon ist vom Gesamtpaket mit Objektivpreisen gerechnet, die beste von den drei. Mit Objektiv schon für 540€ dann bleibt dir noch Kohle für zusätzliche Objektive, zum Beispiel das EF-M 32mm f1.4 STM (evtl gebraucht). Oder ein Canon EF 50mm 1.8 mit Viltrox Speedbooster adaptiert (was es zu einem 36mm f1.3 macht)

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Woher ich das weiß:Beruf – Fotografiere in Hobby und Beruf seit etwa 20 Jahren

Es kommt bei einer Spiegelreflexkamera gar nicht so sehr auf auf das Gehäuse an, das Objektiv ist viel wichtiger. Alle halbwegs aktuellen Modelle ( jünger als etwa 8 Jahre) von Canon oder Nikon werden gehobenen Gnsprüchen gerecht wenn man gute Objektive verwendet.

Woher ich das weiß:Hobby – Ich fotografiere seit über 30 Jahren.

Kurz:

Nikon D7200, Canon 80D

Lang:

Du weißt, dass die Objektive noch dazu kommen. Weißt du überhaupt, was eine "gute Spiegelreflex" ausmacht und ob du das bezahlen willst?

Warum überhaupt Spiegelreflex und warum dann nicht auch Pentax?

Für ein gutes Foto sind wichtig:

-Fotograf (Bildidee, Lichtsetzung, Schärfesetzung, Komposition, Standort/Perspektive, und schließlich auch die Ausarbeitung),

-das Licht,

-das Objektiv

-das Stativ

dann erst kommt die Kamera.

·       Hier mal ein kleiner Leitfaden:

·       Zunächst mal ist der Markt der Digitalkameras nahezu unüberschaubar und fast täglich gibt es neue Modelle; die Vorgänger sind noch lange in den Regalen.

·       Um etwas "Ordnung in das Angebot" zu bringen sollte man sich zunächst mal kritisch selbst fragen, was man überhaupt will und erwartet und wie viel man bereit ist zu schleppen und an Geld auszugeben.

·       Besonders wichtig ist aber erst mal: wie sehr will man sich mit Fotografie beschäftigen?

·       Will man nur ein paar nette Fotos aus dem Urlaub mitbringen?

·       Will man seine Freunde, sich selbst oder auch sein Hobby fotografisch begleiten/dokumentieren?

·       Will man Fotografie zum Hobby machen und wie intensiv soll das werden?

·       Die ganz einfachen Kameras (50-200€) werden mehr und mehr von den eingebauten Smartphonekameras verdrängt.

·       Preislich im Anschluss (200-1000€) kommen dann:

·       1.die Bridge- oder Superzoomkameras (mit kleinem Sensor)

·       Vorteile der Bridge sind:

·       •der oft enorme Zoombereich,

·       •der Sucher

·       •die überschaubaren Kosten

·       •oft sehr ordentliche Makrotauglichkeit

·       Die Nachteile der Bridgekameras sind:

·       •bei wenig Licht sehr deutlich schlechtere Bildqualität als Kameras mit großem Sensor

·       •der Autofokus ist nicht sporttauglich

·       •schöne Hintergrundunschärfe ist fast nur im Makrobereich oder mit Tricks und Können machbar

·       Ob man die Größe eher als Vor- oder als Nachteil sieht ist Geschmacksache.

·       2.höherwertige Kompaktkameras (mit kleinem, mittlerem, auch APS-C-großem und sogar Kleinbild-Sensor)

·       Kompaktkameras kauft man deshalb, weil man nicht viel schleppen will

·       oder darf, oder weil man unauffällig fotografieren will. Gute

·       Kompaktkameras wie z.B. die Ricoh GR kosten nicht nur so viel wie eine

·       Systemkamera, sondern liefern auch erstklassige Bildqualität.

