Gute günstige Polfilter für alte M42 Objektive?

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3 Antworten

Hallo

  • M42(x1) ist das Einschraubgewinde Kameraseitig
  • Hama ist ein Mittelklassehersteller also die Filter sind solide Ware aber weit weg von Spitzenklasse. Anderst gesagt 1 Hamafilter vor der Optik mag noch OK sein aber bei 2 wird man viel Auflössung/Schärfe einbüssen. Ist eine Geldfrage Top Filter der spitzeklasse kosten zügig 2-400€. Wer expermentieren will nimmt sich meist günstige Folienträgersysteme (Cokin)
  • 2 Polfilter ergeben kein Varibale ND Filter aber erzeugen die "Amerikanische Nacht"
  • Canon EOS darf man nur mit Zirkularfiltern bestücken bei Linearfiltern wird der AF und die Belichtungsmessung gestört (Ist aber bei M42 Optik egal da beides sowieso deaktviert ausser man hat einen Adapter mit "Chip")
  • Polfilter kauft man am besten immer in der grössten Grösse die man braucht (brauchen wir) und adaptiert mit Stepringen auf kleinere Optiken
  • Bei den Polfiltern gibt es "dicke" und "dünne" Fassungen. Zuerst sieht man sich an welches das Weitwinkeligste Objektiv ist dann kauft man sich dafür einen optimal passenden Polfilter der ist meist 1-2 Nummern grösser.

Vario ND Filter sind kaufbar aber extreem teuer (die von Tiffen sind die günstigsten) werden aber in der Praxis nur noch selten gebraucht. Wurden mal eingesetzt um beim Filmen auf und abzublenden dass geht heute mit Software besser und günstiger. Inzwischen werden die gebraucht um an DSLR bei maximaler Offenblende (wenig Schärfentiefe) auf lange Verschlusszeiten (wegen Rolling shutter) zu kommen.

Dank ISO Variablität der heutigen DSLR kann man sich zb auch mit einem ND8 abdecken und wenns nötig ist eben die ISO pushen. Oder man benutzt einen Graukeil Gelatine Filter mit einem passenden Halter oder im Cokin System. Kostet viel weniger als ein Vario ND.

Welchen Objektivanschluß (M42) das Objektiv hat ist für Filter völlig egal. Das M42 bezog sich auf den Durchmesser des Gewindes., welches in die Kamera gescharubt wurde. Der Filter kommt normalerweise an das andere Ende des Objektivs :)

Entscheidend ist immer nur der Durchmesser des Frontgewindes. Da es keine 42mm Filtergewinde bei Objektiven gibt, ist das bei Dir in jedem Fall ein anderer.

Prüfe mal nach, was das für ein Gewinde ist. Ich vermute mal, daß es 49 oder 52mm sind. Die alten 50mm FD-Objektive von Canon haten beispielsweise meist 52mm.

Du kannst mal dann beispielsweise in eBay nach entsprechenden Filtern schauen. Wenn Du mehrere Objektive mit unterschiedlichen Durchmessern hast würde ich den oder die Filter im der Größe des größten Durchmessers kaufen und dann auf den kleineren Objektive mittels Adapterring verwenden. So ein Adapterring kostet gerade mal etwas über 10 €.

z.B. hier: http://www.traumflieger.de/shop/index.php?cPath=21_56

Wenn Du mehrere Filter in Kombi verwendest, schraubst Du die Filter einfach zusammen. Der Filter hat immer ein Innen und ein Außengewinde - das Objektiv immer ein Innengewinde.

danke, stimmt, es ist ein 52 mm Gewinde. Ich kaufe mir zwei größere Polfilter und adaptiere mit Step-Up-Adapter. Sind die von Hama zu empfehlen?

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@presentbriefs

Hama sind zwar okay - aber eher nur Konsumerware. Richtig gute Profifilter findet Du bei Hoya, Tiffen oder B&W.

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Was steht denn auf deinem Objektiv drauf (Hersteller, Modellname wenn vorhanden, Brennweite, Lichtstärke)?

Wenn da zufällig auch "∅" Draufsteht, dann steht daneben sogar der Durchmesser des Filtergewindes bei.

M42 sagt nur, dass es hinten ein Gewinde mit 42mm hat. Vorne kann das Objektiv 72mm oder 50mm, oder 35mm oder was auch immer groß sein. Das kann man aus "M42" nicht ablesen und auch nicht nachschlagen. Wobei ich noch nie ein Objektiv gesehen habe, das vorne einen kleineren Durchmesser hatte als hinten. Also größer als 42mm wird es vorne höchstwahrscheinlich sein.

danke, stimmt, es ist ein 52 mm Gewinde. Ich kaufe mir zwei größere Polfilter und adaptiere mit Step-Up-Adapter. Sind die von Hama zu empfehlen?

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@presentbriefs

Hama stellt selbst keine Polfilter her. Die kaufen die von irgendwelchen Herstellern und drucken ihren Namen drauf. Wer die nun im einzelnen produziert erfährt man nicht. Je nach Größe und Alter können die von ganz unterschiedlichen Herstellern stammen und haben daher nicht alle eine durchgehende Qualität. Es variiert hin und wieder ein bisschen. Wesentlich besser als die billigen Noname Filter ist Hama aber auf jeden Fall.

Im Allgemeinen ist es eine Frage des Geldes, der Ansprüche und vor allem auch der übrigen Ausrüstung.

Wenn du eine 5D Mark II mit Leica R, lichtstarken Zeiss oder Canon L Objektiv hast, dann sollten schon die Euros für einen B+W Polfilter nach Erwin Käsemann Prinzip drin sein. Der ist dann auch gleich vernünftig abgedichtet und hat einen stärkeren Filtereffekt und irgendwelches zig mal vergütetes Glas.

Bei einer 500D mit Kit Objektiv ist man mit den Hama Filtern schon gut beraten und würde kaum einen Unterschied zum 3-4mal so teurem B+W Filter sehen können.

Negativ an den Hama Filtern sind meiner Meinung nach nur diese reingedrehten Einstellnuppsis, an denen man anfassen soll, um den Filtereffekt zu regulieren. Nette Idee, nur mit den meisten Sonnenblenden nicht kompatibel und dieses kleine Gewinde an dem Nuppsi nutzt sich schnell ab - ist ewig locker, man verliert ihn schnell. Funtktionieren tut der Filter weiterhin, nur den Wert mindert es natürlich für den fall, dass man ihn mal verkaufen will, weil man die Größe nicht mehr benötigt. Wer kauft schon einen gebrauchten Hama Filter, bei dem etwas fehlt?

Was man teilweise im Internet über verblassende und sich auflösenden Filterfolien bei Hama Polfiltern ließt, kann ich nicht bestätigen. Alles noch ok, nach zig Jahren.

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