Guillotine bei der Französische Revolution

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die Revolutionären hatten das später in der Hand, als der König schon niemanden mehr verurteilen lassen konnte. Sie wurde also im Zusammenhang mit den Jakobinern bekannt. Aber es gab sie auch schon vorher.

Der König hatte die Guillotine zwar noch offiziell geprüft und einführen lassen, aber im Zusammenhang mit der Politik wurde sie durch die Revolutionäre bekannt. Das Revolutionstribunal des Wohlfahrtsausschusses war das Gericht, das davon ausufernd Gebrauch machte.

Während der Französischen Revolution wurde die Guillotine per Dekret der Französischen Nationalversammlung vom 20. März 1792 als einziges Hinrichtungswerkzeug eingeführt.

Die Hintergründe sind verschiedener Natur. Zum einen sollte die Maschine die zahlreichen Hinrichtungen rationalisieren. Ferner sollte die Hinrichtung für die Betroffenen schmerzfrei gemacht werden, denn zuvor brauchte ein Henker mit einem von Hand geführten Beil unter Umständen mehrere Schläge. Für den Namensgeber Guillotin waren humanitäre Gründe ausschlaggebend. Er meinte, dass man den Verurteilten die Angst vor dem Sterben nicht nehmen könne, wohl aber die Qualen der Hinrichtung selbst begrenzen. Die Folter und besonders grausame Hinrichtungsmethoden wie das Rädern sollten mit der Guillotine abgeschafft werden. Tatsächlich gibt es jedoch Berichte, nach denen bei den während der Französischen Revolution benutzten Modellen bisweilen erst nach mehrmaligen Durchgängen der Kopf vollständig abgetrennt werden konnte – so auch bei der Hinrichtung Ludwigs XVI., angeblich aufgrund seines dicken Nackens.

Somit sollte die Nutzung eher auf die Revolutuionäre denn auf den Adel rückführbar sein.

Ouelle : Wikipedia

Was möchtest Du wissen?