·       Schließlich haben sie Bildsensoren, wie sie auch in Systemkameras

·       verwendet werden. Weitere herausragende Kompaktkameras kommen von

·       Leica, Olympus, Fuji, Sony, Canon und Sigma. Nachteile sind:

·       •oft kein (oder nur teurer Zubehör-) Sucher

·       •nur eine Brennweite, die auch kaum erweiterbar ist

·       Dazwischen gibt es noch Kameras, die deutlich kompakter sind als eine

·       Bridge, aber auch deutlich größer als eine kleine Kompaktkamera.

·       Populärer Vertreter ist die Canon Powershot G7x. Zoombereich und

·       Sensorgröße liegen ebenso wie die Gehäusegröße im Mittelfeld mit allen

·       Vor- und Nachteilen.

·       Wenn Bildqualität mit Freistellungsmöglichkeit (Hintergrundunschärfe) und Rauscharmut bei wenig Licht wichtiger ist als Kompaktheit sollte man unbedingt die Sensorgröße 1 Zoll oder größer wählen. Wer nur bei strahlendem Wetter Fotos machen will, die von vorn bis hinten scharf sind, kann beherzt zu einer Kamera mit kleinem Sensor greifen.

·       Man sollte auch berücksichtigen, was man mit den Fotos zu tun gedenkt: Will man sie nur auf Smartphone/Tablet anschauen oder maximal 20x30cm große Ausdrucke/Fotobücher machen, muss man nicht so viel investieren und schleppen.

·       Will man aber extreme Ausschnittsvergrößerung, Freistellung, Konzertfotos, Poster/Fototapete usw., kommt man an einem größeren Sensorformat nicht vorbei.

·       Kommen wir jetzt zu den Systemkameras. Auch die gab es vereinzelt

·       mit winzigen Sensoren (Pentax Q und Nikon 1). Die spielen aber eher auf dem japanischen Markt eine Rolle. Normalerweise sind aber

·       Sensoren verbaut, die die Größe von mindestens 1 Daumennagel (mikroFT und FT), 1,5 Daumennägeln (APS-C) 3 Daumennäglen (Kleinbild oder Vollformat) oder 5 und mehr Daumennägeln (Mittelformat) haben. Ein Schaubild gibt es hier:

·       https://de.wikipedia.org/wiki/Bildsensor#Sensorgr%C3%B6%C3%9Fen_und_-formate

·        

·       Kostenmäßig kann sich das Hobby Fotografie als ein "Fass ohne Boden"

·       entpuppen, wenn man sich für eine Systemkamera entscheidet. Dafür

·       bleibt dann auch kaum eine Aufgabenstellung unlösbar, wenn man

·       genügend Wissen und Geld hat. Allerdings kann man auch gut unter 1000

·       Euro bleiben und glücklich werden. Lichtstarke Objektive gehen aber bei

·       jedem System ins Geld (und ins Gewicht). Außerdem wachsen die zu

·       schleppenden Kilos proportional zur Größe des Sensorformats. Dabei

·       stellen die passenden Objektive den Löwenanteil des Gesamtgewichtes.

·       Benutzer der "alten" Systeme wie Canon, Nikon, Pentax und Sony

·       (Minolta) können nicht nur auf ein großes (Pentax und Sony A-Bajonett) bis

·       riesiges (Canon und Nikon) Neusortiment, sondern auch auf einen riesigen

·       Gebrauchtmarkt zugreifen. Doch auch die neuen Systeme ohne Spiegel (Sony E-Bajonett, Olympus und Panasonic mFT, Fuji X) bieten für die allermeisten ernsthaften Fotografen genügend "Arbeitmaterial".

·       Mit welchem System man letztendlich glücklich wird, kann hier

·       (oder in anderen Foren) niemand entscheiden außer dem Käufer selbst.

·       Der muss entscheiden, wie viel er schleppen, wie viel er ausgeben will, welche Gerätschaften sich in seiner Hand am erträglichsten anfühlen, welches Menue er am besten versteht, mit welchem Sucher er am ehesten klar kommt. Man muss die Geräte gerne in die Hände nehmen. Nur dann nimmt man sie gerne mit und die Bedienung gibt nicht jedesmal neue Rätsel auf. Die erzielbaren Bildergebnisse liegen gar nicht so weit auseinander und sind mehr abhängig vom Können des Fotografen, dem Licht und der Qualität des Objektivs als von der Wahl der Kamera.

