Güne Lösung an der Kathode einer Wasserelektrolyse?

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4 Antworten

Wenn du tatsächlich Edelstahlschrauben verwendet hast, kann das alles Mögliche sein... https://de.wikipedia.org/wiki/Edelstahl

Wer weiß welchen Edelstahl du da hattest, in jedem Falle ist da nicht nur Eisen und Kohlenstoff drin und viele der Legierungsmetalle bilden in Lösung schön bunte Farben...Und bei 18V (eigentlich elektrolysiert man bei viel geringerer Spannung...) kannst du quasi jedes Legierungsmetall oxidieren.

Wenn du außerdem noch Leitungswasser verwendet hast, kann da auch jede Menge Suppe ausfallen...also destilliertes Wasser mit Schwefelsäure verwenden, wenn du das vermeiden möchtest.

Verwende beim nächsten Mal doch einfach Graphitelektroden (dicke Bleistiftminen...) dann hast du das Problem nicht.

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Zunächst mal was zur Spannung:
Bei den üblichen Versuchen brauchst du so 1 - 2 Volt, und viel mehr solltest du auch nicht verwenden.
Weniger wegen der Energieverschwendung, sondern weil sonst alles reagiert, in kaum vorhersehbarer Weise.

Dann zu den Materialien:
Edelstahl hat keine genau definierte Zusammensetzung, enthält aber meist Chrom und Nickel, neben dem Eisen. Nicht zu knapp.

Anschließend zu den Farben:
Die Kationen der Übergangsmetalle haben schon "charakteristische Farben" - in wässriger Lösung.
So ist Eisen(II) irgendwie graugrünblau, Eisen(III) gelb bis braun (siehe Rost), Nickel(II) neutralgrün und Chrom (das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet farbig, wie in Chromosomen z.B.) hat etliche, in der Stufe Cr(III) typischerweise ein Dunkelgrün. Chrom(II) ist m.W. eher hellblau.
Also wenn du irgendein undefinierbares Zeugs mit hoher Spannung quälst, kann alles rauskommen, und keiner kann es wissen.

Zu den Komplikationen:
Die genannten Farben gelten nur für verdünnte wässige Lösungen. MIt Chlor verschieben sich die Farben. So ist Kupfer bekanntlich blau, aber Kupfer(II)chlorid eher grün. Wie auch der ganze Schmodder mit Kupfer, egal ob Kirchendach oder die Münze, die man nach 17 Jahren im Flusensieb seiner Waschmaschine findet.

Schlussfolgerung:
Kommt drauf an, was du willst. Die eigene Erfahrung ist schon was anderes, als wenn man alles nur in der Theorie lernt.
Schon deswegen, weil in der Theorie immer alles klappt.
Eigene Experimente lehren da schon Demut. In meiner Jugend gab es noch kein Internet. Und vor 200 Jahren noch keine Lehrbücher zu diesem Thema.

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Zur Wasserelektrolyse ist Dein Versuchsaufbau denkbar ungeeignet. Das Chlorid vom Kochsalz wird eventuell zu Chlor reduziert und der Edelstahl kann Eisen-und Chromionen freisetzen (Eisen (III)-chlorid ist eher gelblich; Chrom(III)-chlorid eher grünlich.

Andererseits kann das Chlor auch mit dem Metall direkt reagieren....

Am Besten nimmt man Kohle- oder Platinelektroden und eine verdünnte Schefelsäurelösung (eine Natriumsulfat tut es auch...)

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Kommentar von ThomasJNewton
27.02.2016, 20:51

Nach meinem Verständnis wird aber Chlorid zum Chlor oxidiert.

Ansonsten D'accort, oder wie sich das schreibt.

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Grün ist eigentlich eine Färbung, die auf die Anwesenheit von Kupfer hindeutet.

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Kommentar von asimi800
27.02.2016, 19:36

Ich hab ein Kupferkabel unten an die Stahlnägel  als Leitung verwendet. Der Behälter war nicht 100% dicht und es ist ein wenig durchgetropft. Es könnte sein dass somit ein wenig Kupferoxid entstanden ist und aufgestiegen ist. Danke für die Lösung

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Kommentar von ThomasJNewton
27.02.2016, 20:43

"eigentlich" hat aber viele Bedeutungen.

Wenn dir ein Programmierer versichert, dass die Programmänderung "eigentlich" keine weiteren Konsequenzen haben kann:
Dann wird es Zeit, den Frustschutzbunker aufzusuchen.

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