Grundstücksverkauf: Keine Beurkundung - trotzdem Notarrechnung erhalten

2 Antworten

Wenn der Käufer den Notar beauftragt hat, entsteht nun einmal zwischen Käufer und Notar ein Vertrag. Dieser Vertrag ist von beiden einzuhalten. Kommt es zu keinem Abschluss des Vertrages durch Nichterfüllung des Inhaltes, in diesem Fall der von Dir geschilderten Kaufvertrag Abwicklung mit notarieller Beglaubigung, hat der Notar seinen Vertragsteil erfüllt . Er ist in keiner Weise für das Nichterscheinen eines der Verkäufer verantwortlich. Somit kann dieser, nach der Gebührenordnung, abrechnen und die Rechnung dem Käufer sich erlauben zu präsentieren. Auch sind keine anderslautenden Vertragsinhalte formuliert, womit auch die Erbengemeinschaft keine Verpflichtung zur Rechnungsbegleichung hat. Nur die Einigung mit dieser oder ein Vergleich mit dem Notar könnte die Gesamtrechnung reduzieren. Der Käufer hätte mit der Erbengemeinschaft einen Vorvertrag mit entsprechendem Inhalt einer Kostenteilung machen können, so dass zumindest zu 1/2 die Kosten von dieser hätte übernommen werden müssen. Der Käufer könnte den Versuch unternehmen, die Kosten durch eine Klage auf die Erbengemeinschaft abzuwälzen, wenn er eben diesen Vorvertrag mit selbiger abgeschlossen hätte. Hierzu gibt es jedoch keinen Beweis und der Käufer würde die Klage verlieren. Gegen den Notar zu klagen ist eine aussichtslose Sache.

Liebe Grüße

Der Notar schickt seine Rechnung natürlich an seinen Auftraggeber. Dass es nicht zur Beurkundung kam, hat er ja nicht zu vertreten. Der Käufer kann nur zivilrechtlich gegen die Erbengemeinschaft vorgehen und sie zum Schadensersatz verpflichten.

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