Grundstücksschenkung, erben oder Kauf?

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Nicht alle aber einige Angaben kann ich Dir machen:

Schenkung =Erbe zumindest im steuerlichen Sinn. Nach einer getätigten Schenkung bekommst du nach 10 Jahren wieder den selben Freibetrag. (Den kannst du leicht ergooglen (Verwandtschaftsverhältnis beachten) Kaufnebenkosten: Grunderwerbsteuer (müsste hier anfallen, da die nur bei Eltern-Kind -Erbe/Schenkung ausgesetzt wird) je nach Bundesland zw. 3,5-5%, Grundbuch/ Notar ca. 1,5% Sollte das Grundstück vor weniger als 10 Jahren von Deiner Tante erworben worden sein, können bei einem Verkauf für sie ggf. Spekulationssteuer anfallen. Dies mal als Eckdaten. Da die Teilung eines Grundstückes ebenfalls Kosten verursacht (Notar/ Grundbuch) wirst du Deine aufgezeigten Alternativen mit den ganzen Angaben durchrechnen müssen. Bei einem Verkauf weit unter Marktwert an Dich ist mit einem Scheingeschäft zu rechnen, da du so Steuer umgehen willst. Wenn du ganz sicher gehen willst, lasse dich hier von einem Spezialisten beraten. Hängt natürlich auch vom Wert des ganzen ab. Gruß und viel Erfolg

Zur Grunderwerbsteuer doch nun folgendes: Das Grunderwerbsteuergesetz gilt hinsichtlich des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes (ErbStG) subsidiär, d.h. das Grunderwerbsteuergesetz tritt zugunsten des Erbschafts- und Schenkungsteuergesetzes in bestimmten Fällen zurück. Bei Grundstückserwerben von Todes wegen (§ 3 Nr. 2 GrEStG i.V.m. § 3 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG) bzw. Grundstücksschenkungen unter Lebenden (§ 3 Nr. 2 GrEStG i.V.m. § 7 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG) tritt hinsichtlich der Grunderwerbsteuer Steuerfreiheit ein. Eine mögliche Besteuerung wird sodann ggf. über das Erbschafts- und Schenkungsteuergesetz herbeigeführt.

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Vielen Dank für deine Antwort. Das heißt im Moment, dass scheinbar Schenkung die beste Möglichkeit wäre...

Ich muss mir mal ansehen, wie groß die Grundstücksfläche ist. Wie gesagt derzeit ist es nur landwirtschaftliche Nutzfläche, aber eine Bebauung für einen Teil davon ist vorgesehen. Ich denke es sind so um die 10.000m² gesamt.

Wie läuft das mit dem Grundstückswert ab? Woher bekomme ich den Wert dafür? Gemeinde? Finanzamt?

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@namedo

Nicht unbedingt. Das hängt vom Gesamtwert und den Kosten einer Teilung ab. Wenn du sowieso den Rest erben wirst, kann es Sinn machen, jetzt nur einen Teil zu schenken und den Rest zu erben. Eine unentgeltliche Nutzung oder Pacht/ Miete des Restgrundstücks in der Übergangszeit wäre hier z.B. eine Alternative. Dazu musst du dir aber die Kosten einer Teilung besorgen, um das richtig beurteilen zu können und natürlich hängt das dann auch von weiteren persönlichen Faktoren ab. Falls gar keine Unterlagen für eine Wertbestimmung Deinerseits vorliegen( ehem. Kaufverträge Gutachten, Versicherungsschätzungen etc. gibt es Bodenrichtwerte von der Gemeinde. Der oft schlechteste Weg ist sich eine Immobilie oder Grundstück von FA schätzen zu lassen. Da ist mit dem FA eigentlich immer ein Verhandlungsspielraum offen. Also nicht den erst besten Wertansatz glauben oder hinnehmen

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@joiba

Nun, hier stellt sich die nächste Frage in den Raum. Ist es sinnvoll jetzt nur einen Teil des Grundstücks ausmessen zu lassen (nehmen wir mal an 1000m² für ein Baugrundstück) und den Rest erstmal via Erbvertrag zu regeln? Oder sollte man eventuell gleich das gesamte Grundstück übernehmen und meiner Tante ggf. ein Nießbrauchrecht einrichten lassen... Es ist ja nicht das einzige Erbe, dass sie hinterlassen wird und es ist angedacht, dass jemand anderes als Gesamterbe eingesetzt wird. Somit kommt dann der Pflichtteil für den Erben ins Spiel, oder nicht?

