Gutachtenstil schreiben?

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2 Antworten

Immer wieder schön zu sehen, dass bei echten Jura Fragen das ganze normale Volk nicht seinen Senf dazu gibt :D

Also ich versuchs mal mit folgendem Beispiel aus dem Kaufrecht.

A könnte von B Bezahlung des Kaufpreises in Höhe von 10 € aus § 433 Abs. 2 BGB haben. (Obersatz)

Dann müsste ein wirksamer Kaufvertrag zustande gekommen sein.

Dies ist der Fall, wenn zwei übereinstimmende Willenserklärungen, Angebot und Annahme, vorliegen. (Definition)

A könnte ein Angebot durch ... abgegeben haben. Ein Angebot ist... (Definition) A hat erklärt ... (Subsumtion) A hat damit ein wirksames Angebot abgegeben. (Ergebnis)

B könnte das Angebot angenommen haben durch ... Eine Annahme ist ...(Definition). B hat erklärt ... (Subsumtion) B hat das Angebot damit wirksam angenommen (Ergebnis).

Folglich liegen zwei übereinstimmende Willenserklärungen vor. Damit ist ein wirksamer Vertrag über ... zustande gekommen.

Demnach kann A von B aus § 433 Abs. 2 BGB Zahlung von 10 € aus § 433 Abs. 2 verlangen. (Ergebnis)

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Du fängst mit dem Obersatz an. Also wer verlangt was von wem woraus. Danach subsumierst du. Also du fängst am besten an mit "Voraussetzung dafür ist..." und ich würde das dann im welchsel fortführen, du schreibst, was du prüfen mußt und dann, wie es sich verhält. Und das möglichst ausführlich, also nichts als selbstveständlich betrachten. Auch wenn eine Sache, die du prüfst genau geregelt ist, wie das sein muß, damit es als erfüllt gilt, führst du das an. Und immer die Rechtsquelle dazu nennen. ggf. mehrere Zwischenergebnisse festhalten. Und am Ende kommst du zu einem Ergebnis. Das lautet so ähnlich wieder Obersatz nur daß du nun sagst, ob jemand etwas verlangen kann oder nicht.

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