Grundteuer Höhe Mietwohnung 60,47m² Betriebskostenabrechnung?

...komplette Frage anzeigen

10 Antworten

Die Grundsteuer wird durch die Kommune auf das Grundstück erhoben. Das Finanzamt liefert für das Grundstück den Einheitswertbescheid aus dem Jahre 1965. Die Stadt beschließt einen Hebesatz für die Grundsteuer und besteuert die Grundstückeigentümer. Die wiederum berechnen Ihren Mietern anteilig nach einer m²-Umlage bezogen auf die Wohnfläche die anteilige Grundsteuer in den Betriebskosten.

Du gibst an in einer Mietwohnung zu wohnen, die 60,47m² Wfl. hat. Die Gesamtwohnfläche des Hauses müsste in der BK-Abrechnung zu finden sein genau so wie der Gesamtbetrag der jährlichen Grundsteuer. Fehlen diese Angaben, ist der BK-Abrechnung zu widersprechen und eine neue Abrechnung anzufordern.

Also hier nach deinen Angaben zu schätzen, ob die anteilige Grundsteuer ev. zu hoch ist, ist ein unmögliches Unterfangen.

Eine explizite Antwort findest Du bei deinem Vermieter. Der muß dir nämlich auf Verlangen Originalbelege die der Abrechnung zu Grunde liegen vorlegen.

Da Bremen eine ziemlich hohen Grundsteuerhebesatz (580 % 2015, ab 2016 695 %) kann das schon hinkommen.

Oder ob das zu hoch gegriffen ist?

Da wird nichts gegriffen, den Hebesatz legt die Stadt fest, fertig.

Die Grundsteuer erscheinen mir bei ca. 60 qm hoch. Schauen Sie noch einmal in die Abrechnung ob das die Gesamtgrundsteuer für das Grundstück ist oder Ihr Anteil.

Natürlich ist die Grundsteuer je nach Stadt und Kommune anders. In München natürlich viel höher als in der Provinz. Dann kann der Betrag schon hinkommen.

Weiter abhängig von der Gesamtgröße des Grundstückes. Je größer das Grundstück, desto höher die Grundsteuer auch für die Mieter.

anitari 06.11.2016, 13:47

Die Grundsteuer erscheinen mir bei ca. 60 qm hoch

Bei Hebesatz 580 %  für Bremen kann das schon hinkommen.

0

Das ist ein realistischer Betrag. - Dass die Verwaltung Dir etwas anderes in Rechung stellt, als den Betrag, den das Finanzamt ansetzt und dem Eigentümer in Rechnung stellt, wäre unternehmerisch ein Selbstmord. Da hätten Sie bei der nächsten Betriebsprüfung wohl etwas zu erklären.

Ich denke, den Aufwand der Rückfrage kannst Du Dir sparen.

Gerhart 06.11.2016, 09:11

Das Finanzamt erhebt keine Grundsteuer, das ist Sache der Kommune.

1

Die meisten Städte und Gemeinden haben Grundsteuer, Hebesatz, Müll- Abwassergebühren online veröffentlicht...danach kann man das aufs Haus und dann rrunter auf die WE rechnen. Oder Vermieter um Einsicht bitten.

Für mich kann da etwas nicht stimmen, denn eine Stadt legt keine fest für eine Mietwohnung in einem Mehrfamilienhaus und somit kann eine Verwaltung das auch nicht. Sie kann nur deinen Anteil verteilen, oder übersehe ich etwas?

Padri 06.11.2016, 10:44

Städte und Gemeinden legen die Grundsteuer eines Grundstückes fest. Der Vermieter verteilt dann die Grundsteuer nach Wohnungsgröße auf die Mieter.

0
schleudermaxe 06.11.2016, 11:28
@Padri

... schreibe ich doch, aber laut Frage ist es eben nicht so!

0

Der Betrag ist in Bremen durchaus üblich.

Außerdem beinhaltet er ja auch meist den Deichbeitrag.

Das liegt ganz daran wo du wohnst. Die Gemeinde oder die Stadt setzt die Höhe der Steuer fest. 

Du darfst auch die Steuererhebung die an den Vermieter gegangen ist, einsehen um zu prüfen.

TheExpendable91 05.11.2016, 20:27

Ich wohne in Bremen. Das läuft alles über eine Hausverwaltung mit der ich übrigens sowieso extrem auf Kriegsfuß stehe. Also kann ich denen schreiben, dass sie mir bitte die Steuererhebung nachweisen möchten?

0
TheExpendable91 05.11.2016, 20:31
@AntwortMarkus

Das ist in Ordnung, das wird mich schon nicht in den Ruin treiben, glaube ich. :D Bloß soll ich über 400€ nachzahlen und das soll dann wenigstens auch alles seine Richtigkeit haben.

0
AntwortMarkus 06.11.2016, 11:27
@schleudermaxe

Der Mieter hat 

keinen Anspruch auf Übersendung der Originalbelege

 durch den Vermieter (AG Mönchengladbach DWW 2003, 338). Die Originalbelege verbleiben immer beim Vermieter oder dessen Hausverwalter. Allerdings hat der Mieter das Recht, die Originalunterlagen einzusehen und muss sich nicht auf Kopien verweisen lassen.

Jedoch kann er die Belege nur beim Vermieter einsehen (BGH ZMR 2006, 358). Der Vermieter kann den Mieter in die Räume eines Bevollmächtigten (Hausverwalter, Rechtsanwalt) verweisen. Der Vermieter kann die Originalbelege auch einscannen und dem Mieter überlassen.

Der Mieter darf alle Unterlagen einsehen, auf denen die Abrechnung beruht. 

0

Da ich keine expliziten Antworten im Internet gefunden habe,

Tatsächlich? Tante google liefert gleich im ersten Treffer Infos zur  Berechnung: http://www.finanzen.bremen.de/steuern/gemeindesteuern/grundsteuer-1401

Und dein VM hat den seiner Forderung zugrunde liegenden Bescheid zur Einsicht oder als kostenpflichtige Kopie bereitzustellen.

G imager761

Das kommt in etwa hin.

AntwortMarkus 05.11.2016, 20:25

Du kennst den Hebesatz seines Wohnortes doch garnicht.😉

0
Colombo1999 05.11.2016, 21:00
@AntwortMarkus

Der FS hat im Profil angegeben, dass er in Bremen wohnt. Und wer weiß, dass er Steuerhebesätze im Internet finden kann, kann hier auch eine Antwort auf die Frage geben.

0

Was möchtest Du wissen?