Gute Denkbeschäftigung für Schäferhunde?

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7 Antworten

Hunde sollen einerseits Hunde bleiben, sich andererseits aber als Rudelmitglied der Familie fühlen, wobei Herrchen oder Frauchen als Rudelführer anderkannt wird.

Wenn dieses Gefüge stimmt (sehr oft ist es leider nicht so), dann lernen Hunde durch Beobachtung des Rudelführers, sofern das, was sie beobachten, auch für die Spezies "Hund" einen praktischen Sinn ergibt (verbunden mit einer Reihe von Erfolgserlebnissen).

Hat ein Hund aber erst einmal "gelernt", dann ist er (noch viel stärker als ein Mensch) von der Richtigkeit des Gelernten überzeugt und verhält sich danach. Dies wieder zu ändern ist extrem schwer.

Ein Hund, der auf Leckerlies für jedes und alles getrimmt ist, wird eben diese Leckerlies als sinngebend ansehen und es zur Hauptsache seines Gehorsams machen, wobei das Gehorchen oftmals nur als notwendiges Übel empfunden wird.

Anders sieht es aus, wenn sich ein Hund überwiegend selbst "prägen" muß, d. h., aus diversen banalen Umständen lernen, ohne dabei als nützliches Rudelmitglied gefordert und anerkannt zu sein. Dann entscheidet mehr das Erbgut "Hund", und das damit verbundene Verhalten wird vordergründig.

Gute Spiele für einen noch erziehbaren Hund sind deshalb vor allem ganz normale Alltagsdinge, in die sich der Hund selbst mit einbringen kann und die ihm dann gefallen. "Erziehbar" bedeutet dabei, daß sich der Hund noch überwiegend in der Phase befindet, in der er seinen Menschen "studiert", um bestmöglich mit ihm umgehen zu können.

Meine persönliche Erfahrung ist, daß es nur wenig darauf ankommt, bestimmtes Verhalten hinzubekommen, sondern hauptsächlich darauf, dem Hund so viel wie irgend möglich von dem zu erlauben, was wer wirklich darf, damit er damit so sehr ausgelastet ist, daß ihm keine Zeit bleibt, sich daneben noch Unarten anzugewöhnen.

Das Resultat ist dann ein Hund, der seine eigenen ganz persönlichen Merkmale hat, die durchaus nicht das sein müssen, was man sich vielleicht gewünscht hat, die aber dennoch als gut empfunden werden.

Die Sache funktioniert, wenn man den "Lustgewinn" durch Leckerlies wegläßt und durch "Lustgewinn" aufgrund anderer Erfolgserlebnisse ersetzt. Das kann z. B. durch besondere Spiele im Freien geschehen, bei denen der Hund stetig neue Dinge dazu lernt und dann stolz darauf ist, diese zu können (die er dann aber bei jeder passenden Gelegenheit vorführen will).

Der Hund wird dann fressen, wenn er Hunger hat und es keinen sonstigen Grund gibt, auf das Fressen zu verzichten. Wenn der Tagesablauf unregelmäßig ist, die tägliche Futtermenge gerade noch ausreichend und die körperliche Beanspruchung entsprechend hoch, dann wird der Hund auch außerhalb der sonst gewohnten Zeiten fressen.

Natürlich muß gleichzeitig immer frisches Wasser zur Verfügung stehen (nicht den Tag über durch Sonne oder anderes aufgewärmt). Anderenfalls kann auch das ein Grund sein, nicht zu fressen.

Ebenso kann das Eßverhalten der Menschen mitwirken. Ißt man selbst auch außerhalb sonst gewohnter Zeiten, dann wirkt das animierend. Tut man es nicht, dann kann es vorkommen, daß ein Hund es aus irgendwelchen Gründen für "gefährlich" hält, von seinen gewohnten Zeiten abzuweichen. Man steckt ja nicht drin, und dadurch ist es notwendig, auch diverses andere zumindest für möglich zu halten.

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Hi,

Warum hat das Training was mit den Futter zu tun?? 

Belohnen läuft auch über Aufmerksamkeit des Halters, alternativ geht auch das Lieblingsspielzeug.

Wenn er dich immer stehen lässt muss auch erstmal beigebracht werden mit den Mensch zusammenzuarbeiten, nicht alle Hunde wissen das automatisch zu schätzen.

Was man alles so machen kann und wie wird hier vorgestellt:

http://www.stadthunde.com/magazin/hundesport.html

Auch unter Hundespass findet man was, wollte das aufgrund der penetranten Werbung in den Artikel aber nicht direkt verlinken ;)

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Leg ihm im Haus und im Garten Fährten und kauf ihm Geschicklichkeitsspielzeug. Da kannst Du ganz kleine Leckeris nehmen. Vielleicht hortet er die nicht oder probiere es mit ganz kleinen Käsestückchen. Du könntest im Garten einen kleinen Agiliti Parcour bauen oder Dich einem Verein anschließen, der sowas anbietet.

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meld dich doch in einem hundesportverein...da kannst du deinen hund beschäfftigen u.zuhause üben

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alles eine frage des trainings. wenn du bereits kleinigkeiten mit großen leckerlies belohnst, die er dann "bunkert" oder langwierig verspeist, dann wird das keinen lernerfolg bringen.

kleine leckerlies, die er mit einem "happs" verschlucken oder fressen kann, werden ihn aber ermuntern, die handlung, die im zusammenhang mit dem gerade erhalten leckerlie steht, als lohnenswert einzuordnen und auf ein antrainiertes kommando zu wiederholen.

oder beobachte, was ihm auch ohne leckerlies besonders viel spaß macht, z.b. versteckte sachen zu aportieren, dann reicht eine verbale belohnung und reichlich wiederholung. das kann man auch in ein training einbauen.

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Dann kürz morgens die Portion ein wenig und gib das was ihm fehlt dann den Tag über als Belohnung. 

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Auslastung sollte draußen stattfinden. 

Dummy Training,Dummy Suche,Spielzeug oder Gegenstand suche, Futter suche. Tricksen das Netz ist voll mit Informationen wie man Hunde geistig auslastet.

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