Gute Kamera für Pferdefotografie etc.?

10 Antworten

Hi,

für die Zwecke brauchst Du einen schnellen Autofokus und ein lichtstarkes Objektiv.

Ich würde Dir erstmal ganz kurz und knapp empfehlen, die 6000er Reihe (a6000, a6300, a6500) von Sony anzusehen. Mit den Modellen solltest Du auch ohne große Erfahrung schon ganz gut zurecht kommen, aber hättest noch viel Luft nach oben. Der Autofokus von denen ist sehr schnell. Da solltest Du Dich aber noch durchaus weiter umsehen.

Bevor es weiter geht, informiere Dich am besten kurz über Blende, Verschlusszeit, ISO und Brennweite.

Das Objektiv sollte eine sehr offene Blende haben, damit Du die Verschlusszeit für das verwischungsfreie Einfrieren der Bewegungen kurz halten kannst, ohne den ISO zu hoch schrauben zu müssen. Dazu müsstest Du Dir noch über die Brennweite Gedanken machen. Dort unterscheidet man in Weitwinkel (großer Bildausschnitt), Normalbrennweite (etwa ein "Bildausschnitt", wie ihn das menschliche Auge wahrnimmt) und Tele (kleiner Bildausschnitt, vergleichbar mit einem Fernglas). Schön wäre natürlich alles zusammen in einem Objektiv (Super-Zooms), aber denen fehlt die Lichtstärke, Schärfe und oft die Schnelligkeit des Fokus. Wenn Du ein Objektiv mit Zoom nimmst, achte auf eine durchgängige, große Offenblende (viele schließen die Blende beim "hereinzoomen") oder nimm eine Festbrennweite (mit der kannst Du aber gar nicht zoomen, aber wenn Du zB eine mit 30mm und eine 50mm nimmst, kannst die je nach gewünschtem Bildausschnitt wechseln).

Informiere Dich auf jeden Fall ausführlich. Und merke: Das Objektiv ist ausschlaggebender am guten Bild als der Kamerabody.

Viel Spaß und LG

Du meinst wahrscheinlich nicht "verwackelt" (dafuer bist naemlich du zustaendig), sondern verwischt. Das heißt die fotografierte Bewegung und die gewaehlte Verschlusszeit passen nicht zueinander. Da hilft in den meisten Faellen die Blendenautomatik oder auch die ISO-Automatik. Die Belichtungszeit wird dann auf eine z.B. 1/1000sec fest eingestellt (und die Kamera stellt nur noch Blende und/oder ISO-Wert selbststaendig ein.

Bleibt noch das Problem der exakten Fokussierung. Das ist bei den kleinen Sensoren (wie deine Kamera einen hat) nicht so schwierig. Du koenntest z.B. auf einen Gegenstand scharf stellen, an dem das Pferd vorbei laufen wird und dann ausloesen, wenn das Pferd "in die Schaerfezone" gelaufen ist. (bzw. kurz vorher, je nach dem wie lange die Ausloeseverzoegerung deiner Kamera ist).

Das Alles geht natuerlich mit aufwaendigeren Kameras etwas einfacher und kann auch mit besseren Bildergebnissen belohnt werden. Aber auch mit besseren Kameras musst du etwas an deinem "Foto-Know How" arbeiten. Keine Kamera macht von alleine gute Bilder.  

Allgemein:

Zunaechst mal ist der Markt der Digitalkameras nahezu unueberschaubar

und fast taeglich gibt es neue Modelle; die Vorgaenger sind noch lange

in den Regalen.

Um etwas "Ordnung in das Angebot" zu bringen sollte man sich zunaechst mal kritisch selbst fragen, was man ueberhaupt will und erwartet und wie viel man bereit ist zu schleppen und an Geld auszugeben..

Die ganz einfachen Kameras (50-200€) werden mehr und mehr von den eingebauten Smartphonekameras verdraengt.

Preislich im Anschluss (200-700€) kommen dann:

1.die Bridge- oder Superzoomkameras (mit kleinem Sensor)

2.hoeherwertige Kompaktkameras (mit kleinem, mittlerem oder auch APS-C-großem Sensor)

Vorteil der Bridge sind:

•der oft enorme Zoombereich,

•der Sucher

•die ueberschaubaren Kosten

•oft sehr ordentliche Makrotauglichkeit

Die Nachteile der Bridgekameras sind:

•bei wenig Licht sehr deutlich schlechtere Bildqualitaet als Kameras mit großem Sensor

•der Autofokus ist nicht sporttauglich

•schoene Hintergrundunschaerfe ist fast nur im Makrobereich oder mit Tricks und Koennen machbar

Ob man die Groeße eher als Vor- oder als Nachteil sieht ist Geschmacksache.

