Kommt durch die Zusage per Mail ein gültiger Kaufvertrag zustande?

...komplette Frage anzeigen

10 Antworten

Eine Widerrufsfrist ist Pflicht (meistens 14 Tage) und muss dir (vermutlich irgendwo im Kleingedruckten) mitgeteilt worden sein. Während dieser Widerrufsfrist hast du das Recht den Vertrag ohne jegliche Begründung zu widerrufen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Widerruf_%28Recht%29

Wird dir dieses Recht nicht zugestanden gehe ich mal davon aus, dass du rechtliche Schritte einleiten kannst.

Der Mail wurde bestätigt. Ist damit der Kaufvertrag gültig

Ja

Da hast Du wohl vorschnell gehandelt. Du bist einen rechtskräftigen Vertrag eingegangen, der kein Haustürgeschäft war und aus diesem Grund auch nicht storniert werden kann.

Für die Zukunft ein Tipp: Je mehr der Verkäufer auf einen schnellen Abschluss drängt, um so weniger steckt ein super Angebot dahinter.

Joergi666 09.11.2015, 10:47

der Vertrag ist zwar rechtskräftig- dennoch war es ein Fernabsatzgeschäft, da der Vertrag nicht im Laden geschlossen wurde- insofern Rücktritt möglich.

0
Muellermaus 09.11.2015, 10:59
@Joergi666

Bist Du Dir da sicher? Ich kenne das nur so, dass der Vertrag seine Gültigkeit nicht verliert und das Küchenstudio  - sofern es dem Kunden entgegenkommen mag - zumindest einen Schadensersatz fordern kann.

"Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass bei einem Rücktritt von einem Kaufvertrag über fabrikneue Möbel eine solche Pauschale von 25 % angemessen ist. Bestätigt wurde dies in jüngerer Zeit durch ein Urteil des Amtsgerichts München - AG München, Urteil vom 14.02.08, Aktenzeichen 264 C 32516/07 - das einen pauschalen Schadensersatz in Höhe von 25 % beim Küchenkauf auch in AGB als wirksam vereinbar und nicht als unangemessene Benachteiligung des Käufers angesehen hat. "

0
Joergi666 09.11.2015, 14:22
@Muellermaus

der Rücktritt erfolgte hier zum einen unmittelbar- der Auftrag wird also wohl noch nicht bei der herstellenden firma gelandet sein- unabhängig davon erfolgte der Vertragsschluss ja nicht im Laden- ich habe nochmal ins Gesetz geblickt, Fernabsatz sollte hier meiner Einschätzung nach vorliegen.

1
Muellermaus 09.11.2015, 14:38
@Joergi666

Ich hab gerade auch noch einmal gesucht und gebe Dir recht.

Gelesen habe ich folgendes:

Zum Fernabfragegesetz zählen alle Kommunikationsmittel, die zum Abschluss eines Vertrages ohne gleichzeitige Anwesenheit der Vertragspartner eingesetzt werden. In Betracht kommen hier:

E-Mail, Telefonanrufe, Briefe, Kataloge oder Faxe.

1

unabhängig von den gesetzlichen Regelungen zum Verbrauchervertrag sollte hier das Fernabsatzgesetz Anwendung finden - denn trotz der Beratung zuvor wurde der Vertragsschluss ja nicht persönlich vorgenommen- insofern 14tägiges Widerrufsrecht.

widerrufen wird wahrscheinlich nicht gehen da es kein hasutürgeschäft oder internetgeschäft war... die küche ist geplant und bei ihm als akte abgelegt... du kannst höchsten noch stornieren gegen gebühr...

fedor1234 09.11.2015, 12:20

Ich habe kein detailliertes Angebot vorliegen, weder über die Geräte, Möbel oder Lieferzeiten.  Kann man da überhaupt von einem gültigen Vertrag spechen?

0

geh zu einem Anwalt, der schreibt einen Brief und Du bist raus, denn in einer gewissen Frist kann man von einem Kauf zurücktreten

Du hast Bestätigt und bist somit einen Vertrag eingegangen.

Da es kein Onlinekauf war, hast du keine 14 Tage wiederrufsrecht.

Nun musst du schon einen Grund vorweisen warum du doch nicht willst

fedor1234 09.11.2015, 12:22

Der Grund ist, dass ich ein besseres Angebot bekommen habe obwohl der Verkäufer behauptet hat ich würde nirgens eines bekommen.

Ich habe kein detailliertes Angebot vorliegen, weder über die Geräte, Möbel oder Lieferzeiten.  Kann man da überhaupt von einem gültigen Vertrag spechen?

0

Was möchtest Du wissen?