Güteverhandlung, Arbeitsgericht und Arbeitlosengeld?

2 Antworten

Eine betriebsbedingte Kündigung kann niemals fristlos sein. Der Arbeitgeber muss Dir also bis Ende der ordentlichen Kündigungsfrist das Gehalt weiter zahlen. Verzichtest Du darauf und nimmst die Abfindung an, bekommst Du das Arbeitslosengeld erst nach Ablauf der ordentlichen Kündigungsfrist bezahlt. Der Vorteil dabei ist, dass der Anspruch auf ALG 1 erst dann zu laufen beginnt. Schlägst Du die Abfindung aber aus und die Kündigung wird nicht als betriebsbedingte Kündigung behandelt sondern ist begründet in Deinem Verhalten, dann tritt die dreimonatige Sperre in Kraft und verkürzt Deinen Anspruch auf ALG 1. Sofern Du also beweisen kannst, dass kein Fehlverhalten zu Deiner Kündigung geführt hat, dann verzichte ruhig auf die Abfindung und klage auf Wiedereinstellung oder auf Weiterbezahlung bis zum Ende der Kündigungsfrist.

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Schlägst Du die Abfindung aber aus und die Kündigung wird nicht als betriebsbedingte Kündigung behandelt sondern ist begründet in Deinem Verhalten, dann tritt die dreimonatige Sperre in Kraft und verkürzt Deinen Anspruch auf ALG 1

was meinst du genau?

danke

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@Alexgoldmann

Wurde Dir gekündigt, weil Du die Pflichten aus Deinem Arbeitsvertrag verletzt hast (Fehlverhalten)? Dann wäre eine fristlose Kündigung sowie die Sperre vom Arbeitsamt rechtmäßig. Deine Anspruchsdauer auf ALG 1 verkürzt sich damit von 10 auf 7 Monate.

Warst Du hingegen zu oft krank und die Prognose ist negativ oder aber es gibt betriebliche (wirtschaftliche) Gründe für die Kündigung, dann darf diese Kündigung nur unter Einhaltung der Kündigungsfrist erfolgen und hat keine Sperre vom Arbeitsamt zur Folge. Das ALG beginnt dann erst ab dem ordentlichen Kündigungszeitpunkt zu laufen. Der Arbeitgeber muss Dir dann auch bis zum Fristende den Lohn weiter zahlen. Die Abfindung solltest Du daher nur annehmen, wenn diese nicht als Lohnersatz für die Zeit bis zum Kündigungsende gezahlt wird, sondern zusätzlich. Soweit ich weiß wird die Abfindung auch nicht aufs ALG 1 angerechnet, aber da bin ich nicht ganz sicher. Frag Deinen Anwalt.

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Bei einer betriebsbedingten Kündigung hast Du selbstverständlich Anspruch auf ALG. Die Sperre beruhte ja auf der fristlosen Kündigung die gleichbedeutend ist mit Eigenverschulden. Daher muss die Sperre aufgehoben und nachgezahlt werden.

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