Kompaktkameras kauft man deshalb, weil man nicht viel schleppen will

oder darf, oder weil man unauffaellig fotografieren will. Gute

Kompaktkameras wie z.B. die Ricoh GR kosten nicht nur so viel wie eine

Systemkamera, sondern liefern auch erstklassige Bildqualitaet.

Schließlich haben sie Bildsensoren, wie sie auch in Systemkameras

verwendet werden. Weitere herrausragende Kompaktkameras kommen von

Olympus, Fuji und Sigma. Nachteile sind:

•oft kein (oder nur teurer Zubehoer-) Sucher

•nur eine Brennweite, die auch kaum erweiterbar ist

Dazwischen gibt es noch Kameras, die deutlich kompakter sind als eine

Bridge, aber auch deutlich groeßer als eine kleine Kompaktkamera.

Populaerer Vertreter sind die Canon Powershot Modele. Zoombereich und

Sensorgroeße liegen ebenso wie die Gehaesegroeße im Mittelfeld mit allen

Vor- und Nachteilen.

Kommen wir jetzt zu den Systemkameras. Normalerweise sind da Sensoren verbaut, die die Groeße von mindestens 1 Daumennagel (mikroFT und FT), 1,5 Daumennaegeln (APS-C) 3 Daumennaeglen (Kleinbild oder Vollformat) oder 5 und mehr Daumennaegeln (Mittelformat) haben. Ein Schaubild gibt es bei Wikipedia---> Sensorformat 

Systemkameras kosten zwischen 300 und 20000€ und dann ist das Objektiv noch nicht dabei. Ein Objektiv kostet so ab 120 bis ueber 10000€.

Kostenmaeßig kann sich das Hobby Fotografie als ein "Fass ohne Boden"

entpuppen, wenn man sich fuer eine Systemkamera entscheidet. Dafuer

bleibt dann auch kaum eine Aufgabenstellung unloesbar, wenn man

genuegend Wissen und Geld hat. Allerdings kann man auch gut unter 1000

Euro bleiben und gluecklich werden. Lichtstarke Objektive gehen aber bei

jedem System ins Geld (und ins Gewicht). Außerdem wachsen die zu

schleppenden Kilos proportional zur Groeße des Sensorformats. Dabei

stellen die passenden Objektive den Loewenanteil des Gesamtgewichtes.

Benutzer der "alten" Systeme wie Canon, Nikon, Pentax und Sony (Minolta) koennen nicht nur auf ein großes (Pentax und Sony A-Bajonett) bis riesiges (Canon und Nikon) Neusortiment, sondern auch auf einen riesigen Gebrauchtmarkt zugreifen. Doch auch die neuen Systeme (Sony E-Bajonett, Olympus und Panasonic mFT, Fuji X, Canon M, Leica) bieten fuer die allermeisten ernsthaften Fotografen genuegend "Arbeitmaterial".

Mit welchem System man letztendlich gluecklich wird, kann hier

(oder in anderen Foren) niemand entscheiden außer dem Kaeufer selbst.

Der muss entscheiden, wie viel er schleppen, wie viel er ausgeben will,

welche Geraetschaften sich in seiner Hand am ertraeglichsten anfuehlen,

welches Menue er am besten versteht, mit welchem Sucher er am ehesten

klarkommt. Man muss die Geraete gerne in die Haende nehmen. Nur dann

nimmt man sie ueberhaupt mit und die Bedienung gibt nicht jedesmal neue

Raetsel auf. Die erzielbaren Bildergebnisse liegen gar nicht so weit

auseinander und sind mehr abhaengig vom Koennen des Fotografen, dem

Licht und der Qualitaet des Objektivs als von der Wahl der Kamera.

Der Gang in einen gut sortierten Laden oder zu einem Fotostammtisch

oder zu einem Fotoclub/VHS ist sehr ratsam. Nicht um sich von

Verkaeufern oder Usern einlullen zu lassen, sondern um mal ein paar

Geraetschaften auszuprobieren und den persoenlichen Favoriten zu finden.

Kameras sind etwas sehr individuelles, aber letztlich nur ein Werkzeug.