·       Der Gang in einen gut sortierten Laden oder zu einem Fotostammtisch

·       oder zu einem Fotoclub/VHS ist unabdingbar. Nicht um sich von

·       Verkäufern oder Usern einlullen zu lassen, sondern um mal ein paar

·       Gerätschaften auszuprobieren und den persönlichen Favoriten zu finden.

·       Kameras sind etwas sehr individuelles, aber letztlich nur ein Werkzeug.

·       Eigenschaften wie Sucher, Haptik, Bedienlogik, Geräusche,

·       Wetterfestigkeit sollten wichtige Auswahlkriterien sein; nicht nur

·       Zubehörauswahl, Image, Preis, Empfehlungen oder gar Testberichte. Auch die Notwendigkeit von WiFi, Klappdisplay, GPS, Touchscreen usw. wird vollkommen unterschiedlich bewertet.

·       Ganz spezielle Wünsche (bestimmte Tilt-/Shiftobjektive, automatisches Fotostacking, Sensornachfuehrung bei Langzeitbelichtung von Sternen, sichtbare Entwicklung bei Langzeitbelichtungen usw.) erfüllen dann einige wenige oder auch oft nur ein Hersteller.

·       Wer Hallensport oder Wildlife (insbesondere kleine Vögel) fotografieren will, hat natürlich ganz andere Anforderungen an die Ausrüstung, sollte sich dann aber auch über die Kosten im Klaren sein.

·       Apropos Kosten: will man sich ernsthaft mit der Fotografie beschäftigen, darf der Hinweis auf den Einstieg mit gebrauchten Geräten nicht fehlen. Da kann man eine Menge sparen und geht kein großes Risiko ein. Oft genug sind die Geräte neuwertig und haben sogar noch Garantie. Sehr viele Hobbyfotografen verschleudern ihr Equipment nach kurzer Zeit. Gründe?:

·       Sie hatten mehr erhofft und suchen die Fehler bei der Kamera anstatt bei sich selbst.

·       Oder sie erliegen der Versuchung des Neuen oder auch Anderen. (Schließlich ist das Gras in Nachbars Garten immer das grünere.;-))

·       Oder die Schlepperei ist doch zu viel für Schulter/Rücken/Hals.

·       Oder es war tatsächlich ein Fehlkauf, weil man mit der Bedienlogik nicht klar kommt oder es für das spezielle Aufgabengebiet doch deutlich besser geeignete Geräte gibt.

·       Das weiß man aber alles als Neueinsteiger nicht und jeder kann diese Erfahrungen selber machen und viel Lehrgeld bezahlen.

·       Fotografieren lernen kann man mit älteren Geräten genau so gut wie mit neuen.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Fotografiere seit fast 40 Jahren, auch nebenberuflich

Hallo

eine mit Pentprismensucher und mit Mattscheibe. Bei Canon die 1 und 2 stelligen mit 0 hinten (also keine 77D) bei Nikon ab D7000, 3 Stellig, 1 Stellig, bei Pentax alle. Alles drunter sind "Spiegelreflexle" mit Klapperkasten und Gucklochsucher zum knipsen.

Ansonsten ist DSLR "Oldtimertechnik" in der "Endrunde", die Profi DSLR Mechanik ist viel zu langsam, zu teuer zu gross, zu schwer.

Nimm eine von Sony. Und das mit dem Spiegel und dem Prisma hat sich doch seit den elektronischen Suchern sowieso erledigt. Keine Systemkamera braucht mehr einen Spiegel. Sony alpha 6000. Das ist die Zukunft der Fotografie.

Woher ich das weiß:Beruf – Fotografie liegt beruflich in unserer Familie.

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