Grundstück Rechte?

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5 Antworten

Nein, rausschmeißen darf man jemanden ebensoswenig wie entschädigungsfrei nutzen.

Werden sich beide Eigentümer nicht einig, so kann jeder vom anderen seinen Anteil am Grunstück zur Auszahlung verlangen.

Scheitert dies, kann jede Partei die Zwangsversteigerung des Grundstückes zur Aufhebung der Grundbuchgeminschaft beim amtsgericht beantragen.

Vom Versteigerungserlös erhält dann jede Partei nach Abzug der Verfahrenskosten den ihr grundbuchmäßig zustehenden Anteil.

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Sowohl Mann 1 und auch Mann 2 dürften im Grundbuch mit ihren Eigentum-Prozenten eingetragen sei. Auch wenn der Mann 2 schon zehn Jahre dort wohnt, hat Mann1 nicht das Recht ihn aus seinem Eigentum "rauszuschmeißen", nur weil ihm 4% mehr Anteil von dem Haus gehören.  Kauf ihm seinen Anteil ab! Wenn er damit einverstanden ist, wird er ausziehen.

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Rausschmeissen kann man den nicht. Denn er wohnt - zum Teil - im eigenen Eigentum.

(Der mit 52%, der nicht drin wohnt, hat das Recht auf eine Nutzungsentschädigung (so hoch wie eine Miete des Hauses, davon 52%))

Es gibt nur einen Weg, ihn los zu werden: Die Auflösung der Grundstücksgemeinschaft.

Das bedeutet "Teilungsversteigerung" des Grundstücks beim Amtsgericht:

Die Teilungsversteigerung ist teuer (Anwalts- und Gerichtskosten), aber der einzige Weg, wenn sich die Grundstückseigentümer nicht einig sind. Jeder kann die Versteigerung beantragen, oder ihr beitreten, wenn der andere sie beantragt. Vor Gericht kann jeder Meistbietende das Haus ersteigern. Der mit 52% könnte also das Haus ersteigern. Dann würde es ihm alleine gehören. Der Versteigerungserlös würde aber zu 48 % - nachdem die Verfahrenskosten vom Amtsgericht abgezogen worden wären - an den anderen gehen.

Wenn der andere nicht mitbietet (z.b. weil der andere kein Geld hat und keinen Kredit von der Bank bekommt) kann ein Bieter das Haus günstig ersteigern. Z.B. zum halben Verkehrswert.

Der, der das Haus meistbietend ersteigert hat, kann vom Bewohner den sofortigen Auszug verlangen, notfalls auch durch eine Zwangsräumung mit Hilfe des Gerichtsvollziehers.

Sinnvoll wäre, dass man sich vorher zusammen setzt und bespricht, ob einer dem anderen nicht seinen Teil abkaufen würde. Erst wenn das nicht geht, macht die Teilungsversteigerung Sinn.

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Nur mal zum besser verstehen. Die beiden teilen sich das gleich Haus und Grundstück? Dem einen gehören 52% und dem anderen 48%?

Die haben zusammen das Haus gekauft, geerbt usw. ?

* Rausschmeißen kann er ihn nicht wirklich. Der mit den 48% müsste dann zumindest ausgezahlt werden.

Im Moment sind deine Infos sicherlich zu wenig um genaueres sagen zu können.

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Wenn es einen ordentlichen Mietvertrag zwischen Bewohner und Eigentümergemeinschaft gibt, und weiterhin ein triftiger Grund vorliegt wie z.B. Eigenbedarf weil man selbst mit Familie einziehen möchte. Dann kann man es mal versuchen.

Wenn es nicht mit normalen Mitteln funktioniert, dann ist eben eine Klage nötig. Wie die ausgeht, entscheidet ein Richter.

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