Grundsicherung und Gekündigte Versicherung ausbezahlt. Darf man das Geld behalten ohne Abzug?

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3 Antworten

Mich interessiert die Frage auch weil ein Freund von mir mit Rente und Grundsicherung auch darüber nachdenkt es sich auszahlen zu lassen. Ich bin der Meinung das bei Grundsicherung und Harz4 ein Sparguthaben vorhanden sein darf bis zu einem gewissen Bertag. Die Beträge die zur Riester eingezahlt wurden sind wie ein Sparguthaben anzusehen, da sie ja von dem Geld das für die Lebenserhaltungskosten gezahlt wurden.

Ich bin mir allerdings nicht sicher ob das so richtig ist und hatte genau wie du gehofft hier Näheres zu erfahren.

LG

Der Bundestag hat beschlossen, dass zusätzliche Renten bis ca. 200,- € moantlich nicht mehr auf die Grundsicherung anzuwenden wären.

Ich hab nur leider aktuell nicht im Kopf wann das ganze in Kraft tritt, würde aber mal denken am 01.01.2018, ergo wäre aktuell noch anzurechnen.

Pferd2009 26.10.2017, 06:46

Das ist ja keine monatliche Rente sonder nur eine Einmalzahlung. Und zwar ist es das Geld was  monatlich von der bezogenen Grundsicherung einbezahlt  und jetzt durch die Kündigung mit Verlust wieder ausbezahlt wurde.

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Es wird also keine Rente bezogen,sondern der Vertrag wurde vorzeitig aufgelöst ?

Da dieser Riester Vertrag solange er läuft nicht als verwertbares Vermögen anzusehen ist,gehe ich davon aus das die Auszahlung der Beiträge hier zum Vermögen zählt und nicht als einmaliges Einkommen betrachtet werden darf,weil der Vertrag ja sicher schon vor der Grundsicherung abgeschlossen wurde.

Wäre ja bei z.B. einer Lebensversicherung die laut Vertrag erst ab der Altersrente zur Auszahlung kommt auch so,wenn diese dann zur Auszahlung kommen würde,dürfte man auch erst anrechnen wenn man dann insgesamt über dem Schonvermögen liegen würde.

Wenn also der Betrag bei der Grundsicherung vom Sozialamt nicht über dem Schonvermögen von 5000 € liegt bzw.man dann mit diesem Betrag insgesamt diese 5000 € nicht übersteigt,dann dürfte es meiner Meinung nach nicht angerechnet werden.

Pferd2009 26.10.2017, 15:22

Der vertrag wurde abgeschlossen ,da lief die Grundsicherung schon und es wurde der Rückkaufwert ausgezahlt

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isomatte 27.10.2017, 05:07
@Pferd2009

Wenn durch die Auszahlung kein Gewinn gemacht wurde,dann dürfte es rein rechtlich gesehen nicht angerechnet werden !

Der Vertrag wurde zwar erst im Leistungsbezug abgeschlossen,die Beiträge wurden aber aus der Grundsicherung oder dem Freibetrag auf Einkommen selber gezahlt,deshalb ist hier eine Anrechnung nicht möglich.

Eine Anrechnung dürfte selbst dann normalerweise nicht erfolgen,wenn man mit dem Betrag der ausgezahlt wird sein Schonvermögen übersteigen würde,ausgenommen wären hier nur Gewinne wie z.B. Zinserträge,die würden dann als Einkommen zählen.

Denn wenn es hier zu einer Anrechnung kommen würde,dann würde es ja indirekt zu einer Kürzung der Grundsicherung oder dem Freibetrag auf Erwerbseinkommen kommen,es ist ja nicht vorgeschrieben wann man seine Grundsicherung oder seinen Freibetrag zu verbrauchen hat.

Zu vergleichen wäre das mit dem monatlich selber zu zahlenden Abschlag für den normalen Haushaltsstrom,wenn ich da angenommen von mir aus jeden Monat als Abschlag freiwillig 100 € zahlen würde und bekäme nach der Endabrechnung 800 € zurück,dann darf dies auch nicht als Einkommen angerechnet werden,weil der Abschlag aus der Grundsicherung oder Einkommen selber gezahlt wurde.

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