gUG oder gGmbH gründen Soziale Arbeit?

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3 Antworten

Ich glaube das Ding liegt irgendwo zwischen Stiftung mit eigenem Stipendium oder einer Bank.

Insgesamt ist mir die Idee nicht klar: vieles hab ich nicht verstanden, z.b. wer soll das Geld geben ? 

Prinzipiell scheint es mir wichtig zu sein dass Du einen Businessplan erstellst. Mögliche gute Lektüre findest Du unter diesem Stichwort. Ich habe mir Existenzgründung für Dummies geholt. Aus derselben Reihe gibt es auch was zum Thema Businessplan.

Austausch gibt es in der Szene der Existenzgründer. Google doch mal Social Enterpreneurship. Da gibt es richtige Messen. Da kannst du mit erfolgreichen Gründern reden.

Ebenfalls könnte das Institut für Pädagogikmanagement in Bad Dürrheim für dich interessant sein. Die haben seit Jahren so eine Stiftung. Das Modell ist für die Offroad Kids. Die fördern so Straßenkinder. Da geben die Leute gerne Geld.

Nach Studien zu (gescheiterten)Geschäftsideen zu fragen ist nicht zielführend. Schau mal im TV Höhle der Löwen. Du wirst Geldgebern ähnliche Fragen beantworten müssen, sonst klappt da nichts. Ich habe zb BWL als Master mit  Leuten aus der Wirtschaft studiert (bin Sozialpädagogin), um mich mit den Anforderungen vertraut zu machen, die die haben.

Also wie gesagt, Businessplan. Da klärt man auch wichtige Fragen und kann das Vorgehen für sich klären.

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Ich bin Leitungskraft im sozialen Sektor und sehe bei der geschilderten Idee keinen "Markt". Die Unternehmensgründung im sozialen Sektor ist generell nicht einfach, hängt aber vor allem auch von den regionalen Gegebenheiten ab. Die Unternehmensform ist ohnehin erstmal zweitrangig, für die Tätigkeitsfelder muss Bedarf bestehen und die öffentlichen Kostenträger müssen trotz knapper Kassen auch bereit sein Geld dafür auszugeben. Von daher ist es prinzipiell am besten Angebote im Bereich der gesetzlichen Pflichtaufgaben anzubieten. Aktuell besteht sicherlich der größte neue Markt im Bereich der Flüchtlingshilfe.

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Kommentar von Darque
19.04.2016, 16:29

Ich hatte bewusst den Gedanken der Flüchtlingshilfe verworfen, da hier in der Gegend kaum Mittel mehr zur Verfügung gestellt werden und der "Markt" hier schon Angebote hat.

Meine Idee hinter der Gründung war, dass vielfach ohne finanzielle Unterstützung das Studium nicht zu handeln ist. Der Wert an Studierenden, die unter der Armutsgrenze liegen, auch wenn es nur befristete Armut ist, ist ziemlich hoch, sodass vielfältige, individuelle Notsituationen entstehen, vom einen, der sich die Mahlzeit am Tag nicht leisten kann oder die Bücher, die es in keiner Bibliothek gibt, aber die er oder sie gerne lesen würde, bis hin zu Klagen, um Bafög erst erhalten zu dürfen oder der Fakt, wer nach vier Semestern nicht genug Credits zusammen hat, bekommt eben keine Förderung mehr oder kann ab einem bestimmten Alter auch keins mehr beantragen. Für all diese Fälle gibt es keinerlei Unterstützung, außer man kann schon mindestens ein Jahr vorher sagen, was passieren wird, um bei passenden Noten ein Stipendium beantragen zu können. Das ist aber auch nicht so ganz einfach, schon gar nicht, wenn man schon einige Semester studiert... Wie man sich an dieser Stelle dreht und wendet, es gibt keine Möglichkeit bei Notsituationen Förderung zu erhalten, das finde ich aber den falschen Weg, da jeder im Studium Sozialer Arbeit die Chance haben sollte, es auch abzuschließen. Immerhin steht die Profession Sozialer Arbeit ja für die Bekämpfung Sozialer Ungleichheit... Mein Fokus läge zunächst auf privaten Kostenträgern und Firmen, da sich öffentliche Kostenträger kaum noch an Ideen egal welcher Art hier in der Gegend beteiligen...eben aus dem Grund, dass "die öffentlichen Kassen leer sind".

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Du solltest Dir einmal die §§ 51 ff der Abgabenordnung durchlesen.

Dort findest Du auch die Definition des Begriffes "gemeinnützig". Dafr steht nämlich der erste Buchstabe bei der gGmbH.

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Kommentar von Darque
19.04.2016, 16:35

Sind schon einige Punkte im Vorfeld geklärt, die trotzdem auf die Gründung der gGmbH und gUG zutreffen würden. Danke trotzdem.

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