„Günstige Vermittlung – Bis zu 63,89 % Ersparnis gegenüber anderen Angeboten“ - ist dieser Werbespruch erlaubt?

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4 Antworten

ich bin zwar kein Jurist- die Sache erscheint mir mit einem Blick ins Gesetz aber ziemlich eindeutig.

Unlauter und widerrechtlich ist gemäß dem Grundsatz in Artikel 2 UWG, "jedes täuschende oder in anderer Weise gegen den Grundsatz von Treu und
Glauben verstoßende Verhalten oder Geschäftsgebaren, welches das
Verhältnis zwischen Mitbewerbern oder zwischen Anbietern und Abnehmern beeinflusst" (UWG, Art. 2).

Man muß nicht auf dem Markt sein um das Verhältnis zwischen Anbietern und Abnehmern zu beeinflussen- wenn Kunden in der Erwartung, ein Produkt in einigen Monaten günstiger zu bekommen beim Mitbewerber nicht kaufen, ist das Verhältnis bereits beeinflusst. Wenn dann die Angebotspreise noch überhaupt nicht konkret feststehen ist der unlautere Wettbewerb aber mal ganz schnell vorhanden.

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Hi,

vergleichende Werbung ist erlaubt, wenn

  • die Produkte vergleichbar sind
  • der Vergleich auf objektiven Wertungen beruht
  • der Vergleich nachprüfbar ist
  • keine Rufausnutzung vorgenommen wird
  • keine Herabsetzung gegeben ist
  • keine Verwechslungsgefahr mit dem vergleichendem Produkt vorliegt

Im allgemeinen ist es oft ein heißes Eisen, was genau geprüft werden sollte. Ohne nähere Details zu kennen könnte z.B. bemängelt werden, dass für einen dritten den Vergleich nicht objektiv ist, da die hinterlegten Vergleichskriterien nicht vorliegen, wie z.B. "Unsere Autos sind 10 % billiger als von BMW. (Basis des Vergleichs: Listenpreis vom XX.XX.2016, Modell XY mit folgender Ausstattung ...)"

http://www.frankfurt-main.ihk.de/recht/themen/wettbewerbsrecht/vergleichendewerbung/
https://www.wbs-law.de/taetigkeitsgebiete/werbung/vergleichende-werbung-verboten-oder-erlaubt/

Gruß
Falke

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Puste619 14.06.2016, 15:50

Der Preis für eine (Arbeitnehmer-)Vermittlung ist von dem Unternehmen ja noch gar nicht öffentlich.
Daher kann ja aktuell nur das Unternehmen selbst wissen, ob dies stimmt...

Wenn das Unternehmen nun einfach sagt, der Preis für eine Vermittlung beträgt X (z.B. 5 €), wäre die Sache damit nicht gegessen?
Der Mitbewerber kann ja keinen anderen Preis nachweisen.

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Joergi666 14.06.2016, 15:57
@Puste619

die Sache ist doch eigentlich ganz einfach- die Angaben müssen öffentlich sein, damit ein objektiver Vergleich möglich ist- ansonsten unlauterer Wettbewerb.

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Falkenpost 14.06.2016, 22:29

@pust619
Nein. Die Preise müssen eben von jeder Zielperson eingesehen werden können. Sonst kann diese Werbeaussage nicht verifiziert werden und ist somit unlauter.

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Eventuell muss man nachweisen, wie die 63,89 % zustandekommen. Immerhin wird dem potentiellen Kunden da eine extrem genaue Berechnung suggeriert.

Das "bis zu" lässt zwar einen gewissen Spielraum zu, aber wenn man die 63,89 % nicht durch vergleichbare Angebote von Wettbewerbern untermauern kann, bewegt man sich da auf ziemlich dünnem Eis.

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Was hat diese Frage mit dem Arbeitsrecht zu tun?

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Novos 14.06.2016, 15:37

Ddh vleierndundWerbung muss, meines Wissen nacht, prüfbar sein. Also müssen die Preise, die er vergleichend bewirbt auch zugänglich sein

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