Gruppentherapie oder Einzeltherapie (Psychotherapie)

Das Ergebnis basiert auf 3 Abstimmungen

Beides gut 66%
Beides schlecht 33%
Einzeltherapie 0%
Gruppentherapie 0%

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das kommt einerseits ganz auf Deine akute Problemlage an...

... aber vor allen Dingen auf Dich selber. Wenn Du nicht mitarbeitest... oder eben, wie sehr Du mitarbeitest entscheidet maßgeblich über den Erfolg einer Therapie.

Grundsätzlich kann niemand vorhersagen, welche Therapieform "die bessere" für Dich sein kann und wird.

Manchmal braucht man die Feedbacks und Erlebnisse, die Erlebnisse der anderen Gruppenteilnehmer um sich selbst reflektieren zu können oder deren Lösungsversuche als brauchbar anzuerkennen und ausprobieren zu wollen.

Mancher braucht die Einzelzuwendung, das Verständnis oder besser die "Chemie" zwischen Therapeut und Klient. Möchte nur einer Person die Führung in und zu seinem Leben überlassen.

Ein deutlicher Unterschied ist aber da: In der Einzeltherapie ist man immer selber gefordert... in der Gruppentherapie kann man sich auch schon mal in der Gruppe "verstecken".... funktioniert aber auch nicht immer, bzw. manchmal mit "Rückstoß"

Sincerly Norbert

Beides gut

In einer Gruppentherapie schilderst du deinen "Fall" der Gruppe gleichfalls Ratsuchender und dem Therapeuten, die anderen sagen etwas dazu. In einer Einzeltherapie sprichst nur du mit dem THerapeuten. Da gibt es kein besser oder schlechter - die Frage ist, was du dir nur für dich besser vorstellen kannst.

Das hat beides seine Vor- und Nachteile. In einer Gruppentherapie bist du mit anderen Betroffenen deiner Erkrankung zusammen unter der Anleitung eines Psychotherapeuten.

Nehmen wir als Beispiel eine Esstörung.

In einer Einzeltherapie lassen sich besser die Ursache herausfinden und beheben. Die Ursachen sind ja oft ziemlich privat/intim und die will man lieber nur mit einer Person besprechen und nicht vor einer großen Gruppe auspacken.

Eine Gruppentherapie hat nun wieder den Vorteil, dass man zusammen in Gemeinschaft für etwas kämpft. Bei Esstörungen kann das zum Beispiel gemeinsam kochen und essen sein. Oder man inspiriert sich in einer Kunsttherapie gegenseitig. Das wäre allein zum Beispiel ziemlich öde.

Bei vielen psychischen Erkrankungen halte ich beides gleichzeitig, also Einzel- und Gruppentherapie für sehr sinnvoll, da die beiden Formen sich gut ergänzen.

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