Die Frage ist auch, ob es sich rechnet bzgl. der jährlichen Grundsteuer. Wobei die Grundsteuer wohl für ein unbebautes Grundstück nicht ganz so hoch ausfallen dürfte... Es sind wie gesagt um die 10.000m² insgesamt.

Das ist echt ganz schön kompliziert... puh!

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@namedo

ja. in der Tat etwas kompliziert. Ein eingetragener Nießbrauch ändert nichts daran, dass andere Pflichtteilsberechtigte Erben innerhalb von 10 Jahren nach der Schenkung diese anfechten können. Das kannst du ganz sicher nur umgehen durch einen Kauf oder (da bin ich mir aber nicht ganz sicher) durch ein Vermächtnis. Wie das ganze schlussendlich im Erbfall aussehen wird, hängt von den vorhandenen pflichtteilsberechtigten Erben ab, von dem Testament und natürlich im Falle einer heutigen Schenkung von dem eintretenden Zeitpunkt des Erbfalls. Ich persönlich würde wahrscheinlich folgendermaßen vorgehen: 1. Schenkung eines Teilgrundstückes, das groß genug ist, um zu bauen und auch noch Ausweichfläche bietet. 2. Je nach Preis des Restes (falls es dann wirklich gewollt/ benötigt wird, so eine Fläche will auch bewirtschaftet und unterhalten werden) entweder erwerben (erspart evtl. später Ärger mit den Erben) oder testamentarisches Vorkaufsrecht einräumen lassen. Aber: Wenn du heute bereits absehen kannst, dass ein eventueller Erbfall innerhalb der nächsten 10 Jahre eintreten kann, es auch heute bereits absehbar ist, dass es zu Auseinandersetzungen mit den vorhandenen Pflichterben kommen wird, dann würde ich entweder ihr den Teil abkaufen, der mir wichtig ist oder die Schenkung mir durch einen Anwalt so felsenfest absichern lassen, dass es später zu keinen Problemen kommen wird. Dies vor allem vor dem Hintergrund, dass du dort bauen willst.

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@joiba

und übrigens noch, da ich keine Infos zum Personenkreis der potentiellen Erben habe, ist nur dieser Personenbereich berechtigt, eine Schenkung anzufechten und dies auch nur, wenn das gesamte Erbe incl. der Schenkung seinen gesetzlichen Pflichtteil unterschreitet: Pflichtteilsberechtigter Personenkreis: Kinder im Sinne des Abstammungsrechts des BGB, adoptierte Kinder, Ehegatten und eingetragene Lebenspartner des Erblassers sind stets pflichtteilsberechtigt. Entferntere Abkömmlinge (Enkel, Urenkel usw.) und die Eltern des Erblassers sind nach § 2309 BGB nur dann pflichtteilsberechtigt, wenn kein Abkömmling, der sie im Fall der gesetzlichen Erbfolge ausschließen würde, den Pflichtteil verlangen kann.

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Grundsätzlich erstmal: Erben kannst Du erst, wenn Deine Tante tot ist. Vorher kann sie Dir das Grundstück nur schenken. Die Steuern, die hierauf anfallen, sind aber die gleichen.

Wird das Grundstück verkauft, so musst Du den Kaufpreis plus Grunderwerbsteuer zahlen. Das dürfte in jedem Fall die teuere Alternative sein

Hallo namedo !

Denke mal vererben wird am teuersten, hängt mit dem Verwandtschaftsgrad zusammen. Beim Kauf musst du Grunderwerbssteuer bezahlen. Denke mal eine Schenkung wäre das Beste, es sei denn die Erben würden es anfechten !

MfG

Die Anfechtung einer Schenkung durch pflichtteilsberechtigten Erben kann nur innerhalb von 10 Jahren nach der Schenkung stattfinden und dies auch nur, wenn die Pflichterben lediglich ihren Pflichtteilserbe erhalten.

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