Günstiges Weitwinkelobjektiv?


08.07.2020, 17:38

Wäre gut wenn es auf Amazon verfugbar ist

5 Antworten

Hallo

nun ja "Lichtstarke" WW Festbrennweiten mit Stabi ist technisch extrem Aufwändig, während es dafür kaum Profi "Kundschaft" bzw generel Käufer gibt welche diese Investitionen für "kleine" Firmen rechtfertigen. Wenn Canon oder Nikon ein Leuchtturmprojekt brauchen dann wird dass durch denn Verkauf von Knipserkameras un Knipser Kit Zooms in Millionstückzahlen quersubventioniert

Es gab Hoffnungen das Tamron die SP VC Reihe unter dem 35er fortsetzte, dazu gab es Patente zu 28/1.8 VC, 24/1.8 VC und 20/2.5 VC aber dann bekamen die "wichtigen" Systemkameras alle einen IBIS (auch Canon wird da nachziehen) und Tamron "gehört" zudem zur Sony Gruppe wenn auch Tamron (Taisai Optical) diverse JV mit Nikon/Fuji, Pentax, Hoya/Tokina hat und auch Optiken für diese Firmen entwickelt und produziert.

Auch sind die aktuellen Sensoren inzwischen alle in einem unglaublichen High ISO Bereich angekommen wo im Prinzip ISO1600 bei APS-C der Standard ist bzw aktulle Fuji Trans X bei ISO 12800 so wenig rauschen (Visuall Noise) wie eine 1Ds bei ISO 100 vor 20 Jahren insofern hat man selbet für anspruchsvolle Fineprint Bildqualitäten immer noch 5 Lichtwerte über Base ISO das ist der Wert denn die Stabilsierungen in etw auch bringen (im WW Bereich). Klar Pixelmonstersensoren sind Erschütterungsanfälliger als Standardsensoren und rauschen auf Pixeleben schon ab ISO100 daher sind IS/VR/VC/OS oder eien Stativ sinvoll und bei langzeitbelichtungen bzw den effekten damit hilft auch eine Stabilsierung nix da geht nix ohne Stativ oder Unterlagtechniken.

Punkt ist; die Profis kaufen kaum Festbrennweiten mit Stabilisierung weil diese nutzen lieber ein Stativ (das die eh schon gekauft und zumeist dabei haben) und der Profibereich der eine Stabilsierung kauft will Zooms, bevorzugt dann leicht&kompakt und braucht auch nur Fotoreportagequalität bzw JPEG OoC. Zwar gibt es nur wenige Zooms die im Randbereich und bei der Verzeichnung an Festbrennweiten rankommen aber nicht jeder Auftrag bzw jedes Sujet/Motiv braucht die Randauflösung, und falls doch machen denn Auftrag dann meist UW/UWW Spezialisten mit Festbrennweiten und T/S Optiken oder auch noch mit Analogfilm im "Grossformat".

Ansonsten gibt es ja bei Canon

  • EFS 17-55/2.8 IS USM
  • EFS 15-85/3.5-5.6 IS USM
  • EFS 10-18/4.5-5.6 IS STM

Das "beste" Weitwinkelende hat das EFS 15-85 das ist auch im Bereich von 16 bis 18mm "offenblendtauglich" also im Bereich von f4, ab 5.6 bringt weiter abblenden wenig. Das 17-55/2.8 ist auch schon ab f4 im 17mm Ende brauchbar wenn auch eher 5.6-8 für maximale Eckleistung nötig ist. Das 10-18 STM ist Leistungstechnisch bei Offenblende abhängig von "Inkamerakorrektur" und das gibt es nicht bei allen Canon Amateur DSLR.

Tendenziel ist das 10-18 am 10mm Ende eine "Gurke" die erst ab Blende 8-11 brauchbar wird aber im Bereich von 12-16 ist es "gut" einsetzbar. Das beste Canon DX UWW Zoom ist immer noch das Canon EFS 10-20 USM oder man gönnt sich gleich das EF 11-24, aber das ist bei Blende 4 bei der Auflösung nicht besser als Tokina ATX 12-24/4 oder das Tokina ATX 11-16/2.8. Das Praxisproblem der Tokinas ist eher deren Flareanfälligkeit als die Auflösung.

Wenn man ein WW mit hoher Randauflösung an Crop Kameras bei Offenblende will/braucht gibt es bei Canon bzw im Zubehör reichlich Auswahl wenn auch in der Preisklasse nur Samyang Typen/Varienaten ohne Autofocus einkaufbar sind zb eines der 14/2.8 oder dem 14/2.5. Das ergibt an Canon APS-DSLR ein 22,5mm Kleinbild also um 75° Horizontal das ist jetzt nicht ein UWW (21mm abwärts) sondern noch UW Bildwinkel.

Das Canon 10-18 IS STM ist optisch etwas schlechter als die beiden Sigma 10-20 Typen hat aber eben denn Stabi und funktioniert problemlos an Canon DSLR.

Aber auch zb das Nikkor 10-20 AFP VR ist jetzt nicht die "Killeroptik" der Preisklasse geworden, nur haben Nikon DSLR mit 24MP fast 25% mehr Randauflösungsleistung am Sensor und die bessere JPEG Inkamerakorrektur und realisieren mehr Bildqualität aus der selben optischen Leistung. Aber wenn man die RAW/NEF eines AFS 10-20 vor sich hat sieht man sofort denn Gurkenglasseffekt.

Lichtstarke und scharfe Weitwinkelfestbrennweiten sind entweder teuer oder sie haben manuellen Fokus. Wenn du dazu noch Bildstabi willst, kommst du in deinem Preisbereich bei null raus.

Das günstigste mit AF aber ohne Stabi wäre das Canon EF 24mm 2.8 Pancake (230€).

Mit Stabi wäre das nächste ein Canon EF 28mm 2.8 IS USM (kostet aber schon über 400 und ist nicht mehr wirklich weitwinklig auf APS-C)

Und dann gäbs noch das Canon EF 24mm 2.8 IS USM, es kostet ~480€. Gebraucht kriegst du es wahrscheinlich deutlich unter 400€.

Bei den nicht ganz so scharfen Weitwinkel-Zoomobjektiven, die auch weniger lichtstark sind, aber stabilisiert, hättest du noch die Möglichkeit von nem Canon Canon EF-S 10-18mm 4.5-5.6 IS STM (230€) oder einem Tamron 10-24mm 3.5-4.5 Di II (440€).

Und dann gibts noch relativ weitwinklige und lichtstarke, stabilisierte Standard-Zoomobjektive wie Sigma Contemporary 17-70mm 2.8-4.0 (370€) oder Tamron SP AF 17-50mm 2.8 XR Di II (370€).

Woher ich das weiß:Beruf – Arbeite mit verschiedenen Canon Kameras seit ca. 15 Jahren.

Das steht im Regal gleich neben dem EF 5-1000mm f/0.95 L. Nein, im Ernst, deine Anforderungen sind einfach unrealistisch.

In dem Preisbereich gäbe es zumindest das Canon 10-18mm IS STM, was mit f/4,5-5,6 natürlich alles andere als lichtstark ist.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Seit 1980 mit Spiegelreflex unterwegs, seit 2001 DSLR

Habe einen Artikel gelesen. Soll angeblich hilfreich sein, wenn man ohne Stativ fotografiert.

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@LutopoTV

Nur wenn du unter 1/20 aus der Hand fotografieren willst und das ist meist recht unwahrscheinlich.

alles unter 50mm braucht keinen stabi wenn man nicht spezielles damit vor hat.

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