Eigenschaften wie Sucher, Haptik, Bedienlogik, Geraeusche,

Wetterfestigkeit sollten wichtige Auswahlkriterien sein; nicht nur

Zubehoerauswahl, Image, Preis, Empfehlungen oder gar Testberichte. Auch die Notwendigkeit von WiFi, Klappdisplay, GPS, Touchscreen usw. wird vollkommen unterschiedlich bewertet.

Wer Hallensport oder Wildlife (insbesondere kleine Voegel)

fotografieren will, hat natuerlich ganz andere Anforderungen an die

Ausruestung, sollte sich dann aber auch ueber die Kosten im Klaren sein.  

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Fotografiere seit fast 40 Jahren, auch nebenberuflich

Ist viel eine Geldfrage :-( . Für viel Geld bekommt man vieles.
Und ist eine Frage seiner Kenntnisse der Fotografie.

Grundsätzlich, Basis :
Um unverwackelte Aufnahmen von schnellen Bewegungen zu machen, braucht man kurze Belichtungszeit. Das Objekt bewegt sich ja schnell, also je kürzer man belichtet, desto weniger verwackelt.
Jedoch ist eine Schwierigkeit, daß der Fotosensor oder der Film eben Licht braucht, damit es ein Bild gibt. Ohne Licht kein Bild.
Also braucht man für solche Aufnahmen Objektive mit großer Lichtstärke, grob gesagt mit großen Durchmesser der Linse. Damit genug Licht reinkommt. Verrückterweise sind die Bezeichnungen der Objektive da umgekehrt : Je kleiner die Zahl der Lichtstärke, desto mehr Licht kommt rein. Ein "F 1,2" bringt weitaus mehr Licht rein als ein "F 2,2". Ist eine Preisfrage.

Ein schneller Autofokus ist auch wichtig. Wenn das sich bewegende Objekt schon Meter weiter ist, als wo der Apparat gemessen hat und endlich das Foto macht, stimmt seine Einstellung nicht mehr, wird also unscharf. Deshalb bieten viele Apparate die Möglichkeit, automatisch schnell hintereinander mehrere Bilder zu schießen. Man sucht sich eben hinterher das beste oder das am wenigsten schlechte heraus, und wirft die anderen weg.

Mit etwas Erfahrung kann man dann weiter spielen, mit Tiefenschärfe Schärfentiefe, Blende, Belichtungszeit, Ausdruck der Bewegung machen, Kamera mitführen, gewollten Unschärfen, Blitz reinhauen, und so Sachen. Laß dir Zeit ! :-)

Ich schreibe das hier etwas vereinfacht. Jetzt werden mich natürlich die Spezialisten wegen meinen Vereinfachungen voll in die Pfanne hauen... Sollen sie ;-)

das widerspricht sich leider.

Du benötigst einen guten DSLR Body mit schnellem guten AF. Der kostet.

Und lichtstarke Objektive mit schnellem AF sind auch nicht wirklich günstig.

Einfach mal so als Hausnummer was nettes aus dem Sony Sortiment:

Sony Alpha 7 III (Listenpreis 2299,- €).

Und dann ein verhältnismäßig günstiges Tamrom 70-200 f/2,8: 1449,- €

Und zur Ergänzung ein Sony 24-70 f/2,8: 2000,- €

Geht sicher auch mit ein paar Abstrichen zum halben Preis, aber es bleibt ein teurer Spaß...

Wieso wird eine DSLR benötigt? Eine DSLM passt doch auch.

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@habakuk63

ja, die passt auch. Ändert doch aber ansonsten nichts an der Argumentation.

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Hallo

nun ja die S9900 ist eine Travelzoom der Einsatzzweck ist Urlaubsfotografie bei Schönwetter. Kameras "verwackeln" nicht es sind die Typen hinter der Kamera bzw deren beschränktes Know How und beschränkte Lust auf Arbeit/Anstrengung.

Sieh dir mal die Lumix FZ1000 an das ist zur Zeit die günstigste Kamera für Wildlife/Sportfotografie mit Bildraten tauglich für Bewegungsanalysen oder Slow Motion Video. Kostenpunkt um 600€

Mit Wechseloptik braucht man für "Sportfotografie" mit nur Knipser Know How mindestens 1000€ zb eine Olympus M 10 III mit 14-150R II oder eine Lumix G70 mit 14-140 OIS II.

Ansonsten die günstigste Kombination im DX Format wäre Sony a6000 mit E16-70/4 OSS und FE70-200/4 OSS. Kostenpunkt zZ um 2500€. Die günstigste Kombination in FX wäre die Sony a7s mit FE24-70/4 OSS und FE70-200/4 OSS. Kostenpunkt zZ um 3500€

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